Zweitgrößter Meteorit weltweit in Argentinien geborgen

Veröffentlicht von
Share Button

asteroid

In der Nähe der argentinischen Kleinstadt Gancedo fanden Forscher am 10. September einen 30 Tonnen schweren Eisen-Meteoriten – und damit den zweitgrößten, jemals entdeckten kosmischen Körper.

„Auch wenn wir auf ein höheres Gewicht hofften, als uns die Messdaten erwarten ließen, hätte niemand mit mehr als 30 Tonnen gerechnet“, so Mario Vesconi, Präsident der Astronomy Association of Chaco im Norden Argentiniens.

Die Wissenschaftler gehen davon aus, dass der Meteorit vor circa 4000 Jahren als Teil eines Asteroidenschauers auf einer Fläche von mehreren hundert Quadratkilometern niederging. Dieses Areal 1000 Kilometer nordwestlich von Buenos Aires ist heute bekannt als Campo del Cielo. Der ursprüngliche Asteroid wog Daten des Scientific American vermutlich um die 600 Tonnen und zerbrach bei einer Geschwindigkeit von 14.000 km/h in der Erdatmosphäre in viele kleine Splitter, von denen die meisten von Meteoritenjägern und Touristen als Souvenir gestohlen wurden. Bevor die Daten des Kolosses in die Datenbanken einfließen können, bedarf es jedoch noch genaueren Messungen.

Der größte, jemals gefundene Meteorit („Hoba“) schlug vor circa 80.000 Jahren in Namibia ein und brachte ganze 66 Tonnen auf die Waage. 1920 entdeckte ihn zufällig ein Bauer beim Pflügen seines Feldes, blieb jedoch an Ort und Stelle, da er zu schlichtweg zu groß für einen Transport in eine Forschungseinrichtung war.

   

    

Quelle: World’s second largest Meteorite discovered in Argentina

Anzeige


GeoHorizon ist ein Informationsportal, das aktuelle Meldungen aus den Fachgebieten der Geowissenschaften veröffentlicht. Wir richten uns an Experten und Laien, die von Geologie fasziniert sind, und möchten das nötige Hintergrundwissen jedermann zugänglich machen.

Folgt uns auf Facebook

Anzeige

Ähnliche Beiträge
Eines der Hauptforschungsthemen am Museum für Naturkunde Berlin ist die Impakt- und Meteoritenforschung, da die
Eine Forschergruppe der Universität Bayreuth hat die langgesuchte Erklärung für den scheinbar widersprüchlichen Aufbau von
Vor rund 65 Millionen Jahren stürzte ein riesiger Asteroid in den Golf von Mexiko, dessen
Bewohner des australischen Bundesstaates Queensland beobachteten am Montagabend einen hellen Feuerball am Himmel, gefolgt von
Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern und der Universität Bern haben mit einer Gruppe

Ähnliche Beiträge
Eines der Hauptforschungsthemen am Museum für Naturkunde Berlin ist die Impakt- und Meteoritenforschung, da die
Eine Forschergruppe der Universität Bayreuth hat die langgesuchte Erklärung für den scheinbar widersprüchlichen Aufbau von
Vor rund 65 Millionen Jahren stürzte ein riesiger Asteroid in den Golf von Mexiko, dessen
Bewohner des australischen Bundesstaates Queensland beobachteten am Montagabend einen hellen Feuerball am Himmel, gefolgt von
Wissenschaftler des Naturhistorischen Museums der Burgergemeinde Bern und der Universität Bern haben mit einer Gruppe
The following two tabs change content below.

Christoph Faist

Studiert seit 2015 am gemeinsamen Geozentrum von LMU und TU in München.

Neueste Artikel von Christoph Faist (alle ansehen)