Paläontologen haben sechs neue Gastropoden – Arten im ostafrikanischen Graben entdeckt

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Bei einer paläontologischen Erkundung der Ablagerungen im Südwesten Tansanias wurden von der Professorin der Ohio University, Nancy Stevens, und ihrem Forschungsteam sechs neue Gastropoden-Arten entdeckt. Nachdem OHIO-Paläontologen die Fossilien, die vor 24 bis 26 Millionen Jahren im Rukwa-Riftbecken lebten, analysiert hatten, veröffentlichten die Paläontologen von OHIO die erste Dokumentation einer raschen Diversifizierung von Süßwasser-Gastropodenarten zu einem Zeitpunkt, zu dem sich die Umgebung in diesem spezifischen Bereich entscheidend veränderte. Ihr Artikel wurde jetzt in  der Palaeontology veröffentlicht.

Zu den neuen Arten zählen auch fünf Spezies der Lanistes, zum Beispiel L. microovum, L. nsungwensis, L. rukwaensis,L. songwellipticus and L. songweovum.

“Ich war von Anfang an sehr fasziniert, weil wir an einem geologisch interessanten Ort an seltenen Fossilien arbeiteten”, sagte Y. Ranjeev Epa, ein Geologie-Masterstudent der Ohio University, der die Fossilien für seine Doktorarbeit näher untersuchte und identifizierte. “Diese Fossilien hatten viele interessante Geschichten zu erzählen und ich bin sehr glücklich, dass wir das vorhandene Wissen über die Evolutionsgeschichte, Ökologie und Biogeographie dieser Familie erweitern konnten.”

Die neuen Arten entwickelte sich vor etwa 25 Millionen Jahren im so genannten Ostafrikanischen Grabenbruch, als das Horn von Afrika aufgrund der Plattentektonik begann, sich vom Festland zu lösen. Dieses Zeitintervall wird als spätes Oligozän bezeichnet, eine Schlüsselphase des Übergangs zwischen alten und moderneren Ökosystemen. Das Forschungsteam betonte, dass die Entdeckung dieser neuen Arten helfen kann zu verstehen, wie Organismen auf Umweltveränderungen reagieren.

“Der Zeitpunkt dieses evolutionären Ausbruchs stimmt mit dem Beginn des Zeitpunkts des ostafrikanischen Grabenbruchs überein”, sagte Dr. Alycia Stigall, Professor für Geowissenschaften, ein Forschungsmitglied des Teams. “Der neue Spalt führte zu neuartigen Umgebungen und die Gastropoden entwickelten sich sehr schnell, um neue Nischen zu nutzen.”

Die in der Studie untersuchten Fossilien wurden von Stevens und ihrer Forschungsgruppe gesammelt, die seit fast zwei Jahrzehnten paläobiologische und geologische Untersuchungen im Rukwa-Rift-Becken in Tansania durchführt. Ihre Forschung hat das genaueste Alter für den Beginn des Grabens im westlichen Zweig des Ostafrikanischen Grabensystems geliefert. Bisher wurde die Evolutionsgeschichte von Wirbellosen in diesem Gebiet kaum untersucht.

Zuvor berichtete das Rukwa Rift Basin-Team über die Entdeckung anderer neuer Arten, darunter Dinosaurier und bizarre säugetierartige Krokodile aus älteren Lagerstätten in der Region. Es ist klar, dass das Rukwa-Becken ein besonderes Fenster in die Entwicklung der Ökosysteme auf dem afrikanischen Kontinent darstellt.

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Veröffentlichung: Y. Ranjeev Epa et al. Morphological diversification of ampullariid gastropods (Nsungwe Formation, Late Oligocene, Rukwa Rift Basin, Tanzania) is coincident with onset of East African rifting, Papers in Palaeontology (2018). DOI: 10.1002/spp2.1108

Quelle: off. PM der Ohio University

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Pia Gaupels

Gründerin bei GeoHorizon
Pia Gaupels, *86, Bibliotheksinformationsstudium an der TH Köln von 2007-2010. Studiert seit 2014 an der Universität Münster Geowissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf Planetare Geologie und Geoinformationswissenschaften. 2015 gründete Sie die Seite Geohorizon. Sie ausgeprägte Fähigkeiten in der Bild- und Videobearbeitung und arbeitet seit 2018 wieder als Bibliothekarin.