Forscher entdecken “geisterhafte” Spuren eines mysteriösen neuen Minerals

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Ein internationales Forschungsteam mit Wissenschaftlern der Curtin University hat den “Geist” eines unentdeckten Minerals bei zwei alten Meteoriteneinschlagkratern beobachtet.

Die neue Studie, die in der Zeitschrift Geology veröffentlicht wurde, ist die erste, die Beweise für eine neue Form des Minerals Monazit dokumentiert, das nur auf der Erde während des immensen Drucks durch Meteoriteneinschläge existiert.

Der Co-Autor der Studie, Professor Nick Timms vom Curtin Space Science and Technology Centre, sagte, dass das internationale Forschungsteam ihre Entdeckung machte, indem es winzige Gesteinsfragmente von Einschlagkratern in Deutschland und Kanada mit einem leistungsstarken Elektronenmikroskop betrachtete.

“Wir fanden mikroskopische Beweise dafür, dass Monazit, ein Phosphat aus Seltenerdelementen, unter hohem Druck durch eine Stoßwelle in eine andere Kristallstruktur umgewandelt wurde, ähnlich wie Graphit unter Druck in Diamant umgewandelt werden kann”, sagte Professor Timms.

“Allerdings kehrte das Mineral zu seiner ursprünglichen Kristallstruktur zurück, anstatt diese neue Strukturform beizubehalten. Während das neue Mineral nur für Bruchteile einer Sekunde existierte, als die Schockwelle die Erde nahe dem Nullpunkt durchquerte, hinterließ es einzigartige kristallographische Hinweise auf seine Existenz.

“Wir sind kurz davor, ein neues Mineral zu entdecken, aber es gibt einen Haken, weil das Mineral nicht stabil an der Erdoberfläche ist und sich leicht wieder in Monazit verwandelt. Deshalb haben wir wirklich nur seinen “Geist” gesehen und werden wahrscheinlich auch immer nur ihn sehen.”

Der Beweis für das neue Mineral wurde an zwei alten Meteoritenkratern gefunden – dem Rieskrater in Deutschland und der Haughton-Einschlagstruktur im arktischen Kanada – aber bis das schwer fassbare Mineral in Gesteinen erhalten ist, können Wissenschaftler ihm keinen richtigen Namen geben.



Veröffentlichung: Timmons M. Erickson et al. Shock-produced high-pressure (La, Ce, Th)PO4 polymorph revealed by microstructural phase heritage of monaziteGeology (2019). DOI: 10.1130/G46008.1

Quelle: off. Pm der Curtin University

Titelbildunterschrift: Monazit unter einem Mikroskop, das die frühere Anwesenheit eines neuen Minerals zeigt. (Bild: Curtin University)



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Pia Gaupels

Gründerin bei GeoHorizon
Pia Gaupels, *86, Bibliotheksinformationsstudium an der TH Köln von 2007-2010. Studiert seit 2014 an der Universität Münster Geowissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf Planetare Geologie und Geoinformationswissenschaften. 2015 gründete Sie die Seite Geohorizon. Sie ausgeprägte Fähigkeiten in der Bild- und Videobearbeitung und arbeitet seit 2018 wieder als Bibliothekarin.

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