Warum Lebewesen schrumpfen

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Derzeit ist die globale Erwärmung in aller Munde. Wie prähistorische Lebewesen auf klimatische Veränderungen reagierten, untersuchte jüngst ein Team aus Paläontologinnen und Paläontologen des GeoZentrums Nordbayern an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) anhand von Belemniten. Diese schrumpften signifikant, als vor etwa 183 Millionen Jahren, während des sogenannten Toarciums, die Wassertemperatur aufgrund vulkanischer Aktivitäten anstieg. Die Ergebnisse veröffentlichte das FAU-Forschungsteam in der Online-Publikation Royal Society Open Science.

„Belemniten sind besonders interessant, da sie über lange Zeit sehr weit verbreitet waren und eng mit heutigen Kalmaren verwandt sind“, erklärt die Paläontologin Dr. Patrícia Rita. „Anhand ihrer versteinerten Überreste, wie zum Beispiel den Rostren, lassen sich belastbare Feststellungen treffen.“ Im Rahmen des von der DFG geförderten Forschungsprojekts „Temperature-related stresses as a unifying principle in ancient extinctions“ wurde die Hypothese bestätigt, dass das Klima einen bedeutenden Einfluss auf die Morphologie der erwachsenen Wasserlebewesen hatte. Die Körpergröße dominierender Arten sank im Schnitt um bis zu 40 Prozent.

Diesen Lilliput-Effekt wertet das Forscherteam als Vorbote des späteren Aussterbens. Unklar ist noch, ob die Erwärmung den Stoffwechsel der Tiere direkt beeinflusste oder indirekt, weil zum Beispiel etwa Nahrungsquellen knapp wurden.

Veröffentlichung: Rita Patrícia, Nätscher Paulina, Duarte Luís V., Weis Robert, De Baets Kenneth: Mechanisms and drivers of belemnite body-size dynamics across the Pliensbachian–Toarcian crisis6R. Soc. open sci.http://doi.org/10.1098/rsos.190494

Quelle: off. Pm der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Titelbildunterschrift: Videoscreenshot: 3D-Rekonstruktion vom Belemnit „Parapassaloteuthis zieteni“ aus dem Untertoarcium von Buttenheim. (Bildquelle: FAU/Patricia Rita)

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Pia Gaupels

Gründerin bei GeoHorizon
Pia Gaupels, *86, Bibliotheksinformationsstudium an der TH Köln von 2007-2010. Studiert seit 2014 an der Universität Münster Geowissenschaften. Der Schwerpunkt liegt auf Planetare Geologie und Geoinformationswissenschaften. 2015 gründete Sie die Seite Geohorizon. Sie ausgeprägte Fähigkeiten in der Bild- und Videobearbeitung und arbeitet seit 2018 wieder als Bibliothekarin.

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