Jurassic Park – die realen Vorbilder #3: Brachiosaurus

Das Jurassic Park-Franchise beeinflusst bis heute maßgeblich die Wahrnehmung von Dinosauriern in der Öffentlichkeit und brachte so manchen angehenden Paläontologen auf seinen späteren Berufsweg. Mehr als ein Vierteljahrhundert ist nun seit der ersten Verfilmung im Jahr 1993 vergangen. Viele der darin präsentierten Ideen spiegelten damals den neuesten Forschungsstand wieder. Unsere Artikelserie “Jurassic Park – die realen Vorbilder” befasst sich mit den in den Filmen dargestellten Tieren aus Sicht der Paläontologie und erklärt was wissenschaftlich vertretbar, was dagegen reine Fiktion ist.
Im dritten Teil der Reihe werfen wir einen genaueren Blick auf Brachiosaurus, den ersten lebendigen Dinosaurier, der in Jurassic Park zu sehen ist.

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Jurassic Park – die realen Vorbilder #2: Dilophosaurus

Das Jurassic Park Franchise beeinflusst bis heute maßgeblich die Wahrnehmung von Dinosauriern in der Öffentlichkeit und brachte so manchen angehenden Paläontologen auf seinen späteren Berufsweg. Mehr als ein Vierteljahrhundert ist nun seit der ersten Verfilmung im Jahr 1993 vergangen. Unsere Artikelserie “Jurassic Park – die realen Vorbilder” befasst sich mit den in den Filmen dargestellten Dinosauriern (und anderen Tieren) aus Sicht der Paläontologie und erklärt was wissenschaftlich vertretbar, und was dagegen reine Fiktion ist.
Im zweiten Teil der Reihe werfen wir einen genaueren Blick auf Dilophosaurus, einen “schönen, aber tödlichen Bewohner des Jurassic Park” und den ersten Dinosaurier, den ein Besucher auf einer Rundfahrt durch den Jurassic Park hätte sehen können.

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Eine neue Gattung und Familie Gigantischer Sauropodomorphen aus der Trias

Riesenwuchs, mit einer Körpermasse von 5-10t, ist bei triassischen Dinosauriern selten. Der von Apaldetti und Kollegen kürzlich neu beschriebene Ingentia prima gehört zu den Lessemsauridae, einem neuen Taxon sehr ursprünglicher Sauropoden, das bereits im Norium (Obertrias), lange vor der Radiation der höheren Sauropoden (Eusauropoda) im Jura, gewaltige Größen erreichte.

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Ein neuer Riesenichthyosaurier aus der Obertrias von England

Einige triassische Ichthyosaurier erreichten beeindruckende Körpermaße. Ein neuer Unterkieferknochen aus Südengland könnte, mit einer geschätzten Gesamtlänge des Tieres zwischen 22 und 26m, vom neuen Spitzenreiter stammen. Die Existenz derart großer Ichthyosaurier in der Obertrias der Britischen Inseln stellt auch die Identifikation einiger zuvor Dinosauriern zugeschriebenen Knochenfragmente in Frage.

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Massensterben baumlebender Vögel am Ende der Kreidezeit

Die verbreitete Vorstellung von Vögeln sieht sie wohl im Geäst sitzend oder nistend–nicht zu Unrecht, denn die meisten rezenten Vögel sind tatsächlich an eine arboreale, also baumlebende Lebensweise angepasst. Das war jedoch nicht immer so; wie eine neue Studie von Field und Kollegen zeigt, waren die Vorfahren der modernen Vögel wohl Bodenbewohner, was sogar ein Schlüsselfaktor für ihr Überleben während des Massenaussterbens vor 66 Millionen Jahren gewesen sein dürfte.

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Urreptilien konnten bereits im Perm ihren Schwanz abwerfen

Die sogenannte Autotomie – Abwerfen – des Schwanzes zur Verwirrung von Fressfeinden ist eine unter heutigen Tieren bei Lepidosauriern (Echsen/Schlangen und Brückenechsen) einmalige Fähigkeit. Da andere lebende Reptilien keine vergleichbaren Anpassungen besitzen wird meist davon ausgegangen, dass es sich um ein alleiniges Merkmal dieser Gruppe handelt. Die älteste und einzige andere Tiergruppe bei der die gleiche Fähigkeit bestätigt ist, sind die Captorhinidae, ein Taxon von Stammlinienreptilien, die im späten Paläozoikum sehr erfolgreich waren.

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Jurassische Paraves waren vielfältiger als gedacht

Die Gruppe der Paraves, zu der neben den Vögeln die Familien der Dromaeosaurier, Troodontiden sowie eine Reihe ursprünglicher Verwandter zählen, ist in der Jurazeit hauptsächlich durch die spektakulären Fossilien der Yanliao-Biota aus dem Nordosten von China belegt. Diese Fauna der Mittleren und Oberen Jurazeit lieferte die ältesten bekannten Dinosaurierfossilien mit erhaltenen Federn. Zu den Funden zählen unter anderem die für die Evolution der Vögel sehr bedeutsamen Gattungen Anchiornis, Xiaotingia und Aurornis. Bisher waren diese jurassischen Vertreter, mit der Ausnahme der extrem merkwürdigen Seitenlinie der Scansoriopterygidae einander morphologisch sehr ähnlich. Ein neues Fossil eines kleinen, gefiederten Theropoden der Yanliao-Biota unterscheidet sich Morphologisch stark von verwandten Taxa der gleichen Lokalität.

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Ein neuer Zahnwal aus dem Oligozän von Ecuador

In der Evolution der Wale fällt dem Oligozän (34-23 Ma) eine Schlüsselrolle zu. Neben verschiedenen ursprünglichen Formen der Bartenwale stammen aus dieser Epoche auch die ältesten bekannten Vertreter mehrerer heutiger Gruppen der Zahnwale, darunter neben den Pottwalen (Physeteroidea) und echten Delphinen (Delphinoidea) auch die heute fast ausgestorbenen Platanistoidea, zu denen die heutigen Gangesdelphine zählen. Mit Urkudelphis chawpipacha beschrieben Tanaka und Kollegen kürzlich den Schädel eines Jungtiers eines neuen ursprünglichen Vertreters dieser Gruppe.

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Pflanzenfressende Dinosaurier ergänzten ihren Speiseplan mit Krebstieren

Direkte Nachweise für das Ernährungsspektrum herbivorer Dinosaurier sind selten. Die anhand der Zahnform aufgestellte Hypothese, dass sich Ornithischier von faserigem Pflanzenmaterial ernährten wird durch einige in den letzten Jahrzehnten gefundene fossile Mageninhalte gestützt, doch die Zahl solcher Funde ist wohl kaum ausreichend, um einen vollständigen Eindruck vom Ernährungsplan dieser Tiere liefern zu können. Neue Funden von Koprolithen (fossilisierten Exkrementen) von Hadrosauriern oder Ceratopsiern aus der Kaiparowits-Formation (74-76 Ma alt, Campanium, Obere Kreide) von Utah enthüllen eine bislang unbekannte Seite im Fressverhalten großer Ornithischier: ähnlich wie manch heutiger Pflanzenfresser, nahmen auch diese Dinosaurier als “Nahrungsergänzungsmittel” zumindest manchmal tierische Nahrung auf.

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