Mathematische Modelle werfen ein neues Licht darauf, wie sich Kontinente gebildet haben könnten

Das Leben ist einzigartig auf unserem Planeten. Oder etwa nicht? Im Mittelpunkt dieser Frage steht die Entstehung der Plattentektonik, die Sauerstoff und Wasser aus dem Erdinneren in die Atmosphäre transportierte und Berge und tiefe Ozeane bildete, in denen das Leben gedeihen konnte. Die geologische Aufzeichnung deutet darauf hin, dass dies vor drei bis zweieinhalb Milliarden Jahren geschah, aber die Aufzeichnung bleibt zu spärlich, um zu erklären, wie und warum dies geschah, so Dr. Fabio Capitanio, ein Forscher der Monash School of Earth, Atmosphere and Environment, dessen Arbeit gerade in der Geology und in der Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht wurde.

Weiterlesen

Sonne, Mond und Meer als Teil einer „seismischen Sonde“

Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam und von der Universität Jena konnten zeigen, dass sich die seismischen Wellen, die die Meeresbrandung auslöst, zusammen mit der Wirkung der Gezeiten auf den Untergrund dazu nutzen lassen, die Eigenschaften der Erde besser zu verstehen. Das Wissen um unterirdische Spannungs- oder Dehnungsschwankungen ist beispielsweise für die Sicherheit im Bauwesen und Bergbau oder für die Überwachung geologischer Prozesse in Vulkanen und Verwerfungszonen wichtig.

Weiterlesen

Neuer Master „Geoinformationswissenschaften”

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, wachsende Datenbestände intelligent zu nutzen: Sie müssen das volle Potential ihres Datenschatzes für fundierte Entscheidungsfindung verwenden, Häufungen und Muster in Datenquellen erkennen sowie Trends aus Geodaten ermitteln. Hierfür werden Fachkräfte benötigt, die auf das Management und die Analyse von raumbezogenen Massendaten spezialisiert sind. Solche Fachkräfte werden ab dem kommenden Wintersemester im neu gestalteten Studiengang „Geoinformationswissenschaften“ (Master of Science) an der Jade Hochschule in Oldenburg ausgebildet.

Weiterlesen

Eisberge: Mathematisches Modell berechnet Abbruch von Schelfeis

Bei Schelfeis, wie es in der Antarktis vorkommt, handelt es sich um riesige schwimmende Eisplatten, die sich über Tausende Quadratkilometer erstrecken können. An ihrem Rand brechen Stücke ab, die als Eisberge auf dem Meer schwimmen. Um diese Abbrüche, das sogenannte Kalben, besser vorherzusagen, hat Julia Christmann von der Technischen Universität (TU) Kaiserslautern in Kooperation mit dem Alfred-Wegener-Institut, Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI), mathematische Modelle entwickelt. Mit ihnen soll sich anhand physikalischer Faktoren vorhersagen lassen, an welchen Stellen und wann das Eis brechen kann. Dies ist etwa für Forschungsstationen auf dem Schelfeis wichtig.

Weiterlesen

Geodätisches Referenzsystem ermöglicht hochpräzise Positionsbestimmung

Um wie viele Millimeter steigt der Meeresspiegel? Wie schnell bewegen sich Kontinente? Wie stark beeinflussen Hoch- und Tiefdruckgebiete die Höhe der Landmassen? Um diese Fragen beantworten zu können, werden an mehr als 1700 Messpunkten weltweit rund um die Uhr Daten gesammelt. Forscher der Technischen Universität München (TUM) werten diese aus. Ihre neue Realisierung des globalen Referenzsystems, die jetzt veröffentlicht wurde, ist so genau, dass man sogar jahreszeitliche Variationen damit aufspüren kann.

Weiterlesen