Tropentektonik löste Eiszeiten aus

In den letzten 540 Millionen Jahren hat die Erde drei große Eiszeiten durchlaufen – Perioden, in denen die globalen Temperaturen einbrachen und umfangreiche Eisschilde und Gletscher produzierten, die sich weit über die Polarkappen hinaus erstreckt haben. Jetzt haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology, der University of California at Santa Barbara und der University of California at Berkeley den wahrscheinlichen Auslöser für diese Eiszeiten identifiziert.

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Was bist du denn für ein Typ?: Typlokalität von Stolpen ist keine mehr

Senckenberg-Wissenschaftler aus Görlitz haben das Vulkanvorkommen in Stolpen bei Dresden untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass es sich bei dem Burgberg um einen Maar-Diatrem-Vulkan handelt. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Gesteine auf einen unterirdisch entstandenen Subvulkan zurückzuführen sind. Zudem zeigen die Forscher in ihrer kürzlich im Fachjournal „Journal of Geoscience“ erschienenen Studie, dass die Stolpen-Vulkanite aufgrund der mineralogischen Zusammensetzung nicht länger als weltweite Typlokalität für Basalt gelten können.

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Sauerstoffanstieg: Forscher entdecken das “Wann und Wo” der Erdgeschichte

Sauerstoff in Form des Sauerstoffmoleküls (O2), das von Pflanzen produziert wird und für Tiere lebenswichtig ist, ist zum Glück in der Erdatmosphäre und den Ozeanen reichlich vorhanden. Forscher, die die Geschichte von O2 auf der Erde studieren, wissen jedoch, dass es für einen Großteil der 4,6 Milliarden Jahre, in denen unser Planet existierte, relativ knapp war. Wann und wo begann O2 sich also auf der Erde zu bilden? Durch das Studium alter Gesteine haben Forscher festgestellt, dass die Erde vor etwa 2,5 bis 2,3 Milliarden Jahren das erlebte, was die Wissenschaftler heute das “Great Oxidation Event” oder kurz “GOE” nennen. O2 sammelte sich zu diesem Zeitpunkt erstmals in der Erdatmosphäre an und ist seitdem vorhanden. Forscher der Arizona State University haben nun die Vorgeschichte des Sauerstoffs auf der Erde näher untersucht und haben Erstaunliches herausgefunden.

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500 Millionen Jahre alter Wurm-“Superhighway” in Kanada entdeckt

Prähistorische Würmer bevölkerten den Meeresboden vor 500 Millionen Jahren – Beweise dafür, dass das Leben in einer Umgebung aktiv war, die bis heute als unbewohnbar galt. Das zeigt die Forschung der University of Saskatchewan (USask). Man vermutete, dass der Meeresboden im tiefen Ozean während der kambrischen Zeit für die Tierwelt unwirtlich war, weil ihm genügend Sauerstoff fehlte, um sie zu versorgen. Aber die Forschung, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Geology veröffentlicht wird, deckt die Existenz von versteinerten Wurmgängen auf, die auf die kambrische Zeit zurückgehen – 270 Millionen Jahre vor der Entwicklung der Dinosaurier.

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Gastartikel: Ein Riffareal aus dem Silur als Rohmateriallagerstätte

Die schwedische Insel Gotland geht auf ein ehemaliges Riffareal aus dem Silur zurück und ist für dessen hervorragende Erhaltung bekannt. Die Gesteine dieses Riffs wurden in vorgeschichtlicher Zeit darüber hinaus als Rohmateriallagerstätte für beeindruckende Bildsteine genutzt, wobei bevorzugt dickbankige Kalksteine aus dem Umfeld der Riffkörper verwendet wurden. Wo sich die Rohmaterialquellen für die Bildsteine befanden, ist allerdings noch nicht geklärt. Dem möchte Patrick Hänsel im Rahmen seines Promotionsprojektes am GeoZentrum Nordbayern auf den Grund gehen.

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Reaktion zwischen Licht und Gestein: Neues Instrument entschlüsselt die Langlebigkeit von Landschaften

Wie viele Jahre kann ein Berg existieren? Bob Dylans rhetorische Frage hat gerade eine weitere wissenschaftlich fundierte Antwort erhalten. Forscher der Wageningen University & Research (WUR) und der Dänischen Technischen Universität (DTU) haben eine neue Methode entwickelt, die die Expositionsdauer von Gesteinen und Sedimenten messen kann, was zu neuen Erkenntnissen in der Landschaftsentwicklung führt. In Scientific Reports zeigen sie ihre innovative Technik.

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Endosporen schlummern in tiefen Meeressedimenten

Eine Untersuchung von Meeressedimenten aus der ganzen Welt zeigt, dass schlafende bakterielle Endosporen einen signifikanten Anteil an der gesamten mikrobiellen Biomasse ausmachen. Für eine Studie haben Forschende zum ersten Mal ihre Zahl genauer bestimmt. Jetzt wurden die Ergebnisse von Dr. Lars Wörmer vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften an der Universität Bremen der Universität Bremen und seinen Koautoren in der Zeitschrift Science Advances veröffentlicht.

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Eine vulkanische Riesenparty und ihr frostiger Kater danach

Ein vulkanisches Großereignis könnte eine der mächtigsten Vereisungen der Erdgeschichte ausgelöst haben – die Gaskiers-Vereisung, die die Erde vor rund 580 Millionen Jahren in einen riesigen „Schneeball“ verwandelt hat. Überreste einer solchen durch ausgedehnte Lavaströme entstandenen magmatischen Großprovinz haben Forscher der Universität Heidelberg zusammen mit mexikanischen Kollegen entdeckt.

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Neues Strömungsmodell verbessert Vorhersagen über die Fluidströmung im Gestein

Tief unter der Erdoberfläche versickern Öl und Grundwasser durch Hohlräume im Gestein und anderen geologischen Materialien. Versteckt vor den Augen stellen diese kritischen Ressourcen eine große Herausforderung für Wissenschaftler dar, die den Zustand solcher zweiphasigen Flüssigkeitsströme beurteilen wollen. Glücklicherweise ermöglicht die Kombination von Supercomputing und synchrotronbasierten Bildgebungsverfahren genauere Methoden zur Modellierung des Fluidstroms in großen unterirdischen Systemen wie Ölreservoirs, Senken für die Kohlenstoffspeicherung und Grundwasserleitern. Forscher der Oak Ridge National Laboratory haben nun neue Modelle erstellen können.

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Vulkanisches Wachstum “entscheidend” für die Entstehung Panamas

Es ist ein dünner Streifen Land, dessen Entstehung eines der bedeutendsten geologischen Ereignisse der letzten 60 Millionen Jahre ausgelöst hat. Doch für die Wissenschaftler ist der genaue Entstehungsprozess der Landenge von Panama nach wie vor weitgehend umstritten. In einer neuen Studie, die in der Zeitschrift Scientific Reports veröffentlicht wurde, haben Wissenschaftler der Universität Cardiff vorgeschlagen, dass der Isthmus nicht nur aus tektonischen Prozessen entstanden ist, sondern auch weitgehend vom Wachstum der Vulkane hätte profitieren können.

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