Recycling auf der Erde schon seit mehr als 3 Milliarden Jahren – Plattentektonik viel älter als bisher angenommen

Erst vor 100 Jahren entwickelte Alfred Wegener die Theorie der Kontinentalverschiebung. Der damit verbundene Recyclingprozess von Krustenmaterial begann aber wesentlich früher als bisher angenommen. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel legte jetzt Beweise vor, nach denen diese Prozesse schon vor mehr als drei Milliarden Jahren begannen. Die Studie wurde in der internationalen Fachzeitschrift Nature veröffentlicht.

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Istanbul: Erstmals beweisen Unterwasser-Messungen Erdbebengefahr

Istanbul mit seinen mehr als 15 Millionen Einwohnern liegt genau an der Nordanatolischen Störung, einer Grenze zwischen zwei Erdplatten. Hier kommt es immer wieder zu verheerenden Erdbeben. Ausgerechnet der Abschnitt vor Istanbul konnte bisher nur indirekt beobachtet werden, weil er im Marmarameer unter Wasser liegt. Mit Hilfe des neuartigen Messsystems GeoSEA haben Forscher des Geomar Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel zusammen mit Kollegen aus Frankreich und der Türkei jetzt erstmals einen erheblichen tektonischen Spannungsaufbau unterhalb des Marmarameers nachgewiesen.

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Kambrische Explosion: Könnte die Plattentektonik sie ausgelöst haben?

Die Suche nach dem Antrieb eines der wichtigsten evolutionären Ereignisse in der Geschichte des Lebens auf der Erde hat eine neue, faszinierende Wendung genommen. Ein Team von Wissenschaftlern der University of Exeter hat einen neuen Einblick in das gegeben, was die ” Kambrische Explosion” ausgelöst haben könnte – eine Zeit der schnellen Expansion verschiedener Formen der Tierwelt, die vor über 500 Millionen Jahren stattfand.

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Spannungen aus vergangenen Erdbeben erklären Lage seismischer Ereignisse

Die kumulativen Belastungen durch historische Erdbeben könnten nach neuen Erkenntnissen eine Erklärung dafür liefern, warum und wo Erdbeben auftreten. Wissenschaftler haben zuvor Schwierigkeiten gehabt, Muster für Erdbeben in gefährlichen Gebieten weltweit zu identifizieren, da sie den Eindruck erwecken, weitgehend zufällig auftreten. Eine von der University of Plymouth in Nature Communications veröffentlichte Studie deutet jedoch darauf hin, dass die Coulomb-Vorspannung – die statische Spannung, die auf einer Verwerfungsebene vor dem Bruch vorhanden ist – einen wesentlichen Beitrag zur Erklärung sowohl historischer als auch moderner Erdbebenserien leisten kann.

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Magnetismus im Erdmantel entdeckt

Das riesige Magnetfeld, das die Erde umgibt, sie vor Strahlen und geladenen Teilchen aus dem All schützt und an dem sich viele Tiere sogar orientieren können, ist in ständigem Wandel – weshalb es auch unter ständiger Beobachtung von Geowissenschaftlern ist. Die altbekannten Quellen des Magnetfelds sind der tief im Inneren liegende Erdkern, aber auch der Boden, auf dem wir stehen – die Erdkruste. Der Erdmantel hingegen wurde bisher weitestgehend als „magnetisch tot“ angesehen. Nun zeigen Forscher, dass eine Form des Eisenoxids, das Hämatit, auch im Erdmantel seine magnetischen Eigenschaften behalten kann. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature“ erschienen.

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Vorboten eines katastrophalen Kollapses

Die Flanken vieler Inselvulkane wie zum Beispiel des Ätna oder des Kilauea rutschen sehr langsam Richtung Meer. Ob diese Rutschungen Vorboten eines katastrophalen Kollapses sind oder im Gegenteil dessen Risiko sogar verringern, ist nicht geklärt. Geophysiker des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel haben jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Earth and Planetary Science Letters eine Studie veröffentlicht, die zeigt, dass bei der kleinen Vulkaninsel Ritter Island in Neuguinea sporadische, langsame Rutschungsbewegungen einem katastrophalen Kollaps vorangingen.

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Die Kollision, die die Welt verändert hat: Neue Auswirkungen entdeckt

Als die Landmasse, die heute der indische Subkontinent ist, vor etwa 50 Millionen Jahren gegen Asien stieß, veränderte die Kollision die Verteilung der Kontinente, die Landschaft, das globale Klima und mehr. Jetzt hat ein Team von Wissenschaftlern der Princeton University einen weiteren Effekt identifiziert: Der Sauerstoff in den Weltmeeren stieg an und veränderte die Lebensbedingungen.

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