Sonne, Mond und Meer als Teil einer „seismischen Sonde“

Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam und von der Universität Jena konnten zeigen, dass sich die seismischen Wellen, die die Meeresbrandung auslöst, zusammen mit der Wirkung der Gezeiten auf den Untergrund dazu nutzen lassen, die Eigenschaften der Erde besser zu verstehen. Das Wissen um unterirdische Spannungs- oder Dehnungsschwankungen ist beispielsweise für die Sicherheit im Bauwesen und Bergbau oder für die Überwachung geologischer Prozesse in Vulkanen und Verwerfungszonen wichtig.

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Der tiefe Erdmantel fließt dynamisch

Wenn uralte Ozeanböden über 1.000 km in das tiefe Innere der Erde vordringen, lassen sie heißes Gestein im unteren Mantel viel dynamischer fließen, als bisher angenommen. Das ergab eine neue University College London-geführte Studie. Die Entdeckung beantwortet langjährige Fragen nach der Art und den beeinflussenden Mechanismen der Mantelströmung im unzugänglichen Teil des tiefen Erdmantels. Dies ist der Schlüssel zum Verständnis, wie schnell sich die Erde abkühlt und zeigt auch die dynamische Entwicklung unseres Planeten und anderer im Sonnensystem.

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Detektivarbeit im afrikanischen Grabenbruch

Grabenbrüche sind riesige Risse auf der Oberfläche unseres Planeten, an denen sich Kontinente zerteilen und neue Ozeane entstehen können. Obwohl sie das Klima und die Biosphäre mancher Regionen mitbestimmen und möglicherweise sogar die Evolution der Menschenvorfahren beeinflusst haben, sind sie nur unzureichend verstanden. In einer nun erschienenen Studie hat ein internationales Team von Forschenden neues Licht auf die jüngere Entwicklung des afrikanischen Grabenbruchs geworfen. Durch Feldforschung und Analysen von Vulkangestein, Erdbebenverteilungen und Oberflächenformen, konnte es die geologische Geschichte eines fast unbekannten Sektors des afrikanischen Grabenbruchs rekonstruieren.

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Tropentektonik löste Eiszeiten aus

In den letzten 540 Millionen Jahren hat die Erde drei große Eiszeiten durchlaufen – Perioden, in denen die globalen Temperaturen einbrachen und umfangreiche Eisschilde und Gletscher produzierten, die sich weit über die Polarkappen hinaus erstreckt haben. Jetzt haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology, der University of California at Santa Barbara und der University of California at Berkeley den wahrscheinlichen Auslöser für diese Eiszeiten identifiziert.

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Reich der Giganten: Das Lake Pebas System des Miozäns

Ein Land der Riesen: Dies ist die beste Definition für die Umgebung des Pebas-Sees, ein Mega-Feuchtgebiet, das es im westlichen Amazonien während des Miozän gab. Das Miozän bezeichnet die Zeit von vor 23 Millionen bis 5,3 Millionen Jahren vor heute. Die Pebas-Formation war die Heimat der größten Kaimane und Gaviale – beide gehören zur Ordnung der Krokodile -, die je identifiziert wurden. Beide wurden über 10 Meter lang. Die größten Schildkröte besaßen einen Panzer mit einem Durchmesser von 3,5 Metern und Nagetiere wurden dort so groß heutige Büffel.

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Das gut gehütete Geheimnis des Erdinneren: Wie werden Diamanten gebildet?

Ein Team von experimentellen Geowissenschaftlern der University of Bristol hat für eine Studie neueste Hochdruck- und Temperaturtechnikverfahren genutzt, um die Manteleigenschaften präzise nachzustellen. Ihre Ergebnisse, die jetzt open access in der Zeitschrift Earth and Planetary Science Letters veröffentlicht wurden, geben Aufschluss darüber, was mit Karbonatmineralen passiert, wenn sie über die Subduktion der ozeanischen Kruste (wo eine der tektonischen Platten der Erde unter eine andere gleitet) in den Mantel transportiert werden.

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Das schwere Erdbeben von 1994 in Bolivien enthüllt Gebirge in einer Tiefe von 660 Kilometern

In einer in dieser Woche in Science veröffentlichten Studie nutzten die Geophysiker Jessica Irving und Wenbo Wu aus Princeton in Zusammenarbeit mit Sidao Ni vom Institute of Geodesy and Geophysics in China Daten aus einem gewaltigen Erdbeben in Bolivien, um Berge und andere Topographien auf der Basis der Übergangszone zu finden, eine Schicht in einer Tiefe von 660 Kilometern. Sie trennt den oberen und unteren Mantel

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