“Snowball Earth” war eine Folge der Plattentektonik

Vor etwa 700 Millionen Jahren erlebte die Erde einige ungewöhnliche Episoden globaler Abkühlung, die Geologen als “Schneeball Erde” bezeichnen. Doch wodurch diese graviernde Klimaveränderung kam, ist bislang umstritten. Zwei Forscher der University of Texas at Dallas stellen nun eine neue Theorie vor, die der Ursprung der vielen bisherigen Theorien zur Schneeball Erde sein könnte.

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Merkurs dünne, dichte Kruste

Merkur ist klein, schnell und der Sonne ziemlich nahe. Das macht es zu einer Herausforderung, der felsigen Welt einen Besuch abzustatten. Nur eine Sonde hat bislang den sonnennächsten Planeten umkreist und ausreichend Daten gesammelt, so das die Wissenschaftler etwas über die Chemie und die Landschaft der Merkuroberfläche in Erfahrung bringen konnten. Ohne direkte Beobachtung herauszufinden, wie es unter der Oberfläche von Merkur aussieht, erfordert jedoch sorgfältige Berechnungen.

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Weiterer Hinweis auf rasche Bewegung des Hawaii-Hotspots vor 50 bis 60 Millionen Jahren

Neuere Studien lassen vermuten, dass sich der Hawaii-Hotspot in der Zeit vor 60 bis rund 50 Millionen Jahren relativ rasch nach Süden bewegte. Diese Hypothese wird nun von einer aktuellen Arbeit gestützt, die Kevin Konrad und Kollegen vorstellen. Sie haben neue Altersdatierungen der Rurutu-Vulkankette ausgewertet und zogen entsprechende Daten von der Hawaii-Emperor-Kette und der Louisville-Kette im Südpazifik hinzu. Aus den neuen Daten geht hervor: Der Hotspot unter der Hawaii-Emperor-Kette hingegen bewegte sich zwischen 60 und 48 Millionen Jahren vor heute beträchtlich gegenüber den anderen beiden Hotspots.

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Forschungsfahrt zu den Wolken im Meer

Dunkler Rauch steigt auf vom Meeresboden, der sich zu Wolken formt, freigesetzt von Unterwasservulkanen zwischen 700 und 1800 Metern unter der Wasseroberfläche. Was genau diese Wolken enthalten, wie weit sich deren Inhaltsstoffe im Meer verbreiten, will eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern erforschen. Mit dabei ist ein fünfköpfiges Team der Jacobs University unter Leitung der 31-jährigen Geochemikerin Dr. Charlotte Kleint.

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Leben an Land und tropische Überhitzung vor 250 Millionen Jahren

Eine der ausschlaggebendsten Ursachen des Massensterbens am Ende des Perms, vor 252 Millionen Jahren, war die rasche Erwärmung der tropischen Gewässer und Atmosphären. Wie dies das Leben an Land beeinflusst hat, war bisher ungewiss. In einer neuen, kürzlich veröffentlichten Studie, zeigen Dr. Massimo Bernardi und Dr. Fabio Massimo Petti des MUSE – Museum für Wissenschaft in Trient (Italien) und Professor Mike Benton der Universität Bristol auf, wie frühe Reptilien aus den Tropen vertrieben wurden.

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Dicke Luft: Methode zur dreidimensionalen Charakterisierung vulkanischer Wolken

Auf Bali herrscht seit Ende November höchste Alarmstufe. Der Vulkan Gunung Agung stößt Wolken aus Asche und Schwefeldampf in die Atmosphäre. ForscherInnen des Wegener Center der Universität Graz stellen nun erstmals eine Methode vor, mit der sich die dreidimensionale Ausformung vulkanischer Wolken präzise erfassen lässt. Assoz. Prof. Dr. Andrea Steiner und Univ.-Prof. Dr. Gottfried Kirchengast haben in einem internationalen Team gezeigt, dass Temperaturprofile der Atmosphäre, die mit der satellitengestützten Radio-Okkultation gewonnen werden, einen „Fingerabdruck“ vulkanischer Wolken liefern. Ihre Forschungsergebnisse sind kürzlich im Fachjournal „Advances in Space Research“ erschienen.

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Vulkane als Klimafaktor: Ausbrüche in hohen und mittleren Breiten wirken sich unerwartet stark aus

In diesen Tagen droht in Indonesien der Mount Agung erneut auszubrechen. Lange gingen Forscher davon aus, dass nur Vulkane in den Tropen wie dieser balinesische Vulkan das Klima global beeinflussen. Doch auch weiter nördlich oder südlich gelegene Vulkane wirken sich je nach Jahreszeit auf die gesamte Erdatmosphäre aus, wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und des Forschungszentrums Jülich nun mithilfe von Computersimulationen und Satellitenbeobachtungen nachgewiesen haben.

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Tonmineral bewässert Erdmantel von innen

Die Entdeckung einer neuen, wasserreichen Form des Tonminerals Kaolinit könnte das Verständnis von Prozessen verbessern, die zu Vulkanismus führen und Erdbeben beeinflussen. In Hochdruck- und Hochtemperaturuntersuchungen mit Röntgenstrahlung, die unter anderem bei DESY durchgeführt wurden, haben Wissenschaftler die Bedingungen nachgestellt, die in sogenannten Subduktionszonen herrschen. In diesen Zonen bewegt sich eine ozeanische Platte unter die kontinentale Kruste. Ein internationales Forscherteam unter Leitung von Wissenschaftlern der Yonsei-Universität in Südkorea stellt die Ergebnisse in der Fachzeitschrift „Nature Geoscience“ vor.

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