Hangenberg-Krise: Schuld waren die Vulkane

Senckenberg-Wissenschaftler Peter Königshof hat gemeinsam mit einem internationalen Team in Vietnam ein globales Aussterbeereignis an der Devon-Karbon-Grenze untersucht. Im Zuge dieses Ereignisses vor 359 Millionen Jahren starben 20 Prozent aller wirbellosen und 50 Prozent aller meeresbewohnenden Wirbeltiere aus. In der kürzlich im Fachjournal „Global und Planetary Change“ veröffentlichten Studie nennen die Autoren vulkanische Aktivität als Hauptursache der sogenannten „Hangenberg-Krise“.

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Frühe Warnsignale vor fatalem Kollaps des Krakatau-Vulkans

Am 22. Dezember 2018 stürzte eine Flanke des Vulkans Anak Krakatau in die Sundastraße, eine Meerenge zwischen den indonesischen Inseln Sumatra und Java und löste einen Tsunami aus, durch den 430 Menschen starben. Ein internationales Forschungsteam unter der Führung von Thomas Walter vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ in Potsdam hat nun gezeigt, dass der Vulkan vor seinem Zusammenbruch deutliche Warnzeichen aussendete. Das ergab die Auswertung einer großen Menge unterschiedlicher Daten, die bei Messungen sowohl vom Erdboden als auch von Drohnen und Satelliten aus erhoben worden waren.

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Eine neue Studie untersucht den Einfluss der Topographie auf kleinvolumige pyroklastische Strömungen

Die Einbringung kleinvolumiger (<0,1km3) pyroklastischer Ströme wird stark durch die Topographie kontrolliert, so eine neue Studie, die von Forschern des Instituts für Geowissenschaften Jaume Almera des Spanischen Nationalen Forschungsrates (ICTJA-CSIC) und der Universität Barcelona durchgeführt wurde. Die Arbeit ist in der Zeitschrift Sedimentology veröffentlicht worden. Der Schwerpunkt der Arbeit liegt auf der Untersuchung und Charakterisierung des Arico Ignimbrites, der sich an den Südhängen des Vulkankomplexes Las Cañadas (Teneriffa, Kanarische Inseln) befindet. Diese Gesteinsformationen entstanden durch die Ablagerung eines 670.000 Jahre alten pyroklastischen Stroms.

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Hinweise historischer Erdbeben: Die ruhigen Regionen des Trans-Mexikanischen Vulkangürtels könnten noch aktiv sein

Scheinbar wenig gefährdete seismische Regionen in Mexiko haben seit dem 16. Jahrhundert mehrere, starke Erdbeben erlebt. Neue Forschungsergebnisse deuten darauf hin, dass die Regionen viele nicht kartierte, aktive Störungslinien aufweisen. Die Gebiete befinden sich innerhalb des Trans-Mexikanischen Vulkangürtels, in dem etwa 40 Prozent der mexikanischen Bevölkerung leben, die die seismische Geschichte des Landes vielleicht nicht kennt. Neue wissenschaftliche Untersuchungen sammelten Archivdaten, die die historischen Erdbeben des Gürtels dokumentieren und wandelten die historischen Berichte in numerische Daten um. Die neue Studie im AGU Journal Tectonics ergab, dass es in den letzten 450 Jahren mindestens 16 große Erdbeben in Bereichen des Gürtels gegeben hat, die zuvor als inaktiv galten, was ein bestehendes Verständnis für die Tektonik des Gürtels in Frage stellte.

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Neue Studie untersucht die Rolle des Ausbruchs von Tambora im Jahr 1816 “Jahr ohne Sommer”

Eine neue Studie unter der Leitung des Institute of Physics hat erstmals geschätzt, wie der Ausbruch des Tambora die Wahrscheinlichkeit eines kalten und nassen europäischen “Jahres ohne Sommer” von 1816 verändert hat. Es stellte sich heraus, dass die beobachteten kalten Bedingungen ohne den Ausbruch fast unmöglich waren und auch die nassen Bedingungen wären weniger wahrscheinlich gewesen.

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Warum die Erdatmosphäre viel Sauerstoff enthält: Bayreuther Forscher simulieren Prozesse in frühen Magmaozeanen

Lange Zeit war es rätselhaft, weshalb die Erdatmosphäre seit rund zwei Milliarden Jahren viel mehr Sauerstoff enthält als die Atmosphäre anderer bekannter Planeten. Forscher am Bayerischen Geoinstitut (BGI) der Universität Bayreuth haben jetzt durch Hochdruck-Experimente eine bislang unbewiesene Vermutung erhärtet: Hohe Drücke in Magmaozeanen lösten in der frühen Erdgeschichte Prozesse aus, die bewirkten, dass der obere Erdmantel in einen stark oxidierten Zustand geriet. Dies führte in der Folgezeit dazu, dass sauerstoffhaltige Verbindungen wie Kohlendioxid und Wasser aus dem Erdmantel in die Atmosphäre entwichen. In „Science“ stellen die Wissenschaftler ihre Forschungsergebnisse vor.

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