Der tiefe Erdmantel fließt dynamisch

Wenn uralte Ozeanböden über 1.000 km in das tiefe Innere der Erde vordringen, lassen sie heißes Gestein im unteren Mantel viel dynamischer fließen, als bisher angenommen. Das ergab eine neue University College London-geführte Studie. Die Entdeckung beantwortet langjährige Fragen nach der Art und den beeinflussenden Mechanismen der Mantelströmung im unzugänglichen Teil des tiefen Erdmantels. Dies ist der Schlüssel zum Verständnis, wie schnell sich die Erde abkühlt und zeigt auch die dynamische Entwicklung unseres Planeten und anderer im Sonnensystem.

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Detektivarbeit im afrikanischen Grabenbruch

Grabenbrüche sind riesige Risse auf der Oberfläche unseres Planeten, an denen sich Kontinente zerteilen und neue Ozeane entstehen können. Obwohl sie das Klima und die Biosphäre mancher Regionen mitbestimmen und möglicherweise sogar die Evolution der Menschenvorfahren beeinflusst haben, sind sie nur unzureichend verstanden. In einer nun erschienenen Studie hat ein internationales Team von Forschenden neues Licht auf die jüngere Entwicklung des afrikanischen Grabenbruchs geworfen. Durch Feldforschung und Analysen von Vulkangestein, Erdbebenverteilungen und Oberflächenformen, konnte es die geologische Geschichte eines fast unbekannten Sektors des afrikanischen Grabenbruchs rekonstruieren.

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Armageddon: Asteroiden sind schwerer zu zerstören, als bislang gedacht

Ein beliebtes Thema in der Filmwelt ist das eines kommenden Asteroiden, der das Leben auf dem Planeten auslöschen könnt, und die Helden werden in den Weltraum geschickt, um ihn zu sprengen. Aber ankommende Asteroiden können schwieriger zu zerstören sein, als Wissenschaftler bisher dachten. Das ergab eine Johns Hopkins-Studie, die ein neues Verständnis von Gesteinsfrakturen und eine neue Computermodellierungsmethode zur Simulation von Asteroidkollisionen verwendete.

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Das schwere Erdbeben von 1994 in Bolivien enthüllt Gebirge in einer Tiefe von 660 Kilometern

In einer in dieser Woche in Science veröffentlichten Studie nutzten die Geophysiker Jessica Irving und Wenbo Wu aus Princeton in Zusammenarbeit mit Sidao Ni vom Institute of Geodesy and Geophysics in China Daten aus einem gewaltigen Erdbeben in Bolivien, um Berge und andere Topographien auf der Basis der Übergangszone zu finden, eine Schicht in einer Tiefe von 660 Kilometern. Sie trennt den oberen und unteren Mantel

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Die Magnetfeld der Erde dröhnt wie eine Trommel, wenn sie von Impulsen getroffen wird

Das Magnetfeld der Erde dröhnt wie eine Trommel, wenn es von starken Impulsen getroffen wird, so neue Untersuchungen der Queen Mary University of London. Wenn ein Impuls auf die äußere Grenze der Abschirmung trifft, die als Magnetopause bekannt ist, wandern Wellen entlang ihrer Oberfläche, die dann wieder reflektiert werden, wenn sie sich den Magnetpolen nähern.

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Neues Strömungsmodell verbessert Vorhersagen über die Fluidströmung im Gestein

Tief unter der Erdoberfläche versickern Öl und Grundwasser durch Hohlräume im Gestein und anderen geologischen Materialien. Versteckt vor den Augen stellen diese kritischen Ressourcen eine große Herausforderung für Wissenschaftler dar, die den Zustand solcher zweiphasigen Flüssigkeitsströme beurteilen wollen. Glücklicherweise ermöglicht die Kombination von Supercomputing und synchrotronbasierten Bildgebungsverfahren genauere Methoden zur Modellierung des Fluidstroms in großen unterirdischen Systemen wie Ölreservoirs, Senken für die Kohlenstoffspeicherung und Grundwasserleitern. Forscher der Oak Ridge National Laboratory haben nun neue Modelle erstellen können.

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Innovative Messmethode erlaubt neuen Blick ins Erdinnere: Anreicherung schwerer Elemente in tiefem Magma

Eine innovative Röntgenmethode ermöglicht neue Hochdruckuntersuchungen von Proben unter den Bedingungen des tiefen Erdmantels. Das von einem Team um Georg Spiekermann von DESY, dem Deutschen Geoforschungszentrum GFZ und der Universität Potsdam entwickelte Verfahren erweitert das Instrumentarium der Hochdruckforscher. Erfolgreiche Tests der neuen Technik an DESYs Röntgenlichtquelle PETRA III stützen die Vorstellung, dass sich in Magma des tiefen Erdmantels schwere Elemente anreichern müssen, damit es dort stabil existieren kann. Die Wissenschaftler stellen ihre Arbeit im Fachblatt „Physical Review X“ vor.

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