Eine Million Jahre Niederschlags-Geschichte des Monsuns rekonstruiert

Der Indische oder auch Südasiatische Monsun bestimmt mit seinen Wind- und Niederschlagsmustern das Leben von mehreren Milliarden Menschen. Neuere Studien deuten darauf hin, dass seine Funktionsweise komplexer ist, als bisher angenommen. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlichten jetzt in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications eine Rekonstruktion der Niederschläge über dem östlichen Indischen Ozean während der vergangenen eine Million Jahre. Sie zeigt bisher kaum beachtete Verbindungen mit steuernden Prozessen auf der Südhalbkugel.

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Warum die Kleine Eiszeit Mitte des 19. Jahrhunderts endete

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte eine Serie grosser Vulkanausbrüche in den Tropen zu einer vorübergehenden globalen Abkühlung des Erdklimas. Dass in der Kleinen Eiszeit Alpengletscher wuchsen und anschliessend wieder zurückgingen, war ein natürlicher Prozess. Dies haben nun PSI-Forschende anhand von Eisbohrkernen nachgewiesen. Bislang wurde vermutet, dass industrieller Russ ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die damalige Gletscherschmelze ausgelöst hatte. Die erstmalige Analyse der im Eis eingeschlossenen und so historisch archivierten Russmenge widerlegt diese Vermutung nun. Die Ergebnisse wurden heute in der wissenschaftlichen Fachzeitschrift The Cryosphere veröffentlicht.

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Rauch von Waldbränden wirkt kühlend auf die Wassertemperaturen

Nach einer neuen Studie im kalifornischen Klamath River Basin kann der von Waldbränden erzeugte Rauch den Fluss kühlen und die Wassertemperaturen senken, indem er die Sonneneinstrahlung und die Llufttemperaturen reduziert. Dies haben nun Forscher der Pacific Southwest Research Station näher untersucht und ihre Ergebnisse in der Zeitschrift Water Resources Research veröffentlich. 

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Meteorologe der Universität Leipzig ermittelt Anzahl der Kristalle in Eiswolken

Dr. Odran Sourdeval vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig ist es erstmals gelungen, die Anzahl der Kristalle in Eiswolken mit Hilfe von Satelliten zu messen. In Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich und England nutzte er Daten zweier NASA-Satelliten, die die Reflektion von Mikrowellen- und Laserstrahlen messen.

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Explosive Lügen: Wie Vulkane über ihr Alter lügen und was das für uns bedeutet

Genau wie ein Teenager, der älter sein möchte als er ist, können Vulkane über ihr Alter oder zumindest über ihre Aktivitäten lügen. Für Jugendliche könnten es kleine, unbedeutende Notlügen sein, aber bei Vulkanen können große Lügen große Konsequenzen haben. Eine heute in Nature Communications veröffentlichte Studie deckt eine solche vulkanische Lüge auf.

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Gletschersee stürzt talwärts – und Seismometer hören mit

Ein internationales Forschungsteam hat erstmals den Ausbruch eines Gletschersees im Himalaya mit Seismometern aufgezeichnet. Die Erdbebenmessgeräte waren nach dem katastrophalen Ghorka-Beben in Nepal im April 2015 installiert worden. In einer Studie, die in SCIENCE veröffentlicht wird, schreiben die Autorinnen und Autoren, dass derartig massive Hochwasserereignisse die Erosionsraten stärker beeinflussen als die jährlichen Monsunregenfälle.

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Rückverfolgung der eiszeitlichen Vergangenheit der Antarktis

Vor mehr als 26.000 Jahren war der Meeresspiegel viel niedriger als heute. Teilweise war dies deshalb, da die Eisschollen, die aus dem Kontinent der Antarktis herausragen, riesig und von Grundeis bedeckt waren – Eis, das vollständig mit dem Meeresboden verbunden war.  Als sich der Planet erwärmte, schmolzen die Eisschilde und zogen sich zurück und der Meeresspiegel begann zu steigen. LSU Department of Geology & Geophysics Associate Professor Phil Bart und seine Studenten haben neue Informationen entdeckt, die beleuchtet, wie und wann dieses globale Phänomen aufgetreten ist. Ihre kürzlich in Nature’s Scientific Reports veröffentlichte Studie könnte die Vorhersagen für den Anstieg des Meeresspiegels ändern, während sich die Erde und ihr eisiger Kontinent weiter erwärmen.

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Mögliche Verbindung zwischen US-Tornadoaktivität und arktischem Meereis entdeckt

Die Auswirkungen des globalen Klimawandels, die in der Arktis zu beobachten sind, könnten das Wetter für Millionen von Amerikanern deutlich mehr beeinflussen, als man bislang vermutet hat, berichten Forscher. Eine neue Studie University of Illinois at Urbana-Champaign der legt nahe, dass Veränderungen in der atmosphärischen Zirkulation, die mit einem Verlust des arktischen Meereises einhergehen, teilweise dafür verantwortlich sein können.

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