Plötzlich gealtert

Coralline Rotalgen gibt es seit 130 Millionen Jahren, also seit der Kreidezeit, dem Zeitalter der Dinosaurier. So lautete die gängige Auffassung von Paläontologen weltweit. Diese Einordnung muss nun revidiert werden: Forscher vom GeoZentrum Nordbayern der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) haben zusammen mit Kollegen von der australischen La Trobe University Fossilien entdeckt, die belegen, dass coralline Rotalgen bereits vor 430 Millionen Jahren existierten.

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Das Jagdverhalten ausgestorbener Raubtiere verstehen

Das Innenohr stellt eines der wichtigsten Sinnesorgane von Wirbeltieren dar. Es ist nicht nur für das Gleichgewicht zuständig, seine Form lässt auch darauf schließen, wie sich ein Lebewesen fortbewegt. Das haben sich ForscherInnen der Universität Wien und der University of Edinburgh zunutze gemacht, um das Jagdverhalten fossiler Raubtiere zu rekonstruieren. Die Ergebnisse erscheinen aktuell im Fachmagazin “Scientific Reports”.

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Geheimnisse eines riesigen prähistorischen Meeresreptils digital entschlüsselt

Ein fast einen Meter langer Schädel eines riesigen fossilen marinen Ichthyosauriers, den man vor mehr als 60 Jahren auf einem Bauernfeld fand, wurde jetzt erstmals wissenschaftlich untersucht. Mit Hilfe modernster Computertomographie-(CT)-Scantechnologie deckt die Forschung neue Informationen auf, darunter Details der selten erhaltenen Hirnschalen. Das fast 200 Millionen Jahre alte Fossil, das 1955 auf der Fell Mill Farm in Warwickshire gefunden wurde, war vor dieser Untersuchung noch nie offiziell untersucht worden.

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Schalen von Kopffüßern – Treibgut oder biogeographische Blackbox?

Schalen von Kopffüßern wie Ammoniten oder Perlbooten gehören zu den häufigsten Makrofossilien des Paläo- und Mesozoikums und sind besonders für paläobiologische Fragestellungen relevant. Doch sind unsere Interpretationen z.B. bezüglich der geographischen Ausbreitung dieser Tiere immer korrekt? Oder könnte der Fossilbericht durch Prozesse nach dem Tod der Tiere verfälscht worden sein?

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Der älteste Ceratosaurier aus dem Unterjura Italiens beleuchtet die Evolution der Drei-Finger-Hand von Vögeln

Frühe räuberische Dinosaurier des Jura sind sehr selten und meist klein. Saltriovenator zanellai, eine neue Gattung, die in der Zeitschrift PeerJ – dem Journal of Life and Environmental Sciences – beschrieben wird, ist der älteste bekannte Ceratosaurier und der weltweit größte (eine Tonne) räuberische Dinosaurier aus dem Unterjura.

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Evolution der Federn: 70 Millionen Jahre früher als bislang gedacht?

Ein internationales Team von Paläontologen, zu dem auch Forscher der University of Bristol gehören, hat herausgefunden, dass die fliegenden Reptilien – Pterosaurier – tatsächlich vier Arten von Federn besaßen und die sie mit den Dinosauriern teilten. Diese neue Studie versetzt den Ursprungszeitpunkt der evolutionären Entstehung von Federn um etwa 70 Millionen Jahre zurück.

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Die eigenwillige Diversifikation der Säugetiere nach dem Aussterben der Dinosaurier

Das Massensterben beschwört typischerweise ein Bild von einem Meteoriten, der auf die Erde fällt und die Dinosaurier zusammen mit allem anderen dezimiert. Das ist jedoch nicht ganz das, was vor 66 Millionen Jahren passiert ist. Verschiedene Gruppen von Lebewesen waren von den verschiedenen Massenaussterben, die während der Geschichte des Planeten stattgefunden haben, unterschiedlich betroffen. Betrachten wir Säugetiere, eine Klasse von Wirbeltieren, die bereits während der Dinosaurierzeit existierte und das Massensterben überlebte, bei dem fast alle Dinosaurier ausgelöscht wurden.

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Spektakuläre Flugreptilien überflogen die tropische Vergangenheit des britischen Jura

Spektakuläre fliegende Reptilien mit langen Zähnen und Klauen, die einst den Himmel dominierten, wurden dank der Doktorarbeit eines Paläontologiestudenten wiederentdeckt. Dr. Michael O’Sullivan, von der University of Portsmouth, hat Beweise für gut bewaffnete und substantielle fliegende Reptilien von historisch bedeutsamen, aber übersehenen britischen Jura-Fossilien gefunden. Er hat auch eine neue Pterosaurierart mit einer Spannweite von zwei Metern gefunden – so groß wie ein moderner Höckerschwan und ein Riese seiner Zeit.

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