Madagaskar: Mensch und Klima verursachten Massenaussterben

Die gesamte endemische Megafauna Madagaskars und der östlich davon gelegenen Inselkette der Maskarenen, zu der Mauritius und Rodrigues zählen, wurde im vergangenen Jahrtausend ausgerottet. Um die Ursachen dafür zu finden, rekonstruierte ein internationales Team mit Beteiligung des Innsbrucker Geologen Christoph Spötl die letzten 8000 Jahre des dortigen Klimas. Ihre Ergebnisse zeigen, dass das Ökosystem gegenüber Klimaschwankungen widerstandsfähig blieb, bis der Mensch die Inseln besiedelte.

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Fossile Fußabdrücke erzählen von der Reise prähistorischer Eltern

Hungrige Riesenraubtiere, tückischer Schlamm und ein müdes, wahrscheinlich quengeliges Kleinkind: Heute wie auch vor 10.000 Jahren war das der Stoff für den Alptraum aller Eltern. Vor kurzem fanden sich Beweise für diese Art von Furcht erregendem Fußmarsch, und mit fast 2 Kilometern Länge ist dies der längste bekannte Fußspurenweg des frühen Menschen, der je gefunden wurde.

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Klimakatastrophe vor 233 Millionen Jahren ermöglicht den Aufstieg der Dinosaurier

Eine Serie gewaltiger Vulkanausbrüche im heutigen Kanada löste vor 233 Millionen Jahren einen Klimawandel aus. Diese Ereignisse führten zur Entstehung neuer Ökosysteme, wie etwa Korallenriffe, und begünstigte die schnelle Ausbreitung der Dinosaurier. Zu diesem Ergebnis kommt ein internationales, interdisziplinäres Forscherteam, bestehend aus Wissenschaftlern der Jacobs University Bremen und des Leibniz-Zentrums für Marine Tropenforschung (ZMT) in einer neuen Studie.

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Fleischfressender Dinosaurier hatte krokodilähnliche Sinne

Paläontologen haben bemerkenswerte Beweise für die sensorischen Fähigkeiten in der versteinerten Haut eines 155 Millionen Jahre alten fleischfressenden Dinosauriers entdeckt.
Der juvenile Dinosaurier mit dem Namen Juravenator stammt aus dem deutschen Jura und ist von der Schnauze bis zum Schwanz perfekt erhalten, einschließlich der Reste seiner schuppigen Haut und anderer Weichteile.

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Mitgefressener Mineralstaub hinterlässt charakteristische Abnutzungsspuren an Zähnen

Mitgefressener mineralischer Staub verursacht an den Zähnen pflanzenfressender Wirbeltiere teilweise deutliche Abnutzungsspuren, die sich je nach Art des Staubes erheblich voneinander unterscheiden können. Das haben Paläontologinnen und Paläontologen der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) durch Untersuchungen an Meerschweinchen herausgefunden. Wie sie in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS) berichten, könnten ihre Ergebnisse dazu führen, dass die Ernährungsweisen und damit die Lebensräume ausgestorbener Tiere genauer rekonstruiert werden.

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Selbst Tyrannosaurus rex hätte einen Bandscheibenvorfall erleiden können

Die Bandscheiben sind die Bindeglieder zwischen den Wirbelkörpern und geben der Wirbelsäule ihre Beweglichkeit. Die Scheibe besteht aus einem knorpeligen Faserring und einem Gallertkern als Puffer. Seit jeher wurde angenommen, dass nur Menschen und andere Säugetiere Bandscheiben haben. Ein Irrtum, wie nun eine Forscherteam unter Federführung der Universität Bonn herausgefunden hat: Selbst Tyrannosaurus rex hätte einen Bandscheibenvorfall erleiden können.

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Frühe Biber fällten Bäume nicht zum Bau von Dämmen, sondern zunächst für Nahrungszwecke

Ein internationales Team von Wissenschaftlern hat das Holzfällverhalten urzeitlicher Biber untersucht, die einst die kanadische Hocharktis durchstreiften. Dabei hat es herausgefunden, dass diese heute ausgestorbenen Nagetiere sich lange vor dem Bau von Dämmen von den Bäumen ernährten und hierfür Holz fällten. Dies ist eine wichtige Entdeckung, da der Holzschlag ein Schlüsselverhalten für die rezent lebenden Biber ist, mit dem sie ihre Lebensräume verändern, neu schaffen und erhalten können. Diese neue Studie deutet darauf hin, dass es bereits seit über 20 Millionen Jahren Raubbau an Bäumen gibt, eine Zeitspanne, die es den Bibern erlaubt haben könnte, die Entwicklung bestimmter Baumarten zu beeinflussen.

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Massenaussterben: Aus der Vergangenheit für die Zukunft lernen

Eine neue Publikation in Nature Geoscience beschreibt die Kausalketten zwischen Umweltveränderungen und Massenaussterben an der Perm-Trias-Grenze vor etwa 250 Millionen Jahren. Aus dieser Studie können Forschende aller Fachrichtungen und die Gesellschaft einen Eindruck gewinnen, was mit der biologischen Vielfalt unter der vorhergesagten globalen Erwärmung in nächster Zukunft geschehen könnte.

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