Wie die Gräser das Meer eroberten

Vor etwa 140 Millionen Jahren gelang es einigen Landpflanzen, sich an ein Leben im Meer anzupassen. Diese heute aus rund 60 Arten bestehende Gruppe der Seegräser ist weltweit Bestandteil wichtiger Küstenökosysteme und liefert zahlreichen Meereslebewesen Nahrung und Lebensraum. Durch die intensive menschliche Nutzung der Küsten sind Seegraswiesen allerdings stark bedroht. Um sie künftig besser schützen zu können, arbeiten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an einem besseren Verständnis der grundlegenden Lebensprozesse dieser Pflanzen.

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Grube Messel: Weltweit ältester Python gefunden

Senckenberg-Wissenschaftler Krister Smith hat gemeinsam mit seinem Kollegen Hussam Zaher von der Universität in São Paulo die weltweit ältesten bekannten Fossilien einer Pythonart beschrieben. Die etwa ein Meter langen und nahezu vollständig erhaltenen Schlangen stammen aus dem UNESCO Weltnaturerbe Grube Messel und sind etwa 47 Millionen Jahre alt. Benannt wurde die neue Pythonart Messelopython freyi nach dem Paläontologen Eberhard „Dino“ Frey vom Staatlichen Museum für Naturkunde Karlsruhe.

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Evolution der Hirsche: Regelmäßiger Geweihzyklus ist älter als bisher gedacht

Eine neue Studie gibt Einblick in die frühe Evolution des Geweihzyklus bei Hirschen (Cervidae). Aufbau und Struktur der Geweihgewebe der ältesten bekannten fossilen Hirsche (ca. 12 bis 18 Millionen Jahre alt) waren denen heute lebender Hirsche verblüffend ähnlich. Offenbar mussten Hirsche schon von Anfang an mit dem periodischen Geweihabwurf leben – obwohl die regelmäßige Neubildung die Tiere viel Energie kostet. Experten für Paläohistologie und Wiederkäuer um SNSB-Paläontologin Gertrud Rößner haben die Ergebnisse veröffentlicht.

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Klein aber oho! – Gebiß-Fund aus Grönland gibt neue Einblicke in die Evolution der Mammaliaforma

An der Ostküste Grönlands entdeckten Forscher der Universität Uppsala eine neue Art und Gattung der Mammaliaforma (“Säugetierförmigen”). Gefunden wurde ein Bruchstück eines etwa 215 Millionen Jahren alten Unterkiefers, das zu einem Tier gehörte, das etwa die Größe einer Spitzmaus hatte. Die Besonderheit dieses Fundes ist es, das es sich um die

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Manche mögen‘s heiß: Globale Erwärmung als Motor für Evolution der Langhalssaurier

Ein internationales Paläontologen-Team, zu dem auch SNSB-Forscher Oliver Rauhut gehört, findet Belege für einen raschen Klimawandel vor 180 Millionen Jahren als Ursache für die Ausbreitung der weithin bekannten Langhalssaurier (Sauropoden). Ihre Ergebnisse veröffentlichten die Forscher in der angesehenen wissenschaftlichen Zeitschrift “Proceedings of the Royal Society of London“.

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Identische Entwicklung isolierter Lebewesen

Paläontologen der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) und der Universität Calgary (Kanada) haben einen neuen Beleg für parallele Evolutionen geliefert: Conodonten – frühe Wirbeltiere aus der Zeit des Perm – haben sich in nahezu identischer Weise an neue Lebensräume angepasst, obwohl sie geografisch voneinander getrennt lebten. Die Forschenden konnten das anhand fossiler Zähne nachweisen, die sie an verschiedenen Orten der Erde gefunden hatten. Die Ergebnisse wurden jetzt in der renommierten Fachzeitschrift Proceedings of the Royal Society B vorgestellt.

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Dinosaurierkinder waren „kleine Erwachsene“

Paläontologen der Universität Bonn haben erstmals ein beinahe vollständiges Skelett eines Plateosaurus-Kindes beschrieben und entdeckt, dass der Dinosaurier seinen Eltern im Aussehen schon in jungen Jahren sehr ähnelte. Dass der Plateosaurus bereits früh eine weitgehend voll entwickelte Morphologie ausbildete, könnte wichtige Implikationen für die Lebensweise und Fortbewegung der Jungtiere haben. Das 2015 gefundene Plateosaurus-Junge mit dem Spitznamen „Fabian“ stammt aus der Fossilfundstelle Frick in der Schweiz und ist im dortigen Sauriermuseum ausgestellt.

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Kein Grund fürs Aussterben: Neanderthaler-Mütter stillten nach fünf bis sechs Monaten ab

Als Grund für das Aussterben der Neanderthaler vermuten einige Forscher, dass die damaligen Mütter ihre Säuglinge lange stillten und die Säuglinge so nicht früh genug vielfältige Nährstoffe für eine Höherentwicklung des Gehirns erhielten. Ein internationales Forscherteam hat nun vier Milchzähne auf die Elemente Strontium und Calcium hin untersucht, die auch noch nach 70.000 Jahren zuverlässig Auskunft über die Ernährung der Kinder geben. Das Ergebnis: Die Mütter begannen, wie heute üblich, ihre Kinder nach fünf bis sechs Monaten abzustillen. Das Stillverhalten und die damit zusammenhängenden Geburtsintervalle spielten also keine Rolle für das Aussterben der Neanderthaler.

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