289 Millionen Jahre alt: Älteste Viren der Erdgeschichte nachgewiesen

Ein eidechsenähnliches Tier, das vor 289 Millionen Jahren in der Permzeit lebte, litt an einer Erkrankung des Knochenstoffwechsels, die der Paget-Krankheit des heutigen Menschen ähnelt. Dies veröffentlichten die Forscherin Yara Haridy und ihre Kollegen vom Museum für Naturkunde Berlin, der Charité Universitätsmedizin Berlin und der University of Totonto in der open-access Fachzeitschrift Plos One. Dies ist der bei weitem älteste bekannte Nachweis einer derartigen Krankheit.

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Einflüsse von Massenaussterbeereignissen auf Ökosysteme

Aussterbeereignisse zeigen sich nicht nur allein durch Verluste in der Artenvielfalt, sondern können auch nachhaltige Konsequenzen für Sedimenteigenschaften, Bodengemeinschaften, Nährstoffkreisläufe und damit ganze Ökosysteme haben. Forschende des Museums für Naturkunde Berlin präsentieren dazu Ergebnisse in einer kürzlich veröffentlichten Studie im Fachblatt Lethaia.

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Mausgroßer Ursäuger mit guten Tischmanieren

Ein nur wenige Gramm schwerer Ursäuger verfügte wohl schon vor mehr als 160 Millionen Jahren über ein erstaunlich ausgefeiltes Schluckvermögen. Darauf deuten Fossilfunde aus China hin, die Forscher der Universität Bonn zusammen mit chinesischen und US-amerikanischen Kollegen analysiert haben. Das Tier hatte ein komplexes Zungenbein. Es konnte dadurch seine Nahrung – vor allem Insekten – in wohl kontrollierten Schluckbewegungen Richtung Verdauungstrakt befördern. Tiere ohne differenziertes Zungenbein wie etwa Reptilien verschlingen ihre Beute dagegen. Die Studie ist in der renommierten Zeitschrift „Science“ erschienen.

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Warum es vor 170 Millionen Jahren ein Systemwechsel in den Ozeanen gab

Der Ozean, wie wir ihn heute kennen, wurde nach neuen Erkenntnissen vor rund 170 Millionen Jahren durch einen globalen evolutionären Systemwechsel geprägt. Bis dahin wurde der Erfolg von marin lebenden Organismen stark durch abiotische Faktoren, wie Ozeanchemie und Klima, gesteuert. Ab dem mittleren Jura (vor rund 170 Millionen Jahren) gewannen jedoch biotische Faktoren, wie die Beziehungen zwischen Raubtier und Beute, immer mehr an Bedeutung. Wissenschaftler berichten jetzt in einer Nature-Veröffentlichung, dass diese Veränderung mit der Verbreitung von Kalziumkarbonat-sekretierendem Plankton und deren anschließender Ablagerung auf dem Meeresboden zusammenfiel.

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Trilobiten hatten Augen wie Insekten und Krebse

In Nature Communications berichtet ein Forscherteam unter Beteiligung von Jason Dunlop vom Museum für Naturkunde Berlin über neue Erkenntnisse zur Feinstruktur von Trilobitenaugen. Die Autoren nutzten Synchroton- und Mikro-Computer-Tomografie, um die interne Anatomie der Augen aus gut erhaltenen Fossilresten zu rekonstruieren und die kontrovers diskutierte Position der Trilobiten im Stammbaum der Gliederfüßer zu beleuchten. Sie konnten unter anderem an Hand von Material aus der Forschungssammlung des Museums für Naturkunde Berlin erstmalig nachweisen, dass der Aufbau der Trilobitenaugen dem der Augen von Krebsen, Insekten und Tausendfüßern entspricht und nicht dem der Spinnentiere.

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Bernsteinfossil im Röntgenblick – Teilchenbeschleuniger enträtselt Parasitenlarve

Als der Jenaer Biologe Dr. Hans Pohl auf eBay ein in Bernstein eingeschlossenes Insektenfossil aufspürte, war die Entdeckerfreude groß: Es handelte sich um ein besonderes Exemplar – die 50 Millionen Jahre alte Larve eines Fächerflüglers. Doch um sie detailliert untersuchen zu können, brauchte er die Schützenhilfe von Materialforschern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Die Resultate nebst spektakulären Bildern veröffentlichte das Team jetzt in der Fachzeitschrift „Arthropod Systematics & Phylogeny”.

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Zum ersten Mal: Forscher identifizieren rötliche Verfärbungen in einem alten Fossil

Forscher haben zum ersten Mal chemische Spuren von roten Pigmenten in einem alten Fossil entdeckt. Eine außergewöhnlich gut erhaltene Maus, nicht anders als die heutigen Feldmäuse, die vor rund 3 Millionen Jahren die Felder des heutigen deutschen Dorfes Willershausen durchstreifen. Die Studie ergab, dass das ausgestorbene Lebewesen, das von den Autoren liebevoll “mächtige Maus” genannt wurde, auf seinem Rücken und seinen Seiten braun bis rötlich gefärbt war und einen kleinen weißen Bauch hatte.

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Das früheste Leben ist möglicherweise in Teichen entstanden, nicht in Ozeanen

Urzeitliche, flache Teiche könnten eine geeignetere Umgebung hervorgebracht haben, um die ersten Lebensformen der Erde zu bilden als Ozeane. Dies erläutern jetzt Wissenschaftler in einer neuen MIT-Studie. Forscher berichten, dass flache Gewässer in einer Tiefe von etwa 10 Zentimetern hohe Konzentrationen von dem gehabt haben könnten, was viele Wissenschaftler für einen Schlüsselbestandteil für das beginnende Leben auf der Erde halten: Stickstoff.

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Perfekt erhaltene Dinosaurierhaut in Korea gefunden

Paläontologen sind es gewohnt, Dinosaurierknochen und -spuren zu finden. Weichteilreste wie Muskeln oder Haut sind jedoch selten und oft nicht gut erhalten. Ein sehr kleiner Prozentsatz der Spuren – weit weniger als 1% – zeigt Hautspuren. Kyung-Soo Kim, Ph.D., von der Chinju National University of Education fand kürzlich eine Reihe von sehr kleinen Spuren mit perfekt erhaltenen Hautpartien nahe Jinju City in Korea.

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Schneller Klimawandel macht Muscheln seit 66 Millionen Jahren das Leben schwer

Eine Wissenschaftlerin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums hat herausgefunden, dass in der Vergangenheit überdurchschnittlich viele Muscheln in Zeiträumen ausstarben, in denen sich das Klima sehr schnell veränderte. Dabei war es nicht ausschlaggebend, ob sich die Meere erwärmten oder abkühlten. Für die im Fachjournal „Integrative and Comparative Biology” veröffentlichte Studie wertete sie gemeinsam mit Forschenden anderer Institutionen Daten zu Muschelgattungen und Meerestemperaturen während der letzten 66 Millionen Jahre aus.

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