Trilobiten hatten Augen wie Insekten und Krebse

In Nature Communications berichtet ein Forscherteam unter Beteiligung von Jason Dunlop vom Museum für Naturkunde Berlin über neue Erkenntnisse zur Feinstruktur von Trilobitenaugen. Die Autoren nutzten Synchroton- und Mikro-Computer-Tomografie, um die interne Anatomie der Augen aus gut erhaltenen Fossilresten zu rekonstruieren und die kontrovers diskutierte Position der Trilobiten im Stammbaum der Gliederfüßer zu beleuchten. Sie konnten unter anderem an Hand von Material aus der Forschungssammlung des Museums für Naturkunde Berlin erstmalig nachweisen, dass der Aufbau der Trilobitenaugen dem der Augen von Krebsen, Insekten und Tausendfüßern entspricht und nicht dem der Spinnentiere.

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Bernsteinfossil im Röntgenblick – Teilchenbeschleuniger enträtselt Parasitenlarve

Als der Jenaer Biologe Dr. Hans Pohl auf eBay ein in Bernstein eingeschlossenes Insektenfossil aufspürte, war die Entdeckerfreude groß: Es handelte sich um ein besonderes Exemplar – die 50 Millionen Jahre alte Larve eines Fächerflüglers. Doch um sie detailliert untersuchen zu können, brauchte er die Schützenhilfe von Materialforschern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Die Resultate nebst spektakulären Bildern veröffentlichte das Team jetzt in der Fachzeitschrift „Arthropod Systematics & Phylogeny”.

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Zum ersten Mal: Forscher identifizieren rötliche Verfärbungen in einem alten Fossil

Forscher haben zum ersten Mal chemische Spuren von roten Pigmenten in einem alten Fossil entdeckt. Eine außergewöhnlich gut erhaltene Maus, nicht anders als die heutigen Feldmäuse, die vor rund 3 Millionen Jahren die Felder des heutigen deutschen Dorfes Willershausen durchstreifen. Die Studie ergab, dass das ausgestorbene Lebewesen, das von den Autoren liebevoll “mächtige Maus” genannt wurde, auf seinem Rücken und seinen Seiten braun bis rötlich gefärbt war und einen kleinen weißen Bauch hatte.

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Das früheste Leben ist möglicherweise in Teichen entstanden, nicht in Ozeanen

Urzeitliche, flache Teiche könnten eine geeignetere Umgebung hervorgebracht haben, um die ersten Lebensformen der Erde zu bilden als Ozeane. Dies erläutern jetzt Wissenschaftler in einer neuen MIT-Studie. Forscher berichten, dass flache Gewässer in einer Tiefe von etwa 10 Zentimetern hohe Konzentrationen von dem gehabt haben könnten, was viele Wissenschaftler für einen Schlüsselbestandteil für das beginnende Leben auf der Erde halten: Stickstoff.

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Perfekt erhaltene Dinosaurierhaut in Korea gefunden

Paläontologen sind es gewohnt, Dinosaurierknochen und -spuren zu finden. Weichteilreste wie Muskeln oder Haut sind jedoch selten und oft nicht gut erhalten. Ein sehr kleiner Prozentsatz der Spuren – weit weniger als 1% – zeigt Hautspuren. Kyung-Soo Kim, Ph.D., von der Chinju National University of Education fand kürzlich eine Reihe von sehr kleinen Spuren mit perfekt erhaltenen Hautpartien nahe Jinju City in Korea.

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Schneller Klimawandel macht Muscheln seit 66 Millionen Jahren das Leben schwer

Eine Wissenschaftlerin des Senckenberg Biodiversität und Klima Forschungszentrums hat herausgefunden, dass in der Vergangenheit überdurchschnittlich viele Muscheln in Zeiträumen ausstarben, in denen sich das Klima sehr schnell veränderte. Dabei war es nicht ausschlaggebend, ob sich die Meere erwärmten oder abkühlten. Für die im Fachjournal „Integrative and Comparative Biology” veröffentlichte Studie wertete sie gemeinsam mit Forschenden anderer Institutionen Daten zu Muschelgattungen und Meerestemperaturen während der letzten 66 Millionen Jahre aus.

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Sauerstoffanstieg: Forscher entdecken das “Wann und Wo” der Erdgeschichte

Sauerstoff in Form des Sauerstoffmoleküls (O2), das von Pflanzen produziert wird und für Tiere lebenswichtig ist, ist zum Glück in der Erdatmosphäre und den Ozeanen reichlich vorhanden. Forscher, die die Geschichte von O2 auf der Erde studieren, wissen jedoch, dass es für einen Großteil der 4,6 Milliarden Jahre, in denen unser Planet existierte, relativ knapp war. Wann und wo begann O2 sich also auf der Erde zu bilden? Durch das Studium alter Gesteine haben Forscher festgestellt, dass die Erde vor etwa 2,5 bis 2,3 Milliarden Jahren das erlebte, was die Wissenschaftler heute das “Great Oxidation Event” oder kurz “GOE” nennen. O2 sammelte sich zu diesem Zeitpunkt erstmals in der Erdatmosphäre an und ist seitdem vorhanden. Forscher der Arizona State University haben nun die Vorgeschichte des Sauerstoffs auf der Erde näher untersucht und haben Erstaunliches herausgefunden.

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500 Millionen Jahre alter Wurm-“Superhighway” in Kanada entdeckt

Prähistorische Würmer bevölkerten den Meeresboden vor 500 Millionen Jahren – Beweise dafür, dass das Leben in einer Umgebung aktiv war, die bis heute als unbewohnbar galt. Das zeigt die Forschung der University of Saskatchewan (USask). Man vermutete, dass der Meeresboden im tiefen Ozean während der kambrischen Zeit für die Tierwelt unwirtlich war, weil ihm genügend Sauerstoff fehlte, um sie zu versorgen. Aber die Forschung, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Geology veröffentlicht wird, deckt die Existenz von versteinerten Wurmgängen auf, die auf die kambrische Zeit zurückgehen – 270 Millionen Jahre vor der Entwicklung der Dinosaurier.

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Gastartikel: Ein Riffareal aus dem Silur als Rohmateriallagerstätte

Die schwedische Insel Gotland geht auf ein ehemaliges Riffareal aus dem Silur zurück und ist für dessen hervorragende Erhaltung bekannt. Die Gesteine dieses Riffs wurden in vorgeschichtlicher Zeit darüber hinaus als Rohmateriallagerstätte für beeindruckende Bildsteine genutzt, wobei bevorzugt dickbankige Kalksteine aus dem Umfeld der Riffkörper verwendet wurden. Wo sich die Rohmaterialquellen für die Bildsteine befanden, ist allerdings noch nicht geklärt. Dem möchte Patrick Hänsel im Rahmen seines Promotionsprojektes am GeoZentrum Nordbayern auf den Grund gehen.

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