Alte Fossilien enthüllen neue Hinweise auf das frühe Leben an Land

Schleim ist seit sehr langer Zeit auf der Erde vorhanden – fast 2 Milliarden Jahre, wie aus einer jüngsten Neubewertung fossiler Beweise hervorgeht. In einer Studie, die diesen Monat von Geologen der University of Oregon und der chinesischen Fujian Normal University in der Zeitschrift Palaeogeography, Palaeoclimatology, Palaeoecology veröffentlicht wurde, bestätigen, dass ein Fossil aus Westaustralien der älteste bekannte landlebende Schleimpilz des Planeten ist.

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Chicxulub-Ereignis: Plankton erholte sich nur sehr langsam nach der Katastrophe

Ein Team von Wissenschaftlern (University of Southampton und den Universitäten Bristol, UCL, Frankfurt und Kalifornien) hat herausgefunden, dass das Plankton an der Basis des marinen Ökosystems nach dem Asteroideneinschlag und dem daraus resultierenden Massensterben auf der Erde vor 66 Millionen Jahren für fast zwei Millionen Jahre gestört war. Es dauerte dann weitere acht Millionen Jahre, bis sich die weltweite Artenzahl vollständig erholt hat.

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Ein 500 Millionen Jahre altes kleines Raubtier enthüllt den Aufstieg von Skorpionen und Spinnen

Zwei Paläontologen, die am weltberühmten Burgess Shale arbeiten, haben eine neue Art entdeckt: Mollisonia plenovenatrix. Sie gilt als die ältester bekannter Kieferklauenträger (Chelicerata). Diese Entdeckung legt den Ursprung dieser riesigen Tiergruppe – von über 115.000 Arten, darunter Pfeilschwanzkrebse, Skorpione und Spinnen – in eine Zeit vor mehr als 500 Millionen Jahren. Die Ergebnisse der Studie wurden nun in der renommierten Zeitschrift Nature veröffentlicht.

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Kontrollieren Tiere den Sauerstoffgehalt der Erde?

Vor ungefähr 540 Millionen Jahren gab es einen riesigen Boom in der Artenvielfalt auf der Erde. Die ersten größeren Tiere entwickelten sich in der heutigen sogenannten kambrischen Explosion. In der folgenden Zeit entwickelten sich die Tiere und wurden größer. Parallel zur Entwicklung der Tiere sank der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, was die Strahlung vorübergehend drosselte. Die anschließende Sauerstoffzufuhr und das Wachstum von Algen haben jedoch der Nahrungskette Energie zugeführt und die Explosion des Lebens in Gang gesetzt. In einer neuen wissenschaftlichen Studie haben Forscher des GLOBE Institute an der Fakultät für Gesundheits- und Medizinwissenschaften der Universität Kopenhagen nun festgestellt, dass die Tiere selbst wahrscheinlich zu einer Anpassung des Sauerstoffgehalts beigetragen und damit indirekt ihre eigene Entwicklung gesteuert haben.

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Bau von Biomineralen: Das Rezept der Natur ist alt und hat sich mehr als einmal evolutionär weiterentwickelt

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler viele Geheimnisse der Biomineralisierung gelüftet. Durch diesen grundlegenden Prozess bilden Seeigel ihre Stachel, Muscheln ihr Gehäuse, Korallen ihre Exoskelette, und Wirbeltiere Knochen und Zähne. Ein in der Fachzeitschrift Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS) veröffentlichten Bericht zeigt ein Team unter der Leitung von Pupa Gilbert, einem Physikprofessor der University of Wisconsin-Madison, dass das Konzept zur Herstellung von Muscheln, Stacheln und Korallenskeletten nicht nur in vielen modernen Tierlinien gleich ist, sondern bereits seit 550 Millionen Jahren existiert und sich mehr als einmal unabhängig weiterentwickelt hat.

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289 Millionen Jahre alt: Älteste Viren der Erdgeschichte nachgewiesen

Ein eidechsenähnliches Tier, das vor 289 Millionen Jahren in der Permzeit lebte, litt an einer Erkrankung des Knochenstoffwechsels, die der Paget-Krankheit des heutigen Menschen ähnelt. Dies veröffentlichten die Forscherin Yara Haridy und ihre Kollegen vom Museum für Naturkunde Berlin, der Charité Universitätsmedizin Berlin und der University of Totonto in der open-access Fachzeitschrift Plos One. Dies ist der bei weitem älteste bekannte Nachweis einer derartigen Krankheit.

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Einflüsse von Massenaussterbeereignissen auf Ökosysteme

Aussterbeereignisse zeigen sich nicht nur allein durch Verluste in der Artenvielfalt, sondern können auch nachhaltige Konsequenzen für Sedimenteigenschaften, Bodengemeinschaften, Nährstoffkreisläufe und damit ganze Ökosysteme haben. Forschende des Museums für Naturkunde Berlin präsentieren dazu Ergebnisse in einer kürzlich veröffentlichten Studie im Fachblatt Lethaia.

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Mausgroßer Ursäuger mit guten Tischmanieren

Ein nur wenige Gramm schwerer Ursäuger verfügte wohl schon vor mehr als 160 Millionen Jahren über ein erstaunlich ausgefeiltes Schluckvermögen. Darauf deuten Fossilfunde aus China hin, die Forscher der Universität Bonn zusammen mit chinesischen und US-amerikanischen Kollegen analysiert haben. Das Tier hatte ein komplexes Zungenbein. Es konnte dadurch seine Nahrung – vor allem Insekten – in wohl kontrollierten Schluckbewegungen Richtung Verdauungstrakt befördern. Tiere ohne differenziertes Zungenbein wie etwa Reptilien verschlingen ihre Beute dagegen. Die Studie ist in der renommierten Zeitschrift „Science“ erschienen.

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Warum es vor 170 Millionen Jahren ein Systemwechsel in den Ozeanen gab

Der Ozean, wie wir ihn heute kennen, wurde nach neuen Erkenntnissen vor rund 170 Millionen Jahren durch einen globalen evolutionären Systemwechsel geprägt. Bis dahin wurde der Erfolg von marin lebenden Organismen stark durch abiotische Faktoren, wie Ozeanchemie und Klima, gesteuert. Ab dem mittleren Jura (vor rund 170 Millionen Jahren) gewannen jedoch biotische Faktoren, wie die Beziehungen zwischen Raubtier und Beute, immer mehr an Bedeutung. Wissenschaftler berichten jetzt in einer Nature-Veröffentlichung, dass diese Veränderung mit der Verbreitung von Kalziumkarbonat-sekretierendem Plankton und deren anschließender Ablagerung auf dem Meeresboden zusammenfiel.

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Trilobiten hatten Augen wie Insekten und Krebse

In Nature Communications berichtet ein Forscherteam unter Beteiligung von Jason Dunlop vom Museum für Naturkunde Berlin über neue Erkenntnisse zur Feinstruktur von Trilobitenaugen. Die Autoren nutzten Synchroton- und Mikro-Computer-Tomografie, um die interne Anatomie der Augen aus gut erhaltenen Fossilresten zu rekonstruieren und die kontrovers diskutierte Position der Trilobiten im Stammbaum der Gliederfüßer zu beleuchten. Sie konnten unter anderem an Hand von Material aus der Forschungssammlung des Museums für Naturkunde Berlin erstmalig nachweisen, dass der Aufbau der Trilobitenaugen dem der Augen von Krebsen, Insekten und Tausendfüßern entspricht und nicht dem der Spinnentiere.

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