Wasserläufer in Bernstein – Neu entdeckte Wanzenart ist der älteste bekannte Fund weltweit

Senckenberg-Wissenschaftlerin Mónica M. Solórzano Kraemer hat gemeinsam mit einem internationalen Team zwei neue Wanzenarten in einem Bernstein entdeckt. Die zur Familie der Wasserläufer gehörenden Insekten stammen aus der Kreidezeit; der neue Fund ist der bisher älteste bekannte Nachweis dieser Gruppe. Dem Wissenschaftlerteam gelang die Bestimmung der neuen Arten durch den Einsatz eines Infrarotmikroskops.

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Vulkanisches CO2 als Ursache globaler Erwärmung vor 56 Millionen Jahren?

Ein in geologischen Maßstäben rasanter globaler Temperaturanstieg zwischen den Erdzeitaltern Paläozän und Eozän wird in der Wissenschaft gern als Vergleichsfall für den aktuellen Klimawandel herangezogen. Seine Ursachen sind aber noch umstritten. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Southampton (UK) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlicht jetzt in der Fachzeitschrift Nature neue Ergebnisse, die das Temperaturmaximum auf starken Vulkanismus im Nordatlantik zurückführen.

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Geheimnis gelöst! Wie erschienen die ersten Tiere auf der Erde?

Ein von der Australian National University (ANU) geführtes Forschungsteam hat das Geheimnis um das Auftreten der ersten Tiere auf der Erde gelüftet – Ein entscheidender Moment für unseren Planeten, ohne den das Leben, wie wir es heute kennen, nicht existieren würde. Die Forschungergebnisse werden in der aktuellen Ausgabe der Nature veröffentlicht und zudem diese Woche auf der Goldschmidt-Konferenz in Paris präsentiert.

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Die Klima- und Umweltvariabilität der letzten 300.000 Jahre am Beispiel eines Sees in Schöningen

Ein ehemaliger See im ostniedersächsischen Braunkohletagebau Schöningen hat sich zu einem Eldorado für nationale und internationale Wissenschaftler entwickelt. Der hervorragende Erhaltungszustand der altsteinzeitlichen Funde dort bietet den Forschern beste Voraussetzungen, um die damalige Klimaentwicklung, die Umwelt und die Fähigkeiten der Frühmenschen zu untersuchen. Auch Professor Dr. Brigitte Urban von der Leuphana Universität Lüneburg ist mit einem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) geförderten Projekt an der Arbeit beteiligt.

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Kreide-Schnecken verbergen sich in Madrids Denkmälern

Die Brunnen, die neben dem Museo del Prado stehen, wurden mit einem Sedimentgestein voller Gastropodenschalen aus der Zeit der Dinosaurier gebaut. Diese Fossilien haben nun den Hinweis auf den Ursprung des Steines aufgedeckt: vergessene Steinbrüche in Redueña, in der Provinz Madrid, aus denen auch das Baumaterial für den Brunnen von Apollo und der Palacio de las Cortes kam. Nun haben Forscher des Instituts für Geowissenschaften (IGEO, ein Gemeinschaftszentrum von CSIC-UCM) die alten Steinbrüche entdeckt, in denen das Gestein entnommen wurde, um diese Brunnen und andere Denkmäler in Madrid zu bauen. Die Studie wurde in der Zeitschrift AIMS Geosciences veröffentlicht.

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Alte Plankton-ähnliche Mikrofossilien umfassen zwei Kontinente

Große, robuste, linsenförmige Mikrofossilien aus der ca. 3,4 Milliardenjährigen Kromberg-Formation des Kaapvaal-Kratons in Ost-Südafrika gehören nicht nur zu den bislang ältesten und ausgefeiltesten Mikroorganismen, sondern sind auch mit anderen Mikrofossilien gleichen Alters aus dem Pilbara Craton in Australien verwandt. Dies hat nun ein internationales Forschungsteam herausgefunden.

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Neue Zeckenart in 100 Millionen Jahre altem Bernstein entdeckt

Sie ist mit einem Alter von rund 100 Millionen Jahren eine der ältesten Zeckenarten der Welt und wurde nach ihrer Herkunft benannt: Amblyomma birmitum. Forscher des Instituts für Mikrobiologie der Bundeswehr haben in Zusammenarbeit mit dem Museum für Naturkunde Berlin und der Zoologischen Staatssammlung München (SNSB-ZSM) die neue Zecke aus Burmesischem Bernstein, dem sogenannten Birmit aus Myanmar, beschrieben. Das Tier aus der Kreidezeit wurde als Einschluss bestens erhalten und ist die bisher älteste Art einer heute noch vorkommenden Zecken-Gattung.

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Pilze möglicherweise viel älter als gedacht

Die tiefe Biosphäre, also all jene Organismen, die innerhalb der Erdkruste leben, zählt zu den noch am wenigsten erforschten Lebensgemeinschaften der Welt. Kilometertief in Gesteinen leben neben Bakterien und Archaea auch Pilze. Die bislang ältesten bekannten Fossilbelege für eine solche Lebensweise sind ca. 400 Ma alt. Neue Funde möglicher Pilzhyphen in paläoproterozoischem Basalt deuten nun darauf hin, dass die tiefe Biosphäre sehr viel älter ist, als bislang angenommen.

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1,6 Milliarden Jahre alte Zellstrukturen von Rotalgen zeigen, dass sich mehrzelliges Leben wesentlich früher entwickelt haben könnte

Wissenschaftler vom Schwedischen Museum für Naturkunde in Stockholm haben in der 1,6 Milliarden Jahre alten Chitrakoot-Formation in Zentralindien möglicherweise die ältesten Fossilien eukaryotischer Pflanzen entdeckt. Es handelt sich dabei um Rotalgen, die somit 400 Millionen Jahre älter als die bisher ältesten Funde von Rotalgen wären. Dies würde bedeuten, dass die Ära des sichtbaren Lebens wesentlich früher begonnen haben könnte, als bisher angenommen wurde.

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Möglicherweise ältester Vorfahre aller Deuterostomia (Neumünder) entdeckt

Ein Team aus Paläontologen verschiedener Forschungseinrichtungen hat den möglicherweise ältesten Vorfahren aller Neumünder (Deuterostomia) in Gesteinsschichten aus der chinesischen Provinz Shaanxi gefunden. Die Schichten sind 540 Millionen Jahre alt und stammen somit aus dem tiefsten Unteren Kambrium. Bei dem millimetergroßen Fossil handelt es sich um einen Bewohner der Mesofauna (höchstens 1 mm große Organismen, die im Boden leben) mit sackartiger Gestalt und markantem dehnbaren Mund, aber ohne Anus.

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