Das Zwerchfell ist viel älter als gedacht

18. November 2016 Pia Gaupels 0
Forscher der Uni Bonn und des Museums Koenig entdecken an Sauriern den Ursprung des Atemmuskels. Das Zwerchfell ist eine Besonderheit der Säugetiere und unser wichtigster Atemmuskel. Wissenschaftler der Universität Bonn und des Forschungsmuseums Alexander Koenig untersuchten die Atmung der fossilen Caseiden und kamen zu der überraschenden Erkenntnis, dass das Zwerchfell rund 50 Millionen Jahre früher entstand als bislang angenommen. Die Ergebnisse sind nun in den „Annals of the New York Academy of Sciences“ veröffentlicht.

Ein Neuer Theropode und die Überraschende Vielfalt der Oviraptoriden in der Oberkreide

18. November 2016 Darius Nau 0
Südchina ist eine der Weltweit besten Fundstellen für Oviraptoriden; in den letzten 5 Jahren wurden alleine in der Region Ganzhou 5 Spezies dieser rehabilitierten “Eierdiebe” gefunden, die mit mit ihren extrem abgewandelten, vogelartigen Merkmalen zu den ungewöhnlichsten aller Theropoden zählen. Mit dem kürzlich von Lü und Kollegen beschriebenen Tongtianlong limosus gibt es jetzt ein sechstes Mitglied dieser Familie von dem spätkreidezeitlichen Fundort. Diese beachtliche Diversität bei den Oviraptorosauriern an einem Fundort dieser Zeit gibt zu denken, nahm doch die Artenvielfalt der meisten Tiergruppen in den letzten Millionen Jahren vor dem Ende der Kreidezeit ab.
Kein Bild

Fossilien prognostizieren nahende Umsiedelung der Pflanzen

13. November 2016 Christoph Faist 0
Um das Jahr 2050 könnten signifikante Änderungen in der globalen Verteilung der Pflanzen eintreten. Diese Vorhersage machten Wissenschaftler des  Zentrums für Makroökologie, Evolution und Klima der Universität Kopenhagen. Sie stützen sich dabei auf fossilisierte Pollen von Pflanzen, die in stark vom Klimawandel geprägten Perioden die Erde bewohnten.

Ein antarktischer Tylosaurinae mit heterodontem Gebiss

9. November 2016 Darius Nau 0
Der kürzlich von Otero und Kollegen beschriebene Kaikaifilu hervei, benannt nach einem göttlichen Reptil aus der Mythologie der Mapuche, ist der bisher jüngste und größte Mosasaurier der Antarktis. Als bisher erster Tylosaurine verfügt er über mehrere unterschiedliche Typen von Zähnen, ein für Mosasaurier ungewöhnliches, wenn schon nicht einzigartiges Merkmal.

Dinosaurier: Je veganer, desto größer?

6. November 2016 Pia Gaupels 0
Wer sich ausschließlich von Pflanzen ernährt, braucht einen größeren Magen als Fleischfresser, weil sich die faserreiche Nahrung nur schwer verdauen lässt. Diese Regel wurde bislang für Wirbeltiere angenommen. Doch die Studie eines internationalen Forscherteams unter Beteiligung der Universität Bonn zeigt: Der Lehrsatz lässt sich nur auf Säugetiere anwenden. Dinosaurier folgen dagegen ihren eigenen Regeln. Die Ergebnisse sind nun im „Journal of Anatomy” veröffentlicht.

Weichteilerhaltung am Gehirn eines Iguanodontiers

2. November 2016 Darius Nau 0
Ein neues Fossil aus der Unterkreide von Südengland besteht aus weit mehr als einem bloßen Ausguss der Hirnschale: erstmals dokumentiert eine neue Studie auch in Phosphat und Karbonat erhaltene Teile von Hirnhäuten, Blutgefäßen und Kleinhirnrinde. Der Fund beweist, dass sogar mesozoische Hirngewebe unter besonderen Bedingungen fossilisieren können.

„Blind Dates“ in der Bernsteinwelt

14. Oktober 2016 Pia Gaupels 0
Nicht immer muss „alt“ gleichzeitig „primitiv“ bedeuten: In 54 Millionen Jahre altem Bernstein entdeckten Paläontologen der Universität Bonn eine nicht einmal ein Millimeter winzige Gnitze. Das Insekt verfügt über blasenförmige Strukturen am vorderen Rand der Flügel. Die Forscher vermuten, dass diese „Taschen“ dazu dienten, auf ungewöhnlich effiziente Weise Pheromone zu sammeln und zu versprühen, um Sexualpartner anzulocken. Heutige Gnitzen nutzen deutlich einfachere Lockstoff-Zerstäuber an ihrem Hinterleib. Die Ergebnisse werden nun im renommierten Fachjournal „Scientific Reports“ vorgestellt.
Kein Bild

Hobbyforscher entdeckt Urwal in Kiesgrube nahe Hamburg

13. Oktober 2016 Christoph Faist 0
Seit 1984 graben Paläontologen in einer Kiesgrube in Groß Pampau bei Schwarzenbek. Erst im Juni diesen Jahres erlebte das Fossilienfieber mit der Entdeckung einer Ur-Robbe seinen vorübergehenden Höhepunkt. Der jüngste Fund eines Bartenwals – dem elften Fossil an dieser Stelle – überstrahlt diesen jedoch.
Hinterster Halswirbel des Titanosauriers Austrotitan magnificus. Bildquelle: Bandeira et al. 2016

Größter Sauropode Brasiliens beschrieben

9. Oktober 2016 Darius Nau 0
Ein neu beschriebener Titanosaurier aus der Presidente Prudente Formation (Bauru-Gruppe, Campanium-Maastrichtium) des Bundesstaates São Paulo ist der bisher größte bekannte Dinosaurier Brasiliens und erhielt den treffenden Namen Austroposeidon magnificus.