Jurassische Paraves waren vielfältiger als gedacht

Die Gruppe der Paraves, zu der neben den Vögeln die Familien der Dromaeosaurier, Troodontiden sowie eine Reihe ursprünglicher Verwandter zählen, ist in der Jurazeit hauptsächlich durch die spektakulären Fossilien der Yanliao-Biota aus dem Nordosten von China belegt. Diese Fauna der Mittleren und Oberen Jurazeit lieferte die ältesten bekannten Dinosaurierfossilien mit erhaltenen Federn. Zu den Funden zählen unter anderem die für die Evolution der Vögel sehr bedeutsamen Gattungen Anchiornis, Xiaotingia und Aurornis. Bisher waren diese jurassischen Vertreter, mit der Ausnahme der extrem merkwürdigen Seitenlinie der Scansoriopterygidae einander morphologisch sehr ähnlich. Ein neues Fossil eines kleinen, gefiederten Theropoden der Yanliao-Biota unterscheidet sich Morphologisch stark von verwandten Taxa der gleichen Lokalität.

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Ein neuer Zahnwal aus dem Oligozän von Ecuador

In der Evolution der Wale fällt dem Oligozän (34-23 Ma) eine Schlüsselrolle zu. Neben verschiedenen ursprünglichen Formen der Bartenwale stammen aus dieser Epoche auch die ältesten bekannten Vertreter mehrerer heutiger Gruppen der Zahnwale, darunter neben den Pottwalen (Physeteroidea) und echten Delphinen (Delphinoidea) auch die heute fast ausgestorbenen Platanistoidea, zu denen die heutigen Gangesdelphine zählen. Mit Urkudelphis chawpipacha beschrieben Tanaka und Kollegen kürzlich den Schädel eines Jungtiers eines neuen ursprünglichen Vertreters dieser Gruppe.

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Muskelentwicklung bei Fischen liefert Erkenntnisse über die Evolution der Landwirbeltiere

Seit mehr als 140 Millionen Jahren schwimmt der Knochenhecht bereits durch die Gewässer unseres Planeten und noch immer birgt er Geheimnisse in sich. Eines davon konnten Evolutionsbiologen der Friedrich-Schiller-Universität Jena jetzt lüften – und dabei wichtige Informationen darüber gewinnen, wie sich Fische zu Landwirbeltieren entwickelten. Den Jenaer Wissenschaftlern ist es gelungen, bei dieser Fischart erstmals den Cucullaris-Muskel richtig zu identifizieren.

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Ein maskierter Räuber

Nicht zum ersten Mal in diesem Jahr wird eine neue Studie vorgelegt, die zum Ziel hat mittels fossiler Pigmentreste die ursprüngliche Musterung ausgestorbener Tiere zu rekonstruieren. Das Forschungsfeld erfreut sich angesichts jüngster Fortschritte sogar eines gewissen Auftriebs. Gegenstand der nun jüngst erschienenen Arbeit ist der kleine Theropode Sinosauropteryx prima.

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Gemeinsame Vorfahren – DNA enthüllt die Geschichte der Säbelzahnkatzen

Wissenschaftlern der Universität Potsdam ist es gelungen, wesentliche neue Erkenntnisse zur Geschichte zweier Arten von Säbelzahnkatzen, speziell während der letzten 50.000 Jahre, zu gewinnen. Die Forscher analysierten dafür komplette mitochondriale Genome. Ihre Ergebnisse zeigen, dass die Säbelzahnkatzen und alle heute lebenden Katzenarten auf einen gemeinsamen Vorfahren vor etwa 20 Millionen Jahren zurückgehen. Die beiden untersuchten Arten trennten sich bereits vor 18 Millionen Jahren.

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Säugetier-Diversität vor und nach dem Massensterben

Massenaussterben haben in den letzten 30 Jahren ein großes Ausmaß an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit erhalten. Noch immer sind nicht alle Fragen beantwortet. Ein Aspekt, der immer noch weiterer Erforschung bedarf ist tatsächlich die Auswirkung der Aussterbeereignisse auf die Artendiversität und wie sich die überlebenden Tiergruppen davon erholen. Knackpunkt für das Verständnis der Diversität vor und nach dem Ereignis ist dabei stets die Datenbasis. Ein neues Paper wirft hierauf ein Licht am Beispiel fossiler Säugetiere.

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Das “Melksham Monster” und die Evolution der großen Meereskrokodile

Während des Mesozoikums haben noch verschiedene Reptilien die Nische der Topräuber in den Meeren eingenommen. Darunter waren auch die Thalattosuchia, Verwandte der heutigen Krokodile. Die neue Beschreibung des sogenannten “Melksham Monsters” zeigt jetzt, dass sich diese Meereskrokodile früher in dieser Nische etabliert haben als bisher angenommen wurde.

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