Arminisaurus: Neues aus dem Unterjura von Bielefeld

In unseren Breiten werden viele wichtige Funde immer wieder beim laufenden Steinbruchbetrieb gemacht. Ein solche Fund aus der Nähe von Bielefeld erwies sich einmal mehr als Glücksfall: Eine neue Art Plesiosaurier, die neue Einblicke in die Diversität der Gruppe im Unterjura gibt. Sven Sachs und Ben Kear veröffentlichten nun ihre ausführliche Beschreibung des Fundes und stellten ihn einer interessierten Öffentlichkeit vor.

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Größter Ichthyosaurus war trächtige Mutter

Zu den berühmtesten fossilen Meeresreptilien gehört ohne Zweifel die Gattung Ichthyosaurus. Man findet sie in fast jedem populärwissenschaftlichen Buch über das Mesozoikum und das seit rund 200 Jahren. Dennoch gibt es immer noch neues über diese Tiere zu lernen, wie nicht zuletzt taxonomische Überarbeitungen der bekannten Exemplare in den letzten Jahren gezeigt haben. Nun erregt die Beschreibung eines weiteren Ichthyosaurus-Exemplars Aufmerksamkeit – wegen der guten Erhaltung und seiner Größe.

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Neu entdeckte Dinosaurierfossilien legen nahe, dass sie sich zum Schlafen wie Vögel zusammenrotteten

Die Mongolische Wüste ist seit Jahrzehnten berühmt für ihre ausgedehnten Ansammlungen an Dinosaurierfossilien, die makellos und detailgetreu erhalten sind und durch Vergesellschaftungen, die außerordentlich seltene Aufschlüsse über das Verhalten liefern, bestechen. Neu aufgefundene Überreste aus dieser Region zeigen ein zuvor vollkommen unbekanntes Verhalten vogelartiger Dinosaurier, die vor 70 Millionen Jahren lebten. Zumindest einige dieser Dinosaurier, bei denen es sich möglicherweise um Mitglieder einer Familie handelt, rotteten sich zum Schlafen zusammen, so wie es moderne Vögel tun.
Gregory Funston, Doktorand an der University of Alberta (Kanada), präsentierte die Ergebnisse des Forscherteams am 25. August auf dem jährlichen Treffen der Society of Vertebrate Paleontology im kanadischen Calgary.

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Europäischer Teufel: Fossil eines fleischfressenden Beuteltierverwandten in Europa entdeckt

Wissenschaftler haben fossile Überreste eines neuen fleischfressenden Säugetiers in der Türkei entdeckt. Es ist eines der größten Beuteltiere, das jemals auf der nördlichen Hemisphäre entdeckt wurde. Die Ergebnisse von Dr. Robin Beck von der University of Salford in Großbritannien und Dr. Murat Maga von der University of Washington, die das Fossil entdeckt haben, werden heute in der Zeitschrift PLoS ONE veröffentlicht.

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Erste geflügelte Säugetiere aus der Jurazeit entdeckt

Zwei 160 Millionen Jahre alte in China entdeckte Säugetierfossilien zeigen, dass sich die Vorläufer der Säugetiere im Jura evolutionär dahingehend entwickelt haben, dass sie gleiten und in Bäumen leben konnten. Mit langen Gliedmaßen, langen Hand- und Fußfingern und flügelartigen Membranen, mit denen sie von Baum zu Baum gleiten konnten, sind Maiopatagium furculiferum und Vilevolodon diplomylos die ältesten bekannten Gleiter in der langen Geschichte der frühen Säugetiere.

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Getarnte Panzer in der Kreidezeit

Ein kanadisch-britisch-amerikanisches Forscherteam hat der Öffentlichkeit nun einen neuentdeckten gepanzerten Dinosaurier aus der Gruppe der Ankylosauria vorgestellt. Borealopelta markmitchelli brilliert mit einer außergewöhnlich guten Erhaltung, die bei Ankylosauriern in dieser Form selten vorkommt. Nicht nur, dass die allgemeine Körperform bei dieser Art sehr gut rekonstruiert werden kann – auch die Hauttextur ist belegt und sogar Hinweise auf die einstige Färbung.

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Warmblütigkeit bei Säugetieren: Die Isotopenspur

Ein gewissermaßen „heißes“ Forschungsthema ist bis heute der Ursprung der sogenannten „Warmblütigkeit“ bei Säugetieren und Vögeln. Während sich die Erforschung dieser Frage bei Vögeln überwiegend auf die Dinosaurier konzentriert, wird die Antwort darauf bei den Säugetieren in den Reihen der sogenannten „säugetierähnlichen Reptilien“ gesucht, die man fachlich korrekter als basale Synapsiden bezeichnen sollte. Der Nachweis von beginnender Warmblütigkeit ist aber gar nicht so einfach. Nach vielen Indizien wurde schon gefahndet, jetzt versucht sich eine französisch-südafrikanisch-chinesische Forschergruppe in einem neuen Paper an einem neuen Ansatz: Durch die Messung des Verhältnisses von Sauerstoffisotopen in Knochen und Zähnen.

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Die Pterosaurier-Diversität der Plattenkalke

Die oberjurassischen Plattenkalke Süddeutschlands sind unter anderem berühmt für ihre reichhaltige Flugsaurierfauna: hunderte Exemplare wurden im Laufe der Jahrzehnte geborgen, vom fragmentarischen Überrest bis zu vollständigen Exemplaren mit Hautabdrücken. Darunter der erste wissenschaftlich beschriebene Flugsaurier überhaupt. Diese Funde zeigen eine große Artenvielfalt, die seit jeher Gegenstand taxonomischer Debatten ist. Es entstand im Laufe der Zeit ein enormes Dickicht an synonymen Namen, das nicht nur für Laien verwirrend ist. Nun erschien ein neues Paper, das seinen Teil leisten will, etwas Ordnung hineinzubringen.

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