Konservierte Knorpelzellen, Chromosomen und DNA in 75 Millionen Jahre altem Entenschnabel-Saurier-Baby entdeckt

Forscher der Chinesischen Akademie der Wissenschaften und der North Carolina State University haben Beweise für konservierte Fragmente von Proteinen und scheinbaren Chromosomen innerhalb isolierter zellähnlicher Mikrostrukturen im Knorpel eines Entenschnabel-Saurierbabys gefunden. Die Ergebnisse unterstützen die Idee, dass diese ursprünglichen Moleküle für Dutzende von Millionen von Jahren persistieren können.

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Seltenes Echsenfossil überdauerte im Bernstein

Der winzige Vorderfuß einer Eidechse der Gattung Anolis ist vor rund 15 bis 20 Millionen Jahre in Bernstein eingeschlossen worden. Bei dem seltenen Fossil ist unter dem Mikroskop jedes Detail erkennbar. Doch der optisch sehr gute Erhaltungszustand täuscht: Der Knochen ist weitgehend zersetzt und chemisch umgewandelt, von der ursprünglichen Struktur kaum etwas vorhanden. Die Ergebnisse, die nun im Fachjournal „PLOS ONE” vorgestellt werden, liefern wichtige Anhaltspunkte darüber, was genau bei der Fossilisation passiert.

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Neuer Zwergsaurier aus der Frühzeit der Reptilien entdeckt

Wissenschaftliche Grabungen haben bei Vellberg in Baden-Württemberg einen neuen Saurier ans Tageslicht gebracht. Die 240 Millionen Jahre alte Mini-Echse aus der Trias-Zeit war zwar nur 10 cm lang, trägt aber entscheidend dazu bei, die Geschichte und Evolution der Reptilien besser zu verstehen und gibt Einblicke in die Zeit vor der Entstehung der Dinosaurier. Wissenschaftler des Naturkundemuseums Stuttgart und der Harvard University, USA haben den Zwergsaurier, eine neue Art und Gattung, nun der wissenschaftlichen Welt vorgestellt.

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Vollständiger Flugsaurier aus der Oberkreide des Libanon und eine Neue Familie Kreidezeitlicher Pterosaurier

Die mesozoische Wirbeltierfauna des Afro-Arabischen Kontinents ist noch immer in weiten Teilen unbekannt. Trotz ihrer wichtigen Rolle in Wirbeltierfundstellen des gleichen Alters auf anderen Kontinenten, waren gerade Pterosaurier aus diesem Teil der Welt bislang nur von einigen wenigen Fragmenten bekannt. Das neu beschriebene und nahezu vollständige Skelett des Pterodactyloiden Mimodactylus aus dem Libanon ändert das nun erstmals.

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“Udo”: der älteste zweibeinige Affe stammt aus dem Allgäu

Die Fähigkeit auf zwei Beinen zu gehen unterscheidet den Menschen und seine ausgestorbenen Verwandten von anderen bekannten Menschenaffen. Doch wie und warum unsere Vorfahren begannen sich auf den Hinterbeinen fortzubewegen wird immer noch kontrovers diskutiert. Der neue Menschenaffe Danuvius guggenmosi aus dem Miozän von Bayern zeigt jetzt, dass diese Entwicklung eventuell schon viel früher und, anders als der Großteil der menschlichen Evolution, noch außerhalb Afrika stattgefunden haben könnte.

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Neu entdeckter australischer Pterosaurier eventuell der letzte seiner Gruppe

Die Entdeckung einer bisher unbekannten Pterosaurierart aus der frühen Oberkreide ist in dem Fachjournal Scientific Reports vorgestellt worden. Das Fossil, das Teile des Schädels und fünf Wirbel umfasst, ist das vollständigste Exemplar eines Pterosauriers, das je in Australien gefunden wurde. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass es sich um ein spät überlebendes Mitglied der Gruppe Anhangueria handelt, von denen ursprünglich angenommen wurde, dass sie während der frühesten Oberkreide ausstarben.

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Weniger Gene für ein Leben im Wasser

Vor etwa 50 Millionen Jahren haben sich Wale und Delfine aus landlebenden Vorfahren entwickelt. Heute verbringen die luftatmenden Säugetiere ihr ganzes Leben im Meer. Dieser Wechsel vom Land zum Wasser war von tiefgreifenden Anpassungen an das Leben im Wasser begleitet. Welche Veränderungen in der DNA diesen Anpassungen zugrunde liegen, ist aber noch weitgehend ungeklärt. Daher haben Forscher an den Max-Planck-Instituten für molekulare Zellbiologie und Genetik und für Physik komplexer Systeme sowie am Zentrum für Systembiologie Dresden systematisch nach Genen gesucht, die bei den Vorfahren von Walen und Delfinen verloren gegangen sind. Das Forscherteam entdeckte insgesamt 85 Genverluste. Interessanterweise haben einige Genverluste den Walen wahrscheinlich geholfen, sich an ihre neue Umgebung anzupassen.

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