Hiroshimaiten: Little Boy hat Glas wie bei einem Asteroideneinschlag erzeugt

Am 6. August 1945 warf ein US “B-29”-Bomber eine Atombombe über Hiroshima ab. In einem Augenblick wurden etwa 80.000 Menschen getötet. Die Explosion und die daraus resultierenden Feuerstürme zerstörten eine Fläche von mehr als 10 Quadratkilometern und verursachten Schäden von bis zu 90 Prozent aller Objekte in der Stadt. Aber was hochgeht, muss irgendwann auch wieder runter. Neue Forschungen, die heute in der Wissenschaftszeitschrift Anthropocene veröffentlicht wurde, ist “die erste veröffentlichte Aufzeichnung und Beschreibung von radioaktiven Niederschlägen, die aus der Zerstörung einer urbanen Umgebung durch Atombombenangriffe resultieren”, so die Autoren des neuen Artikels. Die Arbeiten zeigen, dass die nahegelegenen Strände auf der Halbinsel Motoujina in der Hiroshima-Bucht erstaunlicherweise bis zu einer Tiefe von etwa 10 Zentimetern mit diesem Niederschlagsmaterial übersät sind.

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Geheimnis des ägyptischen Wüstenglases Tutanchamuns gelüftet

Die in der führenden Fachzeitschrift Geology veröffentlichte Studie untersuchte winzige Zirkonkörnchen in Proben von libyschem Wüstenglas, das sich vor 29 Millionen Jahren gebildet hat und in Westägypten über mehrere tausend Quadratkilometer gefunden wird. Es handelt sich um fast reines Siliziumdioxid. Das kanariengelbe Glas wurde bekanntlich zur Herstellung eines Skarabäums verwendet, der Teil von König Tutanchamun Pektorals ist.

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Rapide Zerstörung erdähnlicher Atmosphären durch junge Sterne

Der Entdeckung tausender Planeten folgte eine der fundamentalen Fragen der heutigen Wissenschaft: Kann sich Leben auf diesen entwickeln? Eine zentrale Bedingung dafür ist die Fähigkeit der Planeten, eine Atmosphäre zu bilden und über ihre Lebenszeit zu erhalten. In einer Kooperation von Forschern der Universität Wien und dem Institut für Weltraumforschung der Österreichischen Akademie der Wissenschaften wurde gezeigt, dass speziell junge Sterne in der Lage sind, diese Schutzhülle innerhalb kürzester Zeit zu zerstören. Dies verringert die Wahrscheinlichkeit, Leben außerhalb unseres Sonnensystems zu finden, erheblich.

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Digitales Fenster zur Erdgeschichte

Wer mehr über die Vergangenheit unseres Planeten erfahren will, sollte Aufschlüsse besuchen. Darunter verstehen Geologen Steinbrüche, Böschungen oder Gruben, an denen das anstehende Gestein gut zu erkennen ist. Dort lässt sich viel darüber erfahren, ob sich vor Millionen Jahren etwa ein Flachmeer ausgebildet hatte oder ein heute längst erloschener Vulkan ausbrach. Dank der kostenlosen App „OutcropWizard“, die von Geologen der Universität Bonn entwickelt wurde, lassen sich die Sehenswürdigkeiten nun auch mit dem Smartphone bequem von der heimischen Couch aus oder vor Ort aufsuchen. Die Klaus-Tschira-Stiftung fördert die Weiterentwicklung mit mehr als 71.000 Euro.

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Armageddon: Asteroiden sind schwerer zu zerstören, als bislang gedacht

Ein beliebtes Thema in der Filmwelt ist das eines kommenden Asteroiden, der das Leben auf dem Planeten auslöschen könnt, und die Helden werden in den Weltraum geschickt, um ihn zu sprengen. Aber ankommende Asteroiden können schwieriger zu zerstören sein, als Wissenschaftler bisher dachten. Das ergab eine Johns Hopkins-Studie, die ein neues Verständnis von Gesteinsfrakturen und eine neue Computermodellierungsmethode zur Simulation von Asteroidkollisionen verwendete.

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Großtierjagd mit Stoßzahnspeeren – Mammut-Elfenbein als Rohstoff für Jagdwaffen

Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Senckenberg Forschungsstation für Quartärpaläontologie Weimar haben erstmalig die mechanischen Eigenschaften von Mammut-Elfenbein aus sibirischem Permafrostboden mit Elfenbein heutiger Afrikanischer Elefanten detailliert verglichen. In ihrer kürzlich im Fachjournal „Scientific Reports“ erschienenen Studie zeigt das Wissenschaftlerteam, dass sich Mammut-Elfenbein aufgrund seiner außergewöhnlichen Materialeigenschaften ideal zur Herstellung von Spitzen eiszeitlicher Jagdwaffen eignete – eine Tatsache, die altsteinzeitliche Großwildjäger auch in Mitteleuropa nutzten.

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Meteorologe der Universität Leipzig ermittelt Anzahl der Kristalle in Eiswolken

Dr. Odran Sourdeval vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig ist es erstmals gelungen, die Anzahl der Kristalle in Eiswolken mit Hilfe von Satelliten zu messen. In Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich und England nutzte er Daten zweier NASA-Satelliten, die die Reflektion von Mikrowellen- und Laserstrahlen messen.

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Evolution und Klimaänderungen in Südost-Afrika

Für die menschliche Evolution spielt Afrika eine herausragende Rolle, hier vermuten Forschende die Wiege des Menschen. Mitte des 20. Jahrhunderts fanden Anthropologen in Südafrika Fossilien des so genannten Paranthropus robustus, der zu einer evolutionären Seitenlinie des Homo sapiens gehört. Gelebt hat der Paranthropus robustus vor etwa zwei Millionen Jahren und ist dann ausgestorben. Ein internationales Team aus den Fachrichtungen Anthroplogie und Geowissenschaften unter der Leitung von Dr. Thibaut Caley von der Universität Bordeaux hat nun mögliche Gründe in einer Studie näher beleuchtet. Dafür haben die Forschenden, zu denen auch Dr. Lydie Dupont und Dr. Enno Schefuß vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen gehören, verschiedene Indikatoren kombiniert und die klimatischen Bedingungen in Südost-Afrika zu dieser Zeit rekonstruiert.

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