Digitales Fenster zur Erdgeschichte

Wer mehr über die Vergangenheit unseres Planeten erfahren will, sollte Aufschlüsse besuchen. Darunter verstehen Geologen Steinbrüche, Böschungen oder Gruben, an denen das anstehende Gestein gut zu erkennen ist. Dort lässt sich viel darüber erfahren, ob sich vor Millionen Jahren etwa ein Flachmeer ausgebildet hatte oder ein heute längst erloschener Vulkan ausbrach. Dank der kostenlosen App „OutcropWizard“, die von Geologen der Universität Bonn entwickelt wurde, lassen sich die Sehenswürdigkeiten nun auch mit dem Smartphone bequem von der heimischen Couch aus oder vor Ort aufsuchen. Die Klaus-Tschira-Stiftung fördert die Weiterentwicklung mit mehr als 71.000 Euro.

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Armageddon: Asteroiden sind schwerer zu zerstören, als bislang gedacht

Ein beliebtes Thema in der Filmwelt ist das eines kommenden Asteroiden, der das Leben auf dem Planeten auslöschen könnt, und die Helden werden in den Weltraum geschickt, um ihn zu sprengen. Aber ankommende Asteroiden können schwieriger zu zerstören sein, als Wissenschaftler bisher dachten. Das ergab eine Johns Hopkins-Studie, die ein neues Verständnis von Gesteinsfrakturen und eine neue Computermodellierungsmethode zur Simulation von Asteroidkollisionen verwendete.

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Großtierjagd mit Stoßzahnspeeren – Mammut-Elfenbein als Rohstoff für Jagdwaffen

Wissenschaftler der Friedrich-Schiller-Universität Jena und der Senckenberg Forschungsstation für Quartärpaläontologie Weimar haben erstmalig die mechanischen Eigenschaften von Mammut-Elfenbein aus sibirischem Permafrostboden mit Elfenbein heutiger Afrikanischer Elefanten detailliert verglichen. In ihrer kürzlich im Fachjournal „Scientific Reports“ erschienenen Studie zeigt das Wissenschaftlerteam, dass sich Mammut-Elfenbein aufgrund seiner außergewöhnlichen Materialeigenschaften ideal zur Herstellung von Spitzen eiszeitlicher Jagdwaffen eignete – eine Tatsache, die altsteinzeitliche Großwildjäger auch in Mitteleuropa nutzten.

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Meteorologe der Universität Leipzig ermittelt Anzahl der Kristalle in Eiswolken

Dr. Odran Sourdeval vom Institut für Meteorologie der Universität Leipzig ist es erstmals gelungen, die Anzahl der Kristalle in Eiswolken mit Hilfe von Satelliten zu messen. In Zusammenarbeit mit anderen Wissenschaftlern aus Deutschland, Frankreich und England nutzte er Daten zweier NASA-Satelliten, die die Reflektion von Mikrowellen- und Laserstrahlen messen.

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Evolution und Klimaänderungen in Südost-Afrika

Für die menschliche Evolution spielt Afrika eine herausragende Rolle, hier vermuten Forschende die Wiege des Menschen. Mitte des 20. Jahrhunderts fanden Anthropologen in Südafrika Fossilien des so genannten Paranthropus robustus, der zu einer evolutionären Seitenlinie des Homo sapiens gehört. Gelebt hat der Paranthropus robustus vor etwa zwei Millionen Jahren und ist dann ausgestorben. Ein internationales Team aus den Fachrichtungen Anthroplogie und Geowissenschaften unter der Leitung von Dr. Thibaut Caley von der Universität Bordeaux hat nun mögliche Gründe in einer Studie näher beleuchtet. Dafür haben die Forschenden, zu denen auch Dr. Lydie Dupont und Dr. Enno Schefuß vom MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissenschaften der Universität Bremen gehören, verschiedene Indikatoren kombiniert und die klimatischen Bedingungen in Südost-Afrika zu dieser Zeit rekonstruiert.

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Neuer Master „Geoinformationswissenschaften”

Unternehmen stehen vor der Herausforderung, wachsende Datenbestände intelligent zu nutzen: Sie müssen das volle Potential ihres Datenschatzes für fundierte Entscheidungsfindung verwenden, Häufungen und Muster in Datenquellen erkennen sowie Trends aus Geodaten ermitteln. Hierfür werden Fachkräfte benötigt, die auf das Management und die Analyse von raumbezogenen Massendaten spezialisiert sind. Solche Fachkräfte werden ab dem kommenden Wintersemester im neu gestalteten Studiengang „Geoinformationswissenschaften“ (Master of Science) an der Jade Hochschule in Oldenburg ausgebildet.

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Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt

Mithilfe modernster Datierungstechniken haben Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie neue Daten zum zeitlichen Ablauf der Elster- und Saale-Eiszeit in Mitteldeutschland gewonnen. Die Forscher haben herausgefunden, dass die erste Vereisung im Quartär, die weite Teile Europas mit Eis bedeckte, bereits vor 450.000 Jahren stattgefunden hat und nicht – wie bisher angenommen – vor etwa 350.000 Jahren. Die Forscher zeigen weiterhin, dass die ersten Menschen Mitteldeutschland nach dem Rückzug dieser Gletscher vor etwa 400.000 Jahren besiedelten.

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Der Hauch des Todes – UDE-Forscher löst Rätsel um das Tor zur Hölle

An der Schwelle zur Unterwelt ist‘s gefährlich. Das weiß auch Professor Hardy Pfanz. Der Vulkanbiologe der Universität Duisburg-Essen (UDE) erforscht seit Jahren das Tor zur Hölle. Diese Tempelgrotten waren schon in der Antike Kult: Denn während die Tiere bei den Opferritualen tot umfielen, blieben die Priester unversehrt. Waren es übernatürliche Kräfte? Mitnichten, konnte Pfanz mit türkischen und italienischen Kollegen am Heiligtum von Hierapolis (heutige Türkei) nachweisen. Es liegt am Kohlendioxid, das dort nachts und früh morgens besonders stark vorherrscht.

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