Ungewöhnliche Ökologie eines neuen Pliosauriers aus der Unterkreide von Russland

Hochentwickelte Pliosaurier (Thalassophonea) zählen zu den ikonischsten Meeresreptilien des Mesozoikums und traten vom mittleren Jura bis in die frühe Oberkreide vor allem als große bis gigantische Spitzenprädatoren in Erscheinung, welche, ähnlich heutigen Killerwalen, als Generalisten Jagd auf Beutetiere aller Art machten. Dagegen war unter kleinen, urtümlichen Formen der Pliosaurier und bei den verwandten Plesiosauriern eine Spezialisierung auf kleine Beutetiere wie Fische und Kopffüßer weit verbreitet. Mit Luskhan itilensis aus dem Hauterivium von Russland beschreiben Fischer et al. in einer neuen Studie nun den ersten großen Thalassophonier mit Anpassungen an eine solche piscivore Lebensweise.

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Pilze möglicherweise viel älter als gedacht

Die tiefe Biosphäre, also all jene Organismen, die innerhalb der Erdkruste leben, zählt zu den noch am wenigsten erforschten Lebensgemeinschaften der Welt. Kilometertief in Gesteinen leben neben Bakterien und Archaea auch Pilze. Die bislang ältesten bekannten Fossilbelege für eine solche Lebensweise sind ca. 400 Ma alt. Neue Funde möglicher Pilzhyphen in paläoproterozoischem Basalt deuten nun darauf hin, dass die tiefe Biosphäre sehr viel älter ist, als bislang angenommen.

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Campi Flegrei: Vulkanausbruch bei Neapel wahrscheinlicher

Mit zahlreichen Kratern, Schlackenkegeln und Calderen zeigt sich das Vulkangebiet am Westrand der italienischen Millionenstadt Neapel. Wer am Bahnhof Pozzuoli aussteigt, dem steigt bei richtiger Windrichtung direkt ein beißender Schwefelgeruch in die Nase. Campi Flegrei – die brennenden Felder – gelten als gefährlichster Vulkan Europas, an dem selbst eine kleine Eruption immense Auswirkungen haben kann. Eine neue Studie zeigt, dass durch jüngste Aktivitäten die Wahrscheinlichkeit einer solchen Katastrophe deutlich angestiegen ist.

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