Kühler Zwerg und die sieben Planeten

In einer Entfernung von nur 40 Lichtjahren haben Astronomen ein System aus sieben erdgroßen Planeten entdeckt. Alle Planeten wurden unter Verwendung von boden- und weltraumbasierten Teleskopen entdeckt, während sie vor ihrem Mutterstern vorbeizogen, dem besonders kühlen Zwergstern TRAPPIST-1. Darunter befand sich auch das Very Large Telescope der ESO. Dem heute in der Zeitschrift Nature erschienenen Fachartikel nach liegen drei der Planeten in der bewohnbaren Zone des Sterns und könnten auf ihren Oberflächen Ozeane aus Wasser beherbergen, wodurch die Möglichkeit steigt, dass in dem Sternsystem Leben möglich ist. Das System stellt sowohl in der Anzahl an bisher gefundenen erdgroßen Planeten als auch in der Zahl von Planeten, auf denen flüssiges Wasser auf der Oberfläche möglich ist, einen neuen Rekord auf.

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Ein neues jurassisches Krokodil aus Niedersachsen

Der Steinbruch Langenberg nahe Goslar ist seit der Entdeckung von Europasaurus holgeri unter deutschen Paläontologen und Dinosaurierfans bestens bekannt. Aber er lieferte auch andere Wirbeltierüberreste – darunter Schildkröten und Krokodile. Basierend auf dort gefundenen Fossilien wurde nun eine neue Krokodilart beschrieben, Knoetschkesuchus langenbergensis. Die neue Spezies verbessert in vielerlei Hinsicht die Kenntnisse über eine noch wenig erforschte Familie urtümlicher Krokodile, die Atoposauridae.

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Ein neuer Name für die Seekuh aus dem Mainzer Becken

Die Wirbeltierpaläontologin Manja Voß und ihr Kollege Oliver Hampe vom Museum für Naturkunde Berlin fanden heraus, dass sich insgesamt zwei Arten von fossilen Seekühen in ca. 30 Millionen Jahre alten Sedimenten des Mainzer Beckens nachweisen lassen. Die beiden neu entdeckten Arten sind außerdem so verschieden von allen anderen bekannten Seekühen, dass sie eine eigenständige Gruppe bilden mit dem Gattungsnamen Kaupitherium.

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Abenteuer im Eis – Was Klimaforscher mit der Polarstern vorhaben

In gut zwei Jahren wird das Forschungsschiff Polarstern zu einer abenteuerlichen Expedition aufbrechen. Ein Jahr lang soll es festgefroren im Eis quer durch die Arktis driften. Wissenschaftler wollen dabei neue Erkenntnisse über den Klimawandel gewinnen. Auf der amerikanischen Wissenschaftskonferenz AAAS in Boston wurde das Projekt jetzt erstmals einer breiten Öffentlichkeit präsentiert.

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Gespeist aus dem ersten Äon der Erdgeschichte

Der Erdmantel beherbergt Schmelze, die älter ist als der Mond: Der Geochemiker Matthew Jackson der UC Santa Barbara fand zusammen mit Wissenschaftlern der University of Hawaii und der University of Texas heraus, dass die heißesten und somit elastischsten Mantel-Plumes aus einem Reservoir gespeist werden, dessen Zusammensetzung seit der Entstehung der Erde nach dem Big Bang unverändert geblieben ist.

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Fossil des Jahres 2017: Die Schreibkreide-Auster

Die Schreibkreide-Auster, Pycnodonte (Phygraea) vesiculare, wurde von der Paläontologischen Gesellschaft in Sagard auf der Insel Rügen zum Fossil des Jahres 2017 gekürt. Die im Volksmund aufgrund ihrer Schalendicke von 5cm und einer Aufwölbung von einem Dezimeter auch “Dickmuschel” genannte Muschel gehört an der Rügener Kreideküste zu den häufigsten Fossilien, darum wurde sie von der Paläontologischen Gesellschaft ausgewählt.

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Überraschung am Lava-Plateau

Was spielt sich im Erdinneren ab, wenn sich Vulkane bilden und Erdplatten bewegen? Um diese Fragen zu beantworten, ist die Forschung auf Spuren der Prozesse auf der Erdoberfläche angewiesen. Doch ihre Auswertung ist sehr kompliziert. Wissenschaftler des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel konnten jetzt nachweisen, dass die bisher gültige Zuordnung einiger Gesteinstypen zu bestimmten Formen des Vulkanismus nicht eindeutig ist. Die Studie erscheint heute in der internationalen Fachzeitschrift Nature Communications.

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Dinosaurier: Kind, Erwachsener oder Greis?

Wie alt wurden Dinosaurier? Diese Frage ist bislang weitgehend unbeantwortet. Dabei interessiert die Wissenschaft die natürliche Lebensspanne der längst ausgestorbenen Giganten. Damit verknüpft ist zum Beispiel auch die Frage, wie schnell insbesondere die Sauropoden als größte landlebende Tiere an Gewicht zulegten und wie sehr sie dafür auf die Ressourcen ihres Lebensraumes zurückgreifen mussten. Paläontologen der Universitäten Bonn schätzen anhand der Knochenstruktur ein, ob es sich bei einem bestimmten Dinosaurier-Fossil um ein junges, ausgewachsenes oder stark gealtertes Tier handelt. Die Ergebnisse sind nun im Fachjournal „Paleobiology“ erschienen.

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