„Blind Dates“ in der Bernsteinwelt

Nicht immer muss „alt“ gleichzeitig „primitiv“ bedeuten: In 54 Millionen Jahre altem Bernstein entdeckten Paläontologen der Universität Bonn eine nicht einmal ein Millimeter winzige Gnitze. Das Insekt verfügt über blasenförmige Strukturen am vorderen Rand der Flügel. Die Forscher vermuten, dass diese „Taschen“ dazu dienten, auf ungewöhnlich effiziente Weise Pheromone zu sammeln und zu versprühen, um Sexualpartner anzulocken. Heutige Gnitzen nutzen deutlich einfachere Lockstoff-Zerstäuber an ihrem Hinterleib. Die Ergebnisse werden nun im renommierten Fachjournal „Scientific Reports“ vorgestellt.

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Erster fossiler Nachweis für Orchideen bestäubende Käfer

Zu den populärsten Formen zwischenartlicher Interaktionen dürfte die Bestäubung von Blütenpflanzen durch Insekten und andere Tiere gehören. Zwar haben sich die Angiospermen (“Bedecktsamer”), zu denen auch Blütenpflanzen gehören, erst im Lauf der Kreide großflächig ausgebreitet, doch gab es wohl davor schon bestäubende Insekten. Diese haben allerdings nicht wie die heutigen

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