Neu entdeckte Dinosaurierfossilien legen nahe, dass sie sich zum Schlafen wie Vögel zusammenrotteten

Die Mongolische Wüste ist seit Jahrzehnten berühmt für ihre ausgedehnten Ansammlungen an Dinosaurierfossilien, die makellos und detailgetreu erhalten sind und durch Vergesellschaftungen, die außerordentlich seltene Aufschlüsse über das Verhalten liefern, bestechen. Neu aufgefundene Überreste aus dieser Region zeigen ein zuvor vollkommen unbekanntes Verhalten vogelartiger Dinosaurier, die vor 70 Millionen Jahren lebten. Zumindest einige dieser Dinosaurier, bei denen es sich möglicherweise um Mitglieder einer Familie handelt, rotteten sich zum Schlafen zusammen, so wie es moderne Vögel tun.
Gregory Funston, Doktorand an der University of Alberta (Kanada), präsentierte die Ergebnisse des Forscherteams am 25. August auf dem jährlichen Treffen der Society of Vertebrate Paleontology im kanadischen Calgary.

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Chicxulub: Zwei Jahre Dunkelheit?

Ungeheure Mengen von Ruß, die nach dem massiven Chicxulub-Einschlag vor 66 Millionen Jahren in die Luft gelangten, haben die Erde für fast zwei Jahre in Dunkelheit getaucht. Das sagen neue Forschungsergebnisse der NCAR/UCAR. Die Photosynthese wurde heruntergefahren, der Planet kühlte drastisch ab. Diese Ereignisse haben immens zum Massenaussterben beigetragen. Der Ereignis-zeitraum wird heute als Kreide-Paläogen-Grenze bezeichnet und steht für das fünfte und bislang letzte der großen Massenaussterbeereignisse der Erdgeschichte.

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Getarnte Panzer in der Kreidezeit

Ein kanadisch-britisch-amerikanisches Forscherteam hat der Öffentlichkeit nun einen neuentdeckten gepanzerten Dinosaurier aus der Gruppe der Ankylosauria vorgestellt. Borealopelta markmitchelli brilliert mit einer außergewöhnlich guten Erhaltung, die bei Ankylosauriern in dieser Form selten vorkommt. Nicht nur, dass die allgemeine Körperform bei dieser Art sehr gut rekonstruiert werden kann – auch die Hauttextur ist belegt und sogar Hinweise auf die einstige Färbung.

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Neuer Raubsaurier wird nach kanadischem Paläontologen Currie benannt

Wissenschaftler des Royal Ontario Museum (ROM) und dem Philip J. Currie Dinosaurier Museum haben eine neue Dinosaurierart zu Ehren des renommierten kanadischen Paläontologen Dr. Philip J. Currie benannt: Albertavenator curriei. Übersetzt bedeutet er soviel wie „Currie’s Jäger aus Alberta“. Dieser vogelähnliche Dinosaurier wanderte vor ungefähr 71 Millionen Jahren durch das berühmte, in Alberta liegende, Red Deer River Valley (Kanada). Der nun vergebene Name ehrt Currie’s jahrzehntelange Arbeit über Albertas Raubsaurier. Die neuesten Forschungsergebnisse über die neue Art werden am 17. Juli im „Canadian Journal of Earth Sciences“ veröffentlicht.

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Besaß T. rex Federn?

Dass die Vögel ein überlebender Teil der Dinosaurier sind und auch bereits andere Dinosaurier ein Federkleid besaßen, ist mittlerweile wissenschaftlicher Konsens. Auch für den wohl berühmtesten Dinosaurier, Tyrannosaurus rex, werden mitunter Federn postuliert. Doch eine neue Studie sät jetzt Zweifel durch die Beschreibung von Fossilien, die eindeutig eine von Schuppen bedeckte Haut zeigen. Heißt das jetzt, dass T.rex und seine Verwandten definitiv keine Federn hatten? So einfach ist das mal wieder nicht.

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Teleocrater: Überraschendes von der Stammlinie der Dinosaurier

Eigentlich sind die groben Züge des Stammbaums innerhalb der Archosaurier inzwischen gut bekannt. Vor allem ist der Split in die zwei Hauptlinien der Avemetatarsalia (der Dinosaurier-Vogel-Linie) und der Pseudosuchia (oder auch: Crurotarsi; die Krokodil-Linie) allgemein akzeptiert. Was bislang aber nur unzureichend bekannt ist, ist die Stammlinie der Dinosaurier-Linie mit den basalen Verzweigungen der Avemetatarsalia. Die meisten dort einzuordnenden Formen besitzen entweder bereits eigene weitreichende Spezialisierungen oder sind nur bruchstückhaft bekannt. Beides kaschiert ein wenig, was denn nun wirklich der ursprüngliche Zustand dieser erfolgreichen Linie gewesen ist. Eine neue Entdeckung scheint nun etwas Licht ins Dunkel zu bringen und dabei auch Überraschungen parat zu haben. Der Name der neuen Art: Teleocrater rhadinus.

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Eine Revolution der Dinosaurier-Systematik?

Vor einigen Tagen ging in der renommierten Fachzeitschrift „Nature“ ein neues Paper online, welches das Zeug hat, den gesamten Sektor der Dinosaurierforschung zu erschüttern. Baron et al. (2017) stellt nichts weniger als die gesamte grundsätzliche Dinosaurier-Systematik auf den Kopf, was weitreichende Implikationen für unser Verständnis von Evolution und Paläobiogeographie sowie die Interpretation der oft bruchstückhaft belegten basalen Vertreter der Dinosaurier hätte. Die neue Studie schlug in der Fachcommunity ein wie eine Bombe und wird derzeit heftig diskutiert. Aber was ist davon zu halten? Auf der Suche nach Antworten und einer Einschätzung hat sich Stefan Reiss das Paper angeschaut, durch die Supplementary Information gewühlt, frühere Veröffentlichungen konsultiert, die Debattenbeiträge auf verschiedenen Paläo-Blogs durchgelesen und mit persönlichen Kontakten in Fachkreisen gesprochen.

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Führte eine zu lange Brutzeit zum Aussterben der Dinosaurier?

Eines der größten Rätsel um die Dinosaurier rankt sich um ihre Embryologie: Ein Mensch wird üblicherweise nach neun Monaten geboren, ein Strauß schlüpft nach circa 42 Tagen. Doch wie lange dauerte die Entwicklung des Sauriernachwuchses? Und könnte diese zum Aussterben der Dinosaurier beigetragen haben? Forscher der Florida State University präsentierten nun ihre bahnbrechenden Ergebnisse.

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