Pterosaurier: Die lange Geschichte des Fliegens

Pterdactyloiden und andere verwandte flugfähige Reptilien, die zur gleichen Zeit wie die Dinosaurier lebten, verbesserten im Laufe von Jahrmillionen stetig ihre Fähigkeit zu fliegen und wurden so zu den tödlichen Herrschern des Himmels. Eine neue Studie, die in der Fachzeitschrift Nature veröffentlicht wurde, hat gezeigt, dass Flugsaurier – eine Gruppe von Lebewesen, die zu den ersten fliegenden Wirbeltieren der Erde wurden – im Laufe ihres 150 Millionen Jahre währenden Bestehens ihre Flugeffizienz stetig verbesserten, bevor sie zur gleichen Zeit wie die Dinosaurier vor 66 Millionen Jahren ausstarben.

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Forscher decken Bögen der genetischen Vielfalt bei Landsäugetieren auf

Die Kartierung der Verteilung des Lebens auf der Erde, von den Genen über die Arten bis hin zu den Ökosystemen, ist für die Information der Naturschutzpolitik und den Schutz der biologischen Vielfalt von wesentlicher Bedeutung. Forscher der Universität Kopenhagen und der Universität Adelaide haben auf der Grundlage langjähriger evolutionärer und ökologischer Theorien Modelle entwickelt, um die genetische Vielfalt, eine grundlegende, aber bisher verborgene Dimension der biologischen Vielfalt, global zu erklären und zu kartieren.

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Fossile der ersten Lebensformen: Biochemische Spuren vom Ursprung des Lebens im Stoffwechsel entdeckt

Seit dem Ursprung allen Lebens versorgen Stoffwechselnetzwerke Zellen mit Nahrung und Energie. Moderne Netzwerke erfordern tausende von Enzymen, die chemische Reaktionen mittels Katalysatoren in Gang setzen. Solche Netzwerke müssen aus einfacheren Vorläufern entstanden sein, – aber wie und aus welchen? Joana Xavier, et al. berichten in einer aktuellen Publikation in Proceedings of the Royal Society B über uralte, so genannte „autokatalytische Netzwerke“ im Kern des mikrobiologischen Stoffwechsels.

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Forscher rekonstruieren 500 Millionen Jahre der Insektenevolution

Durch eine Vielzahl von Anpassungen haben Arthropoden, zu denen neben den Insekten auch Spinnen oder Krebstiere gehören, alle wichtigen Ökosysteme der Erde erobert und nehmen eine wichtige Rolle für das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten ein. Doch was sind die genetischen Grundlagen für diesen evolutionären Erfolg? Dies hat jetzt ein internationales Forscherteam genauer untersucht und den evolutionären Ursprung wichtiger Anpassungen der letzten 500 Millionen Jahre zurückverfolgt.

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Ein ‘Schlüsselmoment’ für das Verständnis der Evolution der Wale

Wissenschaftler könnten bald das Fressverhalten ausgestorbener Delfin- und Walarten besser untersuchen. Ein Student der japanischen Universität Nagoya hat herausgefunden, dass der Bewegungsradius, den das Gelenk zwischen Kopf und Hals bei modernen Walen – einer Gruppe von Meeressäugern, zu der auch die Tümmler gehören – ermöglicht, genau die Art und Weise widerspiegelt, wie sich die Wale ernähren. Die Autoren der Studie, die im Journal of Anatomy veröffentlicht wurde, schlagen vor, dass diese neue Methode dazu beitragen könnte, die derzeitigen Einschränkungen bei der Bestimmung des Fressverhalten bereits ausgestorbener Wale zu überwinden.

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“Udo”: der älteste zweibeinige Affe stammt aus dem Allgäu

Die Fähigkeit auf zwei Beinen zu gehen unterscheidet den Menschen und seine ausgestorbenen Verwandten von anderen bekannten Menschenaffen. Doch wie und warum unsere Vorfahren begannen sich auf den Hinterbeinen fortzubewegen wird immer noch kontrovers diskutiert. Der neue Menschenaffe Danuvius guggenmosi aus dem Miozän von Bayern zeigt jetzt, dass diese Entwicklung eventuell schon viel früher und, anders als der Großteil der menschlichen Evolution, noch außerhalb Afrika stattgefunden haben könnte.

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Kontrollieren Tiere den Sauerstoffgehalt der Erde?

Vor ungefähr 540 Millionen Jahren gab es einen riesigen Boom in der Artenvielfalt auf der Erde. Die ersten größeren Tiere entwickelten sich in der heutigen sogenannten kambrischen Explosion. In der folgenden Zeit entwickelten sich die Tiere und wurden größer. Parallel zur Entwicklung der Tiere sank der Sauerstoffgehalt in der Atmosphäre, was die Strahlung vorübergehend drosselte. Die anschließende Sauerstoffzufuhr und das Wachstum von Algen haben jedoch der Nahrungskette Energie zugeführt und die Explosion des Lebens in Gang gesetzt. In einer neuen wissenschaftlichen Studie haben Forscher des GLOBE Institute an der Fakultät für Gesundheits- und Medizinwissenschaften der Universität Kopenhagen nun festgestellt, dass die Tiere selbst wahrscheinlich zu einer Anpassung des Sauerstoffgehalts beigetragen und damit indirekt ihre eigene Entwicklung gesteuert haben.

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Insekten lernten das Fliegen erst an Land

Die Evolution der Flugfähigkeit von Insekten vor ca. 400 Millionen Jahren führte zu einer großen Artenvielfalt. Gemessen an ihrem Alter sind die geflügelten Insekten sogar die artenreichste Tiergruppe überhaupt. Innerhalb dieser Gruppe stellen die sogenannten Polyneoptera eine der wichtigsten Radiationen dar. Zu ihnen gehören heute weit verbreitete Ordnungen wie Schaben, Heuschrecken oder Gottesanbeterinnen. In einer Studie innerhalb des internationalen 1Kite Projekts haben WissenschafterInnen um den Biodiversitätsforscher Harald Letsch von der Universität Wien herausgefunden, dass die Insekten ihre Flügel an Land entwickelten – und nicht, wie zuvor angenommen, im Wasser. Die Ergebnisse erscheinen aktuell in PNAS.

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Evolution der Federn: 70 Millionen Jahre früher als bislang gedacht?

Ein internationales Team von Paläontologen, zu dem auch Forscher der University of Bristol gehören, hat herausgefunden, dass die fliegenden Reptilien – Pterosaurier – tatsächlich vier Arten von Federn besaßen und die sie mit den Dinosauriern teilten. Diese neue Studie versetzt den Ursprungszeitpunkt der evolutionären Entstehung von Federn um etwa 70 Millionen Jahre zurück.

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