Neu entdeckte Dinosaurierfossilien legen nahe, dass sie sich zum Schlafen wie Vögel zusammenrotteten

Die Mongolische Wüste ist seit Jahrzehnten berühmt für ihre ausgedehnten Ansammlungen an Dinosaurierfossilien, die makellos und detailgetreu erhalten sind und durch Vergesellschaftungen, die außerordentlich seltene Aufschlüsse über das Verhalten liefern, bestechen. Neu aufgefundene Überreste aus dieser Region zeigen ein zuvor vollkommen unbekanntes Verhalten vogelartiger Dinosaurier, die vor 70 Millionen Jahren lebten. Zumindest einige dieser Dinosaurier, bei denen es sich möglicherweise um Mitglieder einer Familie handelt, rotteten sich zum Schlafen zusammen, so wie es moderne Vögel tun.
Gregory Funston, Doktorand an der University of Alberta (Kanada), präsentierte die Ergebnisse des Forscherteams am 25. August auf dem jährlichen Treffen der Society of Vertebrate Paleontology im kanadischen Calgary.

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Fossil des Jahres 2017: Die Schreibkreide-Auster

Die Schreibkreide-Auster, Pycnodonte (Phygraea) vesiculare, wurde von der Paläontologischen Gesellschaft in Sagard auf der Insel Rügen zum Fossil des Jahres 2017 gekürt. Die im Volksmund aufgrund ihrer Schalendicke von 5cm und einer Aufwölbung von einem Dezimeter auch „Dickmuschel“ genannte Muschel gehört an der Rügener Kreideküste zu den häufigsten Fossilien, darum wurde sie von der Paläontologischen Gesellschaft ausgewählt.

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Möglicherweise ältester Vorfahre aller Deuterostomia (Neumünder) entdeckt

Ein Team aus Paläontologen verschiedener Forschungseinrichtungen hat den möglicherweise ältesten Vorfahren aller Neumünder (Deuterostomia) in Gesteinsschichten aus der chinesischen Provinz Shaanxi gefunden. Die Schichten sind 540 Millionen Jahre alt und stammen somit aus dem tiefsten Unteren Kambrium. Bei dem millimetergroßen Fossil handelt es sich um einen Bewohner der Mesofauna (höchstens 1 mm große Organismen, die im Boden leben) mit sackartiger Gestalt und markantem dehnbaren Mund, aber ohne Anus.

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Einzigartiger Fossilfund: Trilobit mit Eiern

Vor etwa 550 Millionen Jahren kam es zur kambrischen Radiation, auch kambrische Artenexplosion genannt, bei der erstmalig Vorläufer fast aller heutigen großen Tiergruppen auftraten, unter ihnen auch Trilobiten aus der Gruppe der Arthropoda (Gliederfüßer). Obwohl Fossilfunde von Trilobiten zahlreich und oftmals gut erhalten sind, weiß man noch immer recht wenig über die Lebensweise und die Ernährung dieser Meeresbewohner, die vor 250 Millionen Jahren endgültig ausstarben.

Über das Paarungsverhalten, die Fortpflanzungsstrategien und die Reproduktionsbiologie der Trilobiten ist bisher fast nichts bekannt, umso triumphaler ist der Fund, der einem Team von Paläontologen der Western Illinois University gelang.

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Indischer Subkontinent während Kontinentaldrift weniger isoliert als angenommen

Lange Zeit galt die Lehrmeinung, dass der Indische Subkontinent nach dem Zerfall Gondwanas isoliert durch den Ozean nach Norden driftete und sich durch diese Isolation eine einzigartige Flora und Fauna entwickelte. Paläontologen der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn liefern nun mithilfe winziger Mücken aus Bernsteinproben ein Indiz dafür, dass vor rund 54 Millionen Jahren ein Austausch von Lebewesen Europas, Asiens und Indiens möglich gewesen sein muss.

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Gestaltwandler der Urzeit

Sowohl die Entstehung als auch der Aufstieg der komplexeren, eukaryotischen Organismen ist noch immer ein Mysterium. Zachary Adam und Kollegen der Harvard Universität fanden kürzlich jedoch zwingende Beweise, dass die Art Tappania plana eine der ersten eukaryotischen Lebewesen darstellen könnte.

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