Forscher rekonstruieren 500 Millionen Jahre der Insektenevolution

Durch eine Vielzahl von Anpassungen haben Arthropoden, zu denen neben den Insekten auch Spinnen oder Krebstiere gehören, alle wichtigen Ökosysteme der Erde erobert und nehmen eine wichtige Rolle für das ökologische Gleichgewicht unseres Planeten ein. Doch was sind die genetischen Grundlagen für diesen evolutionären Erfolg? Dies hat jetzt ein internationales Forscherteam genauer untersucht und den evolutionären Ursprung wichtiger Anpassungen der letzten 500 Millionen Jahre zurückverfolgt.

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Bernsteinfossilien: Vor lauter Bäumen den Wald nicht sehen

Senckenberg-Wissenschaftlerin Mónica Solórzano Kraemer hat gemeinsam mit einem internationalen Team die Aussagekraft von Bernsteinfossilien für die Rekonstruktion vergangener Ökosysteme überprüft. Das Forscherteam verglich über 20.000 Insekten, die sowohl in Insektenfallen, als auch in Baumharz gefangen wurden. Anhand der Daten kommen sie zu dem Schluss, dass in Bernstein nur ein Teil der Insekten-Gemeinschaft eines Waldes repräsentiert wird. Die Daten helfen zukünftig bei der genaueren Rekonstruktion von Ökosystemen in der Erdgeschichte

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“E.T.”-ähnliches Insekt führt zur Einführung einer neuen taxonomischen Ordnung

In 100 Millionen Jahre altem Bernstein aus Burma fand der Forscher George Poinar vom Department of Integrative Biology der Oregon State University ein bislang unbekanntes Insekt, das wirklich bizarr und außergewöhnlich ist: Es besitzt keine Flügel, dafür lange Beine und einen langen, abgeflachten Körper. Der Kopf ist dreieckig mit der Spitze am Hals und der längsten Seite am Scheitel. Außerdem hat es ziemlich große Augen. Damit hat das Insekt die klassischen Merkmale, die man einem Alien zuschreibt. Es erhielt den Namen Aethiocarenus burmanicus und die neue taxonomische Ordnung wurde Aethiocarenodea genannt.

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Erster fossiler Nachweis für Orchideen bestäubende Käfer

Zu den populärsten Formen zwischenartlicher Interaktionen dürfte die Bestäubung von Blütenpflanzen durch Insekten und andere Tiere gehören. Zwar haben sich die Angiospermen (“Bedecktsamer”), zu denen auch Blütenpflanzen gehören, erst im Lauf der Kreide großflächig ausgebreitet, doch gab es wohl davor schon bestäubende Insekten. Diese haben allerdings nicht wie die heutigen

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