Neues Mantelmineral entdeckt

Wissenschaftler waren lange der Auffassung, der untere Mantel der Erde bestehe hauptsächlich aus Bridgmanit (Mg, Fe) SiO3 und Magnesiowüstit (Mg, Fe)O, in welchem auch zweiwertiges Eisen eingebunden ist. Diese Ansicht änderte sich infolge von Experimenten, die zeigten, dass Fe2+ bei Druck und Temperatur des unteren Mantels schlichtweg nicht existieren kann. Seinen Platz nimmt daher dreiwertiges Eisen ein (Fe3+). Die zwei Phasen (Mg, Fe)SiO3 und (Mg, Fe)O geben beide Fe2+ ab und verbleiben als MgSiO 3 und MgO. Welches Mineral hingegen Fe3+ einbindet, war bislang jedoch unbekannt. Nun haben Wissenschaftler der Chinese Academy of Sciences ein neues Hochdruckmineral entdeckt, das diese Frage klären könnte.

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Neues Hochdruckmineral im Nördlinger Ries entdeckt

Im Nördlinger Ries, vor etwa 15 Millionen Jahren durch den Einschlag eines Asteroiden entstanden und einer der am besten erhaltenen Einschlagskrater auf der Erde, wurde ein bisher unbekanntes Mineral entdeckt, das den Namen „Riesit“ tragen wird. Die Geschichte seiner Entdeckung ist das Ergebnis einer internationalen Kooperation von Wissenschaftlern aus den USA und Deutschland, die in Las Vegas, in Heidelberg und am Museum für Naturkunde Berlin arbeiten.

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Die Natur der Mineral-Inklusionen

In vielen Fällen entscheidet bereits die Reinheit des Ausgangsminerals  über den tatsächlichen Wert des fertigen Werkstoffes oder Edelsteins, manchmal jedoch erhöhen sie den Wert des Minerals immens.  Die Klarheit eines Kristalls wird üblicherweise über eine von makroskopisch deutlich sichtbaren bis hin zu selbst bei 10-facher Vergrößerung nicht erkennbaren Einschlüssen reichende, internationale Tabelle bestimmt. Doch wie definieren sich diese “Inklusionen”, also klein(st)e Verunreinigungen im Kristall? Ein Erklärungsversuch.

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Die Mineralogie des Anthropozäns

Während einige Wissenschaftler noch darüber streiten, ob die Ausrufung des “Anthropozäns” tatsächlich gerechtfertigt ist, veröffentlichte eine Gruppe U.S.-amerikanischer Wissenschaftler im Journal Americal Mineralogist eine Studie über 208 neuartige, unmittelbar dem menschlichen Eingriff und Handeln entspringende Minerale. Damit stellen sie gut 4% aller bekannten Minerale. Unter ihnen finden sich originelle Minerale wie der Simonkolleit [Zn5(OH)8Cl2·H2O] in alten Kupferminen. Wie der Mensch der Mineralwelt zu einer Blütezeit verhilft:

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