Die weltweit längste Sauropoden-Spur

Im Jahr 2009 wurden im französischen Plagne, ein Dorf nahe Lyon im Juragebirge, die größten Dinosaurierfährten der Welt entdeckt. Seitdem brachten Ausgrabungen rund um diese Stelle noch weitere Fährten und Trittspuren von einer Ausdehnung von über 150 Metern ans Tageslicht. Sie stellen die ausgedehntesten Sauropodenfährten der Welt dar.

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Moabosaurus, der nicht-Bombensaurier aus der Unterkreide von Utah

Mit über 20 Spezies liefert uns die Morrison Formation aus dem Oberen Jura Nordamerikas die wahrscheinlich zahl- und artenreichste Sauropodenfaune überhaupt, weltberühmte Gattungen wie Brontosaurus und Brachiosaurus sind darin ebenso vertreten wie eher obscure Taxa, etwa Cathetosaurus oder Suuwassea. Eine erdgeschichtliche Periode später, in der Oberen Kreide, kennt man dagegen vom gesamten Kontinent nur noch eine einzige Sauropodenart: Alamosaurus sanjuanensis. Noch dazu handelt es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um eine aus Asien eingewanderte Art. Um die Mechanismen des Wandels und Aussterbens der nordamerikanischen Sauropoden zu verstehen, muss also ihre Evolution zwischen dem Ende des Jura und dem Auftreten von Alamosaurus weiter erforscht werden. Eine neue Art aus diesem Zeitintervall, Moabosaurus utahensis wurde kürzlich von Britt und Kollegen beschrieben.

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Die gigantischen Dinosaurierfährten von Broome

Schon seit einiger Zeit ist der Broome-Sandstein aus der Unterkreide der Dampier-Halbinsel im Westen Australiens unter Freunden der Paläoichnologie bekannt. Bislang wurden aber von der gesamten Ichnofauna der Region nur Bruchteile wissenschaftlich beschrieben. In den vergangenen Jahren führte ein Team von Wissenschaftlern rund um Steven Salisbury von der University of Queensland eine detaillierte Bestandsaufnahme der Spuren durch, deren Ergebnisse vor kurzem im Journal of Vertebrate Palaeontology erschienen sind. Dabei konnte in über 400 Stunden Geländearbeit zwischen 11 und 21 unterschiedlichen Spurentypen unterschieden werden, darunter auch 6 neu beschriebene Ichnotaxa und die möglicherweise größten bekannten Fußabdrücke der Welt. Die Fundstelle ist damit weltweit einzigartig in ihrer Vielfältigkeit und gibt zudem Einblicke in die Faunenzusammensetzung im Unterkreidezeitlichen Australien.

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