Wie Erdbeben die Schwerkraft verformen

Forschende des Deutschen GeoForschungsZentrums GFZ in Potsdam haben einen Algorithmus entwickelt, der erstmals mit hoher Genauigkeit ein durch Erdbeben verursachtes Gravitationssignal beschreiben kann. Tests mit Daten des Erdbebens von 2011 bei Fukushima zeigen, dass das Verfahren in der Zukunft helfen könnte, Erdbeben-Frühwarnsystemen zu verbessern.

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Mikrobeben-Serie vor einem Erdbeben in der Nähe von Istanbul als Frühwarnzeichen?

Eine neue Studie unter der Leitung von Peter Malin und Marco Bohnhoff vom Deutschen GeoForschungsZentrum GFZ analysiert mögliche Vorläuferereignisse von Erdbeben nahe Istanbul. Bei entsprechender Analyse und mit Echtzeit-Verarbeitung könnte damit möglicherweise die Frühwarnzeit vor einem großen Erdbeben von nur wenigen Sekunden auf bis zu mehreren Stunden verlängert werden. Die Autoren schränken jedoch ein: „Die Ergebnisse basieren bisher nur auf einem – wenngleich ermutigenden – Feldbeispiel für eine Erdbebenvorbereitungssequenz, die typischerweise aus kontrollierten und reproduzierbaren Gesteinsdeformationsexperimenten im Labor bekannt ist.“

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