Fossil enthüllt wühlende Lebensweise eines winzigen Reptils

Ein fingergroßes, 308 Millionen jahre altes Fossil, das in den Vereinigten Staaten zutage gefördert wurde, gibt spannende Hinweise auf die Lebensgewohnheiten winziger dinosaurierähnlicher Kreaturen. Forscher vermuten, dass sie die Vorläufer der heutigen Reptilien sein könnten. Bei der neuen Art handelt es sich um einen Mikrosaurier – kleine, echsenähnliche Tiere, die die Erde durchstreiften, lange bevor richtige Dinosaurier erschienen. Der Fund werfe ein wichtiges Licht auf die Evolution verschiedener Tiergruppen, darunter Amphibien und Reptilien, schreiben die Wissenschaftler in der Zeitschrift Royal Society Open Science.

Weiterlesen

Der Neandertaler als Künstler? Vorfahre verzierte Knochen vor über 50.000 Jahren

Seit der Entdeckung erster Fossilreste im 19. Jahrhundert hat der Neandertaler das Image eines primitiven Vormenschen. Dass er in der Lage war, effektiv Werkzeuge und Waffen herzustellen, ist lange nachgewiesen, aber konnte er auch Verzierungen, Schmuck oder gar Kunst anfertigen? Ein Forschungsteam unter Leitung der Universität Göttingen und des Niedersächsischen Landesamts für Denkmalpflege (NLD) hat einen Neufund aus der Einhornhöhle im Harz analysiert und kommt zu dem Ergebnis: Der Neandertaler, unser genetisch nächster Verwandter, hatte bereits erstaunliche kognitive Fähigkeiten. Die Ergebnisse der Studie sind in der Fachzeitschrift Nature Ecology and Evolution erschienen.

Weiterlesen

Grube Messel: Außergewöhnliches Vogelfossil

Dem Senckenberg-Grabungsteam ist im UNESCO-Weltnaturerbe Grube Messel ein Ausnahmefund gelungen: Aus den Ölschieferschichten wurde ein exzellent erhaltenes Fossil einer bislang unbekannten Vogelart geborgen. Das etwa kohlmeisengroße Tier hat einen gebänderten Schwanz und einen kompakten, kurzen Schnabel. Insgesamt wurden in der ersten Hälfte der Grabungssaison bislang 500 Funde gemacht – darunter sehr viele Insekten, Pflanzen und Fische, die im Herbst und Winter präpariert werden.

Weiterlesen

Versteinert: 99 Millionen Jahre alte Geburt

Gemeinsam mit einem internationalen Team ist Adrienne Jochum vom Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum und dem Naturhistorischen Museum in Bern ein außergewöhnlicher Fund gelungen: Die Forschenden fanden eine fossile weibliche Landschnecke, die gemeinsam mit ihren fünf Jungtieren in einem 99 Millionen Jahre alten Bernstein eingeschlossen wurde. Es handelt sich bei der Schnecke nicht nur um eine bislang unbekannte Art, sondern auch um den ältesten Nachweis einer Lebendgeburt in dieser Tierklasse.

Weiterlesen

Inside Out – Sensationeller Weichkörperfund eines Ammoniten aus Süddeutschland

Fossile Weichteilerhaltung ist selten. Umso überraschend ist der Fund eines Perisphincten Ammoniten aus Wintershof bei Eichstätt, der eine außergewöhnliche gute Erhaltung seiner Weichteile zeigte. Dieser Sensationsfund wurde im SWISS JOURNAL OF PALEONTOLOGY veröffentlicht. Einleitung Unzählige Publikationen wurden bereits über Ammoniten und deren Erhaltungsgrad veröffentlicht. Meist handelt es sich hierbei um

Weiterlesen

Voraussetzungen für Leben schon vor 3,5 Milliarden Jahren

Mikrobielles Leben hatte auf unserem Planeten bereits vor 3,5 Milliarden Jahren die nötigen Rahmenbedingungen, um zu existieren. Zu dieser Erkenntnis kam ein Forschungsteam nach Untersuchungen mikroskopisch kleiner Flüssigkeitseinschlüsse in Bariumsulfat (Baryt) aus der Dresser Mine in Marble Bar, Australien. In ihrer Publikation „Ingredients for microbial life preserved in 3.5-billion-year-old fluid inclusions” legen die Forscher dar, dass es bereits zu diesem Zeitpunkt organische Kohlenstoffverbindungen gegeben hat, die als Nährstoffe für mikrobielles Leben dienen konnten.

Weiterlesen

Wie verwandeln sich Lebewesen in Fossilien?

Wer ein Fossil in Händen hält, empfindet meist Respekt. Schließlich ist das Zeugnis vergangener Lebewelten viele Millionen Jahre alt. Häufig lässt sich auf den ersten Blick einordnen, ob es sich um eine Pflanze, eine Muschel oder gar einen Dinosaurier handelt. Doch was wie ein Knochen aussieht, ist meist gar keiner. Nur winzige Reste des verblichenen Lebewesens sind darin enthalten. Die Form ist erhalten, doch die Substanz durch Mineralien ersetzt, daher der Begriff “Versteinerung”. Wie das genau funktioniert, berichtet eine Forschungsgruppe der Universität Bonn im nun erschienenen Buch “Fossilization”.

Weiterlesen