Yellowstone: Hinweise auf eine geringere Tiefe des Magmasystems

Supereruptionen gehören zu den extremsten geologischen Ereignissen der Erde – mit Ausbrüchen von mehr als 1.000 Kubikkilometern Magma, Gestein und Asche. Neue Forschung liefert nun Einblicke in die Prozesse, die diese gewaltigen Ereignisse im Erdinneren antreiben. Ein Team des Institute of Geology and Geophysics der Chinese Academy of Sciences hat ein dreidimensionales geodynamisches Modell entwickelt, das die Dynamik der Erdkruste und des oberen Mantels in Nordamerika simuliert und einen möglichen Mechanismus der Magmaentstehung unter Supervulkanen aufzeigt.

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Sauerstoff bestimmt offenbar nicht die Körpergröße von Insekten

Gigantische, libellenartige Insekten mit Flügelspannweiten von bis zu 70 Zentimetern beherrschten vor rund 300 Millionen Jahren den Himmel der Erde. Diese sogenannten Meganisoptera zählen zu den eindrucksvollsten Lebewesen ihrer Zeit und werfen bis heute eine zentrale Frage auf: Wie konnten solche riesigen Insekten überhaupt fliegen?

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Uralte Plattentektonik als Schlüssel zu seltenen Rohstoffen

Seltene Erden sind unverzichtbar für moderne Technologien – von Elektroautos über Windkraftanlagen bis hin zu Smartphones und Verteidigungssystemen. Doch obwohl ihr Bedarf stetig wächst, ist es nach wie vor schwierig, wirtschaftlich nutzbare Lagerstätten zu finden. Eine neue Studie zeigt nun, dass der Schlüssel zu diesen Rohstoffen tief in der Erdgeschichte liegt.

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Phosphor als unterschätzter Auslöser globaler Krisen

Ein unscheinbarer Nährstoff könnte eine Schlüsselrolle bei einigen der größten Massenaussterben der Erdgeschichte gespielt haben: Neue Studien zeigen, wie Phosphor das Klima kippte, Ozeane ersticken ließ – und warum das auch heute noch relevant ist.

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Meteoriteneinschläge und der Ursprung des Lebens: Neue Studie rückt Einschlagskrater in den Fokus

Hydrothermale Quellen zählen seit Jahrzehnten zu den wichtigsten Kandidaten für den Ursprung des Lebens auf der Erde. In diesen Systemen zirkuliert heißes, mineralreiches Wasser durch Gestein und erzeugt chemische Gradienten, die als Energiequelle für komplexe Reaktionen dienen können. Insbesondere Tiefseequellen sind bekannt für ihre lichtunabhängigen Ökosysteme, die auf Chemosynthese basieren. Eine aktuelle Studie erweitert dieses Konzept nun um eine bislang weniger beachtete Umgebung: hydrothermale Systeme, die infolge von Meteoriteneinschlägen entstehen.

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Alchemie im Erdmantel: Warum Subduktionszonen die Goldküchen der Erde sind

Wie entsteht Gold im Erdinneren, und warum konzentriert es sich ausgerechnet entlang vulkanischer Inselbögen? Eine Studie unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel zeigt am Beispiel des Kermadec-Inselbogens im Südpazifik, dass mehrstufige Schmelzprozesse im wasserreichen Erdmantel Gold gezielt anreichern. Die Studie erklärt, weshalb viele der weltweit reichsten Lagerstätten mit Subduktionszonen verknüpft sind – jenen Regionen, in denen ozeanische Platten in die Tiefe abtauchen. Die Ergebnisse sind jetzt im Fachmagazin Nature Communications Earth & Environment erschienen.

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Urzeitliche Seekuh von mehreren Raubtieren angegriffen

In einer neuen Studie über die Interaktion zwischen Raub- und Beutetieren in der Urzeit haben Forschende der Universität Zürich, des Natural History Museum of Los Angeles County und des Museo Paleontológico de Urumaco in Venezuela einen seltenen Fall aufgedeckt, bei dem ein einzelnes Tier von mehreren Raubtieren angegriffen wurde. Die Studie zeigt, dass im heutigen Nordwesten Venezuelas vor etwa 23 bis 11,6 Millionen Jahren eine ausgestorbene Seekuhart zunächst von einem urzeitlichen Krokodil gejagt und später von einem Tigerhai gefressen wurde.

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Wie eine Salzkrise die Biodiversität im Mittelmeer radikal veränderte

Vor rund 5,5 Millionen Jahren erlebte das Mittelmeer nach der Abtrennung vom Atlantik eine ökologische Krise. Eine internationale Studie unter der Leitung von Konstantina Agiadi von der Universität Wien konnte nun erstmals beziffern, wie tiefgreifend und langandauernd der daraus folgende Biodiversitätsverlust war: Nur 11 Prozent der damals ausschließlich im Mittelmeer heimischen Arten überlebten die Krise und bis zur Erholung der Artenvielfalt dauerte es mehr als 1,7 Millionen Jahre. Die Studie wurde aktuell im renommierten Fachmagazin Science veröffentlicht.

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Zweite Menschenaffenart in der Hammerschmiede entdeckt

Ein internationales Forschungsteam hat in der Tongrube Hammerschmiede im Ostallgäu eine weitere bisher unbekannte Menschenaffenart entdeckt. Buronius manfredschmidi wurde in unmittelbarer Nähe zu dem Menschenaffen Danuvius guggenmosi, genannt „Udo“, geborgen. Dieser zeigte als erster Menschenaffe bereits vor rund 12 Millionen Jahren Anpassungen an den aufrechten Gang

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