Neue Erkenntnisse zur Entstehung des chaotischen Terrains auf dem Mars

Gebiete wie diese gibt es auf der Erde nicht: Sie sind durchzogen von Kratern, Rissen, Kämmen, Tälern, großen und kleinen eckigen Blöcken. Daher auch der Name „chaotisches Terrain“. Wie diese eigentümlichen Regionen auf dem Mars entstanden sind, darüber wird in der Fachwelt seit langem diskutiert. Wasser, entweder flüssig oder als Eis, habe dabei eine zentrale Rolle gespielt, so die gängige Theorie. Eine in der Zeitschrift „Geophysical Research Letters“ veröffentlichte Studie, die unter Leitung von Erica Luzzi, Doktorandin an der Jacobs University Bremen, erstellt wurde, legt nun eine andere Entstehungsursache nahe: vulkanisch-tektonische Prozesse.

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Wie kommen erdnahe Elektronen auf beinahe Lichtgeschwindigkeit?

Elektronen können in den Van-Allen-Strahlungsgürteln um unseren Planeten ultra-relativistische Energien erreichen und damit nahezu Lichtgeschwindigkeit. Hayley Allison, Yuri Shprits und Kolleg*innen vom Deutschen GeoForschungsZentrum haben herausgefunden, unter welchen Voraussetzungen es zu solch starken Beschleunigungen kommt. Bereits 2020 hatten sie nachgewiesen, dass Plasmawellen, die bei Sonnenstürmen auftreten, eine entscheidende Rolle spielen. Allerdings war bislang offen, warum derart hohe Elektronenenergien nicht bei allen Sonnenstürmen erreicht werden. Im Fachmagazin Science Advances zeigen die Forschenden nun, dass hierfür die Dichte des Hintergrundplasmas extrem gering sein muss.

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Wie entstehen Hangrutschungen auf dem Mars?

Die Beschaffenheit der Marsoberfläche ist Gegenstand von Untersuchungen, die sich vor Ort nicht immer einfach gestalten: Analog-Untersuchungen in Regionen auf der Erde, die den Bedingungen auf dem Mars nahekommen, lassen aber neue Schlüsse zu. Ein internationales Forschungsteam mit Beteiligung von Christian Köberl, Professor für Planetare Geologie und Impaktforschung an der Universität Wien, hat so auf der Basis von Untersuchungen in der Antarktis eine neue Hypothese über die Ursachen von Erdrutschen auf dem Mars entwickelt.

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Sonnensystem entstand in weniger als 200.000 Jahren

Die Entstehung des Sonnensystems liegt zwar schon lange zurück, aber es war kein außergewöhnlich langer Prozess, wie Forscher der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster in Zusammenarbeit mit internationalen Kollegen herausfanden. Nach den Erkenntnissen der Wissenschaftler dauerte der Entstehungsprozess weniger als 200.000 Jahre. Die Studie ist in dem Fachmagazin “Science” erschienen.

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Neues Mineral vom Mond entdeckt

Ein europäisches Forscherteam unter Beteiligung des Museums für Naturkunde Berlin hat im Mondmeteoriten Oued Awlitis 001 ein neues Mineral entdeckt, beschrieben und Donwilhelmsit genannt. Der Fund dieses Minerals ist für die Erforschung der Entstehungsgeschichte des Mondes und die im Erdinneren ablaufenden Prozesse von großer Bedeutung. Solches Sammlungsmaterial ist für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ein unendlicher Schatz zur Erforschung der Natur, um Antworten auf relevante wissenschaftliche Fragestellungen zu finden.

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Magnetfeld auf dem Mond ist Überbleibsel eines uralten Kerndynamos

Der Mond hat – im Gegensatz zur Erde – kein inneres Magnetfeld. Jedenfalls gegenwärtig nicht. Allerdings gibt es auf seiner Oberfläche Regionen von bis zu mehreren Hundert Kilometern Größe, in denen ein sehr starkes Magnetfeld herrscht. Das haben Messungen an Gesteinsbrocken der Apollo Missionen gezeigt. Seither rätselt die Forschung über den Ursprung dieser magnetischen Flecken. Eine These: Sie sind in irgendeiner Weise Überbleibsel eines Magnetfelds, das in der Vergangenheit auch beim Mond durch einen inneren Kern induziert wurde. Möglicherweise ähnlich, wie es bei der Erde heute noch der Fall ist. Deren Kern besteht aus geschmolzenem und festem Eisen und seine Drehung erzeugt das Erdmagnetfeld. Warum das innere Feld des Mondes irgendwann erloschen ist, bleibt weiterhin Gegenstand der Forschung.

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