Änderungen im Hudson River können Einblicke in die Entwicklung von Gletschern geben

Stellen Sie sich das wie eine geologische Mystery Story vor: Seit Jahrzehnten wissen Wissenschaftler, dass sich vor 25.000 Jahren ein gewaltiger Eisschild über den größten Teil Kanadas und einen großen Teil des Nordostens der USA erstreckte.  Das war nicht das Problem an der Sache. Kniffeliger wurde es, als man bestimmen wollte, wie – und vor allem wie schnell – es seine endgültige Größe erreicht hat. Ein Hinweis auf die Antwort auf dieses Geheimnis, sagte Tamara Pico, könnte der Hudson River sein.

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Schmelze folgt auf Schmelze

Eine Gletscherschmelze auf der einen Seite der Erde kann auf der anderen Seite des Globus ebenfalls Gletscher in Bewegung bringen. Das zeigt eine aktuelle Arbeit von AWI-Forschern, die eiszeitliche Ablagerungen von Meeresalgen untersucht und gestützt auf diese Daten Klimaberechnungen durchgeführt haben. Dabei aufgedeckte Prozesse sind beunruhigend: Bei weiterer Erwärmung der Ozeane können sie auch zum Abbau heutiger polarer Eismassen und zu einem raschen Anstieg des Meeresspiegels führen.

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Klima im Mittelmeerraum als Schrittmacher für die Gletscherbildung in Europa

Eiszeiten sind wiederkehrende Phänomene in der jüngeren Erdgeschichte. Die dabei entstandenen Gletscher haben die Landschaft Europas maßgeblich geprägt. Ein internationales Wissenschaftlerteam um Dr. Stefanie Kaboth vom Institut für Geowissenschaften der Universität Heidelberg hat nun nachgewiesen, dass das Ausmaß der Vergletscherung in Westeuropa maßgeblich von der Zufuhr warmen Meerwassers an die europäische Atlantikküste gesteuert wurde, die einen höheren Niederschlag in Kontinentaleuropa zur Folge hatte.

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Was hat das globale Klima mit Erosionsraten zu tun? Wohl weniger als bisher gedacht

Die Idee wirkt sehr plausibel: Das globale Klima und die Erosionsraten sind miteinander gekoppelt, auch wenn man noch nicht weiß, was dabei Ursache und was Effekt ist. Eine neue Studie stellt allerdings diese Kopplung generell in Frage. Forscherinnen und Forscher des Deutschen GeoForschungsZentrums (GFZ) und der Universitäten Potsdam, Grenoble und Edinburgh haben sich 30 Orte erneut angeschaut, an denen es nach Einsetzen der Eiszeitzyklen zu verstärkter Erosion gekommen sein soll. Nahezu überall erwiesen sich die Belege als nicht haltbar. Die Studie erscheint in der heutigen Ausgabe des Fachjournals Nature.

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Algenfahrstuhl in die Tiefsee

Winzige Gipsnadeln können Algen so schwer machen, dass diese im Eiltempo absinken und auf diesem Weg große Mengen an Kohlenstoff in die Tiefsee transportieren. Dieses Phänomen haben Experten des Alfred-Wegener-Instituts erstmals in der Arktis beobachtet. Durch diesen massiven Algen-Abtransport könnten künftig dem Oberflächenwasser auch große Mengen an Nährstoffen verloren gehen.

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“Snowball Earth” war eine Folge der Plattentektonik

Vor etwa 700 Millionen Jahren erlebte die Erde einige ungewöhnliche Episoden globaler Abkühlung, die Geologen als “Schneeball Erde” bezeichnen. Doch wodurch diese graviernde Klimaveränderung kam, ist bislang umstritten. Zwei Forscher der University of Texas at Dallas stellen nun eine neue Theorie vor, die der Ursprung der vielen bisherigen Theorien zur Schneeball Erde sein könnte.

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Gletscher im Pleistozän beeinflussten die heutige Form der Olympic Mountains

Welche Form ein Gebirge annimmt, hängt immer auch von Änderungen des Klimas und von der Tektonik, den Bewegungen der Erdkruste, ab. Wissenschaftler der Universität Tübingen vom Fachbereich Geowissenschaften haben unter der Leitung von Professor Todd Ehlers untersucht, welchen Einfluss die weltweite Klimaabkühlung und Vergletscherung im Pleistozän vor rund zwei Millionen Jahren auf die Entwicklung heutiger Gebirge hatte. Als Forschungsobjekt wählten sie die Olympic Mountains im Nordwesten der USA.

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Deutschland war schon vor 450.000 Jahren von Gletschern bedeckt

Mithilfe modernster Datierungstechniken haben Forscher des Leipziger Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie neue Daten zum zeitlichen Ablauf der Elster- und Saale-Eiszeit in Mitteldeutschland gewonnen. Die Forscher haben herausgefunden, dass die erste Vereisung im Quartär, die weite Teile Europas mit Eis bedeckte, bereits vor 450.000 Jahren stattgefunden hat und nicht – wie bisher angenommen – vor etwa 350.000 Jahren. Die Forscher zeigen weiterhin, dass die ersten Menschen Mitteldeutschland nach dem Rückzug dieser Gletscher vor etwa 400.000 Jahren besiedelten.

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Aktuelle Studie zum Klimawandel: Gletscherschmelze nicht mehr abwendbar

Forscher der Universitäten Bremen und Innsbruck zeigen in einer aktuellen Studie, dass das weitere Abschmelzen der Gletscher im laufenden Jahrhundert nicht mehr verhindert werden kann – selbst wenn alle Emissionen jetzt gestoppt würden. Aufgrund der langsamen Reaktion der Gletscher auf Klimaänderungen hat unser Verhalten heute über das 21. Jahrhundert hinaus allerdings massive Auswirkungen: Fünfhundert Meter Autofahrt mit einem Mittelklasse-Fahrzeug kosten langfristig ein Kilo Gletschereis.

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Tauender Permafrost produziert mehr Methan als erwartet

Mit einem Laborversuch über sieben Jahre konnte Dr. Christian Knoblauch vom Centrum für Erdsystemforschung und Nachhaltigkeit (CEN) der Universität Hamburg mit einem internationalen Team erstmals nachweisen, dass deutlich mehr Methan in tauenden Permafrostböden gebildet werden kann als bisher angenommen. Die Ergebnisse werden heute im Fachmagazin Nature Climate Change veröffentlicht. Sie ermöglichen verbesserte Hochrechnungen, wie viel Treibhausgase durch ein Auftauen des arktischen Permafrosts weltweit produziert werden können.

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