Eine Schaltsekunde zum Ausgleich

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Kaum jemand wird es bemerkt haben, und doch war es an Silvester wieder so weit: Nicht nur das Datum hat sich geändert, sondern auch die Uhrzeit wurde der langsamer werdenden Erdrotation angeglichen. Somit setzten die Uhren um 00:00:00 Uhr gewissermaßen für eine Sekunde aus, ehe sie im gewohnten Gang weiterliefen. Es war bereits die 27. Schaltsekunde seit 1972.

Der Schritt ist immer dann nötig, wenn die extrem genau messenden Atomuhren um mehr als 0,9 Sekunden von der mittels Radioteleskopen gemessenen astronomischen Tageslänge abweichen. Grund hierfür sind die immer im selben Rhythmus tickenden Uhren, während die Erdrotation langsam, aber stetig an Geschwindigkeit verliert. Dies führt zu zeitlichen Unterschieden, die künstlich wieder einander angeglichen werden müssen, um das menschliche Zeitempfinden auf lange Sicht nicht stark zu verzerren. Zuletzt wurde eine solche Schaltsekunde vor gerade einmal 1½ Jahren angesetzt.

Mehr: scinexx.de


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Christoph Faist

Studiert seit 2015 am gemeinsamen Geozentrum von LMU und TU in München.

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