Als Säugetiere Dinosaurier fraßen: Älteste Bissspuren entdeckt

Die Halsrippe eines Langhals-Sauriers aus dem Nordwesten Chinas liefert den bisher ältesten bekannten Beleg dafür, dass sich frühe Säugetiere vor rund 160 Millionen Jahren von Dinosaurierfleisch ernährten. Ein Forschungsteam unter der Leitung von Professor Hans-Ulrich Pfretzschner aus den Geowissenschaften der Universität Tübingen entdeckte Bissspuren von einem Säugetier in der Größe einer heutigen Spitzmaus auf einem Knochenbruchstück von einem rund 20 Meter langen und mehrere Tonnen schweren Sauropoden. Die Forscherinnen und Forscher gehen davon aus, dass sich die Säuger von Aas ernährten; nur so konnten die Kleinen die Großen fressen.

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Spuren von zweibeinigen Krokodilen in Südkorea entdeckt

Es war eine große Überraschung für ein internationales Forschungsteam als sie in Südkorea Fußspuren eines krokodilähnlichen Spurenfossils entdeckten. Die in der kreidezeitlichen Jinju-Formation gefundenen Fußspuren zeigten nämlich nur Abdrücke der Hinterläufe, was bedeuten könnte, dass sich der Spurenverursacher auch zweibeinig fortbewegte. Es wäre der weltweit erste Beleg eines zweibeinigen Krokodilverwandten aus der der Kreidezeit.

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Neues Reptil aus Baden-Württemberg: Cousins der Archosaurier ernährten sich vielseitig

Archosaurier, die gemeinsame Gruppe von Krokodilen, Pterosauriern, Dinosauriern und Vögeln, traten erstmals in der Trias auf. Neben den eigentlichen Archosauriern lebten in der Trias auch noch ihre nächsten Verwandten, allesamt Mitglieder der Archosauriformes. Ein Team von WissenschaftlerInnen aus Deutschland und den USA konnten nun eine neue Art dieser Archosauriformes aus der Mitteltrias von Deutschland identifizieren. Die Zähne der neuen Art sprechen dafür, dass es sich dabei wahrscheinlich um einen Allesfresser handelte.

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“Säbelzahnbeutler” und Säbelzahnkatze: ähnliches Aussehen, unterschiedliche Ernährungsweise

Neben den berühmten Säbelzahnkatzen, haben eine Reihe weiterer ausgestorbener Raubsäuger ihre oberen Eckzähne stark verlängert. Der Bekannteste davon ist wahrscheinlich der südamerikanische Thylacosmilus atrox, ein Verwandter der heutigen Beuteltiere. Lange für eine konvergente Entwicklung zu den Säbelzahnkatzen gehalten, zeigt eine neue Studie nun, dass Säbelzahnkatzen und der “Säbelzahnbeutler” ihr Gebiss unterschiedlich einsetzten.

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Dimetrodon: Vorläufer der modernen Wirbelsäule

Große Zähne und ein markantes Rückensegel – dieses urtümliche Reptil aus der Permzeit prägte die Spielzeugkiste vieler Generationen. Irrtümlicherweise oft als Dinosaurier eingeordnet, ist Dimetrodon ein entfernter Verwandter einer Linie, die zu den Säugetieren führte. Forscher der Universität Bonn haben 290 Millionen Jahre alte Wirbel der Urechse untersucht und dabei erstaunliche Parallelen zu modernen Säugetieren entdeckt.

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Körper eines Theropoden, Schwanz eines Molchs: Wie der Spinosaurus sich im Wasser fortbewegte.

Hypothesen, nach welchen die Dinosaurier ihre schweren Körper nur im Wasser tragen konnten gelten heute als veraltet. Dennoch gibt es eine Dinosaurier-Art, bei welcher sich Forscher nicht sicher sind, ob sie aquatisch oder terrestrisch war. Diese Art ist der ungewöhnliche Spinosaurus aegyptiacus. Die Beschreibung eines neuen Schwanzfossils aus Marokko hilft

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Forscher decken Bögen der genetischen Vielfalt bei Landsäugetieren auf

Die Kartierung der Verteilung des Lebens auf der Erde, von den Genen über die Arten bis hin zu den Ökosystemen, ist für die Information der Naturschutzpolitik und den Schutz der biologischen Vielfalt von wesentlicher Bedeutung. Forscher der Universität Kopenhagen und der Universität Adelaide haben auf der Grundlage langjähriger evolutionärer und ökologischer Theorien Modelle entwickelt, um die genetische Vielfalt, eine grundlegende, aber bisher verborgene Dimension der biologischen Vielfalt, global zu erklären und zu kartieren.

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Verrücktes Biest: Modernes Gehör, primitive Zähne

Ein internationales Forscherteam hat in der Zeitschrift „Nature“ ein Fossil aus Madagaskar beschrieben, das in Wissenschaftskreisen als Sensationsfund gilt. Die Studie zeigt, dass das Tier eine ungewöhnliche Kombination moderner und primitiver Merkmale aufwies. An der Analyse waren auch Paläontologen der Universität Bonn beteiligt. Der Fund ist vergleichbar mit einem Sechser im Lotto – nicht nur, weil er so gut wie vollständig ist: Die Knochen lagen bei ihrer Bergung noch fast exakt so wie zu dem Zeitpunkt, als das Tier vor 70 Millionen Jahren seinen letzten Atemzug getan hatte.

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