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Rätselhafte Klimaabweichung

Neue Forschungsergebnisse unterstreichen die entscheidende Rolle, die das Meereis im gesamten Südpolarmeer für das atmosphärische CO2 in Zeiten des raschen Klimawandels in der Vergangenheit spielte. Ein internationales Wissenschaftlerteam unter Beteiligung der Universität Bonn hat gezeigt, dass das saisonale Wachstum und die Zerstörung des Meereises in einer sich erwärmenden Welt die biologische Produktivität der Meere rund um die Antarktis erhöht, indem es Kohlenstoff aus der Atmosphäre abzieht und im tiefen Ozean speichert.

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Rätsel um Sonnenzyklus erhellt

Die Aktivität der Sonne schwankt in einem etwa elfjährigen Rhythmus, was sich unter anderem in der Häufigkeit von Sonnenflecken zeigt. Eine vollständige magnetische Periode dauert 22 Jahre. Seit langem rätseln die Wissenschaftler, was hinter diesem Zyklus steckt. Er muss mit den Verhältnissen unter der „Haut“ des Sterns zusammenhängen: So reicht eine Schicht aus heißem Plasma – elektrisch leitendes Gas – von der Oberfläche bis 200.000 Kilometer in die Tiefe. Das Plasma innerhalb dieser Konvektionszone ist ständig in Bewegung. Einem Team aus Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung der Universität Göttingen und der New York University Abu Dhabi ist es jetzt gelungen, das bisher umfassendste Bild dieser Plasmaströme in Nord-Süd-Richtung zu zeichnen. Die Forschenden finden eine bemerkenswert einfache Strömungsgeometrie: Das Plasma beschreibt in jeder Sonnenhemisphäre einen einzigen Umlauf, der etwa 22 Jahre dauert. Zudem sorgt die in Richtung Äquator verlaufende Strömung am Boden der Konvektionszone dafür, dass Flecken im Lauf des Sonnenzyklus immer näher am Äquator entstehen.

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Plattentektonik, älter als erwartet

Seit der eigentlichen Entdeckung und kontinuierlichen Beschreibung der Plattentektonik in den 60er Jahren steht eine Frage im Raum, die Geologen besonders beschäftigt. Wann begann die globale Plattentektonik, so wie wir sie heute beobachten können und die sowohl das Aussehen der Erdoberfläche als auch den Erdmantel beeinflusst? Wissenschaftler der University of New Curtin von Western Australia haben sich damit genauer auseinandergesetzt und nun möglicherweise eine Antwort gefunden.

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360 Millionen Jahre altes Fossil offenbart ausgestorbene farnähnliche Pflanzenart

Eine neue Untersuchung eines australischen Fossils – vermutlich eine der frühesten Pflanzen der Erde – hat Hinweise auf eine neue Pflanzenart ergeben, die vor mehr als 359 Millionen Jahren in Australien existierte. Antoine Champreux, ein Doktorand im Global Ecology Lab der Flinders University, hat die Entdeckung der neuen farnähnlichen Pflanzenart als Teil einer internationalen Initiative zur genaueren Untersuchung des australischen Fossils katalogisiert.

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Mögliches Leben auf Felswelten: Forschungsteam unter Göttinger Leitung findet Super-Erden um Gliese 887

Die uns am nächsten gelegenen Exoplaneten bieten die besten Möglichkeiten, um nach Beweisen für Leben außerhalb des Sonnensystems zu suchen. Forscherinnen und Forscher unter Leitung der Universität Göttingen haben ein System von Super-Erde-Planeten entdeckt, die den nahen Stern Gliese 887, den hellsten roten Zwergstern am Himmel, umkreisen. Super-Erden sind Planeten mit einer Masse, die höher ist als die der Erde, aber wesentlich geringer als die der Eisriesen Uranus und Neptun. Die neu entdeckten Super-Erden liegen nahe der bewohnbaren Zone des Roten Zwergs, wo Wasser in flüssiger Form existieren kann, und könnten Felswelten sein.

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32.000 Jahre alte Pflanze erstmals an der BOKU zum Blühen gebracht

Die weiße Blüte, die am Institut für Molekulare Biotechnologie an der BOKU aufgegangen ist, ist hübsch anzusehen, aber ansonsten würde nichts darauf hindeuten, welche Sensation hier gelungen ist. Denn das Erbgut der Silene stenophylla, die die Plant Biotechnology Unit (PBU) unter der Leitung von Prof. Margit Laimer nun in vitro zum Blühen gebracht hat, ist 32.000 Jahre alt und hat im sibirischen Permafrostboden überlebt. Zur Verdeutlichung: Als die Pflanze, die zu den Nelkengewächsen zählt, das letzte Mal geblüht hat, sind noch Wollmammuts an ihr vorbeigezogen.

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Schrumpft der Yellowstone Supervulkan? Forscher entdecken neue Hinweise in Spuren vergangener Supereruptionen

Supereruptionen gehören aufgrund ihrer verheerenden Zerstörungskraft zweifelsohne zu den extremsten Naturereignissen der Erde, jedoch ist die Anzahl der Nachweise vergangener Supereruptionen aufgrund ihrer Seltenheit zu gering, um die globale Rolle dieser Ereignisse in Bezug auf kurz- und langfristige Umweltauswirkungen, sowie Prozesse der Erdkruste vollständig bewerten zu können. Nun haben Vulkanologen der Universität Leicester im Rahmen einer Studie den Nachweis zwei neu identifizierte Supereruptionen bekannt gegeben, die im Zusammenhang mit dem Yellowstone Supervulkan stehen. Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass die Intensität des Hotspots, der heute die berühmten Geysire, Schlammflecken und Fumarolen im Yellowstone-Nationalpark speist, möglicherweise abnimmt.

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