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Magnetismus im Erdmantel entdeckt

Das riesige Magnetfeld, das die Erde umgibt, sie vor Strahlen und geladenen Teilchen aus dem All schützt und an dem sich viele Tiere sogar orientieren können, ist in ständigem Wandel – weshalb es auch unter ständiger Beobachtung von Geowissenschaftlern ist. Die altbekannten Quellen des Magnetfelds sind der tief im Inneren liegende Erdkern, aber auch der Boden, auf dem wir stehen – die Erdkruste. Der Erdmantel hingegen wurde bisher weitestgehend als „magnetisch tot“ angesehen. Nun zeigen Forscher, dass eine Form des Eisenoxids, das Hämatit, auch im Erdmantel seine magnetischen Eigenschaften behalten kann. Die Studie ist in der Fachzeitschrift „Nature“ erschienen.

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Die Vogel-Feder-Frage: Was war zuerst da?

Neue Forschungen, angeführt von der University of Bristol, deuten darauf hin, dass Federn 100 Millionen Jahre vor den Vögeln entstanden sind – und ändern somit unsere Betrachtungsweise von Dinosauriern, Vögeln und Pterosauriern, den fliegenden Reptilien. Es verändert auch unser Verständnis von Federn selbst, ihren Funktionen und ihrer Rolle in einigen der größten Ereignisse der Evolution. Die neue Arbeit, die in der Zeitschrift Trends in Ecology & Evolution veröffentlicht wurde, kombiniert neue Informationen aus der Paläontologie und der molekularen Entwicklungsbiologie.

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Trilobiten hatten Augen wie Insekten und Krebse

In Nature Communications berichtet ein Forscherteam unter Beteiligung von Jason Dunlop vom Museum für Naturkunde Berlin über neue Erkenntnisse zur Feinstruktur von Trilobitenaugen. Die Autoren nutzten Synchroton- und Mikro-Computer-Tomografie, um die interne Anatomie der Augen aus gut erhaltenen Fossilresten zu rekonstruieren und die kontrovers diskutierte Position der Trilobiten im Stammbaum der Gliederfüßer zu beleuchten. Sie konnten unter anderem an Hand von Material aus der Forschungssammlung des Museums für Naturkunde Berlin erstmalig nachweisen, dass der Aufbau der Trilobitenaugen dem der Augen von Krebsen, Insekten und Tausendfüßern entspricht und nicht dem der Spinnentiere.

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Die Bausteine der Erde: Forschungsteam berechnet Häufigkeit flüchtiger Elemente neu

Chemische Untersuchungen an Meteoriten erlauben eine bessere Abschätzung der Elementzusammensetzung der Erde und ihrer möglichen Bausteine. Das fand ein Forschungsteam der Universitäten Köln und Bonn der Institute für Geologie und Mineralogie heraus. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen Ausgabe des internationalen Wissenschaftsmagazins „Nature Geoscience“ veröffentlicht.

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Schwarmverhalten vor 50 Millionen Jahren: Fische schwimmen in einer Einheit

Ein Forscherteam der Arizona State University, das mit einer Gruppe des Oishi Fossils Gallery of Mizuta Memorial Museum in Japan zusammenarbeitet, hat Beweise dafür gefunden, dass sich Fische bereits vor etwa 50 Millionen Jahren im Schwarm bewegten. In ihrem Artikel, der in der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlicht wurde, beschreibt die Gruppe ihre Erforschung einer Steinplatte, die eine ganze Gruppe von versteinerten Fischen enthält und was sie dort fanden.

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Hiroshimaiten: Little Boy hat Glas wie bei einem Asteroideneinschlag erzeugt

Am 6. August 1945 warf ein US “B-29”-Bomber eine Atombombe über Hiroshima ab. In einem Augenblick wurden etwa 80.000 Menschen getötet. Die Explosion und die daraus resultierenden Feuerstürme zerstörten eine Fläche von mehr als 10 Quadratkilometern und verursachten Schäden von bis zu 90 Prozent aller Objekte in der Stadt. Aber was hochgeht, muss irgendwann auch wieder runter. Neue Forschungen, die heute in der Wissenschaftszeitschrift Anthropocene veröffentlicht wurde, ist “die erste veröffentlichte Aufzeichnung und Beschreibung von radioaktiven Niederschlägen, die aus der Zerstörung einer urbanen Umgebung durch Atombombenangriffe resultieren”, so die Autoren des neuen Artikels. Die Arbeiten zeigen, dass die nahegelegenen Strände auf der Halbinsel Motoujina in der Hiroshima-Bucht erstaunlicherweise bis zu einer Tiefe von etwa 10 Zentimetern mit diesem Niederschlagsmaterial übersät sind.

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Bernsteinfossil im Röntgenblick – Teilchenbeschleuniger enträtselt Parasitenlarve

Als der Jenaer Biologe Dr. Hans Pohl auf eBay ein in Bernstein eingeschlossenes Insektenfossil aufspürte, war die Entdeckerfreude groß: Es handelte sich um ein besonderes Exemplar – die 50 Millionen Jahre alte Larve eines Fächerflüglers. Doch um sie detailliert untersuchen zu können, brauchte er die Schützenhilfe von Materialforschern des Helmholtz-Zentrums Geesthacht. Die Resultate nebst spektakulären Bildern veröffentlichte das Team jetzt in der Fachzeitschrift „Arthropod Systematics & Phylogeny”.

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Dinosaurier aus Thailand ist ein Cousin von T. rex

Wissenschaftler der Universität Bonn und des Sirindhorn Museums in Thailand haben zwei neue Dinosaurier-Arten identifiziert. Dazu analysierten sie Fossilfunde, die bereits vor 30 Jahren in Thailand gemacht wurden. Beide sind weitläufige Verwandte des T. rex, allerdings etwas primitiver aufgebaut. Sie waren effiziente Räuber. Die Ergebnisse sind jetzt in der Zeitschrift Acta Palaeontologica Polonica erschienen.

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