Detektivarbeit im afrikanischen Grabenbruch

22. März 2019 Pia Gaupels 0
Grabenbrüche sind riesige Risse auf der Oberfläche unseres Planeten, an denen sich Kontinente zerteilen und neue Ozeane entstehen können. Obwohl sie das Klima und die Biosphäre mancher Regionen mitbestimmen und möglicherweise sogar die Evolution der Menschenvorfahren beeinflusst haben, sind sie nur unzureichend verstanden. In einer nun erschienenen Studie hat ein internationales Team von Forschenden neues Licht auf die jüngere Entwicklung des afrikanischen Grabenbruchs geworfen. Durch Feldforschung und Analysen von Vulkangestein, Erdbebenverteilungen und Oberflächenformen, konnte es die geologische Geschichte eines fast unbekannten Sektors des afrikanischen Grabenbruchs rekonstruieren.

Tropentektonik löste Eiszeiten aus

16. März 2019 Pia Gaupels 0
In den letzten 540 Millionen Jahren hat die Erde drei große Eiszeiten durchlaufen – Perioden, in denen die globalen Temperaturen einbrachen und umfangreiche Eisschilde und Gletscher produzierten, die sich weit über die Polarkappen hinaus erstreckt haben. Jetzt haben Wissenschaftler des Massachusetts Institute of Technology, der University of California at Santa Barbara und der University of California at Berkeley den wahrscheinlichen Auslöser für diese Eiszeiten identifiziert.

Erdbebensimulation – Verschlungene Brüche

16. März 2019 Pia Gaupels 2
Das Kaikoura-Erdbeben verursachte 2016 große Schäden in Neuseeland. LMU-Forscher haben das ungewöhnlich komplexe Beben auf dem Höchstleistungsrechner SuperMUC detailliert simuliert und in Kooperation mit Kollegen der Université Côte d’Azur und der Hong Kong Polytechnic University seine geophysikalischen Abläufe aufgeklärt.

Forscher untersuchen die ältesten Dinosaurier-Eier

15. März 2019 Pia Gaupels 0
Die ältesten Dinosaurier-Eier hat nun ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Robert Reisz von der University of Toronto Mississauga und unter Beteiligung von Martin Sander von der Universität Bonn untersucht. Sie sind rund 195 Millionen Jahre alt und stammen aus Argentinien, China und Südafrika. Die Eier und Eierschalen stammen allesamt von langhalsigen Sauropoden, die sich von Pflanzen ernährten und rund vier bis acht Meter groß waren. Die Saurier waren damals erstaunlich häufig und weit über die Erde verbreitet.

Was bist du denn für ein Typ?: Typlokalität von Stolpen ist keine mehr

15. März 2019 Pia Gaupels 0
Senckenberg-Wissenschaftler aus Görlitz haben das Vulkanvorkommen in Stolpen bei Dresden untersucht. Sie kommen zu dem Schluss, dass es sich bei dem Burgberg um einen Maar-Diatrem-Vulkan handelt. Bisher war man davon ausgegangen, dass die Gesteine auf einen unterirdisch entstandenen Subvulkan zurückzuführen sind. Zudem zeigen die Forscher in ihrer kürzlich im Fachjournal „Journal of Geoscience“ erschienenen Studie, dass die Stolpen-Vulkanite aufgrund der mineralogischen Zusammensetzung nicht länger als weltweite Typlokalität für Basalt gelten können.

Sauerstoffanstieg: Forscher entdecken das “Wann und Wo” der Erdgeschichte

9. März 2019 Pia Gaupels 0
Sauerstoff in Form des Sauerstoffmoleküls (O2), das von Pflanzen produziert wird und für Tiere lebenswichtig ist, ist zum Glück in der Erdatmosphäre und den Ozeanen reichlich vorhanden. Forscher, die die Geschichte von O2 auf der Erde studieren, wissen jedoch, dass es für einen Großteil der 4,6 Milliarden Jahre, in denen unser Planet existierte, relativ knapp war. Wann und wo begann O2 sich also auf der Erde zu bilden? Durch das Studium alter Gesteine haben Forscher festgestellt, dass die Erde vor etwa 2,5 bis 2,3 Milliarden Jahren das erlebte, was die Wissenschaftler heute das “Great Oxidation Event” oder kurz “GOE” nennen. O2 sammelte sich zu diesem Zeitpunkt erstmals in der Erdatmosphäre an und ist seitdem vorhanden. Forscher der Arizona State University haben nun die Vorgeschichte des Sauerstoffs auf der Erde näher untersucht und haben Erstaunliches herausgefunden.

Armageddon: Asteroiden sind schwerer zu zerstören, als bislang gedacht

8. März 2019 Pia Gaupels 0
Ein beliebtes Thema in der Filmwelt ist das eines kommenden Asteroiden, der das Leben auf dem Planeten auslöschen könnt, und die Helden werden in den Weltraum geschickt, um ihn zu sprengen. Aber ankommende Asteroiden können schwieriger zu zerstören sein, als Wissenschaftler bisher dachten. Das ergab eine Johns Hopkins-Studie, die ein neues Verständnis von Gesteinsfrakturen und eine neue Computermodellierungsmethode zur Simulation von Asteroidkollisionen verwendete.

Wissenschaftler packen mesozoische Ichthyosaurier in virtuelle Wasserbecken

7. März 2019 Pia Gaupels 0
Mit Hilfe von Computersimulationen und 3D-Modellen haben Paläontologen der Universität Bristol mehr Details darüber herausgefunden, wie mesozoische Ichthyosaurier schwammen. Die heute in der Zeitschrift Proceedings of the Royal Society B veröffentlichte Studie wirft ein neues Licht auf ihren Energiebedarf beim Schwimmen und zeigt, dass bereits die ersten Ichthyosaurier Körperformen hatten, die gut geeignet waren, den Widerstand zu minimieren und das Volumen zu maximieren, ähnlich wie bei modernen Delfinen.

Erste Hinweise auf ein planetarisches Grundwassersystem auf dem Mars

6. März 2019 Pia Gaupels 0
Mars Express hat die ersten geologischen Beweise für ein System von alten, miteinander verbundenen Seen gefunden, die einst tief unter der Oberfläche des Roten Planeten lagen, von denen fünf Mineralien enthalten können, die für das Leben entscheidend sind. Der Mars scheint eine trockene Welt zu sein, aber seine Oberfläche zeigt überzeugende Anzeichen dafür, dass einst große Mengen an Wasser auf dem gesamten Planeten existierten. Es gibt Merkmale auf dem Planeten, die nur durch Wasser gebildet werden konnten – zum Beispiel verzweigte Strömungskanäle und Täler – und erst letztes Jahr entdeckte Mars Express einen Vorrat an flüssigem Wasser unter dem Südpol des Planeten. Eine neue Studie der ESA zeigt nun das Ausmaß des Grundwassers auf dem alten Mars, das bisher nur von Modellen vorhergesagt wurde.

500 Millionen Jahre alter Wurm-“Superhighway” in Kanada entdeckt

6. März 2019 Pia Gaupels 0
Prähistorische Würmer bevölkerten den Meeresboden vor 500 Millionen Jahren – Beweise dafür, dass das Leben in einer Umgebung aktiv war, die bis heute als unbewohnbar galt. Das zeigt die Forschung der University of Saskatchewan (USask). Man vermutete, dass der Meeresboden im tiefen Ozean während der kambrischen Zeit für die Tierwelt unwirtlich war, weil ihm genügend Sauerstoff fehlte, um sie zu versorgen. Aber die Forschung, die in der wissenschaftlichen Zeitschrift Geology veröffentlicht wird, deckt die Existenz von versteinerten Wurmgängen auf, die auf die kambrische Zeit zurückgehen – 270 Millionen Jahre vor der Entwicklung der Dinosaurier.