Wichtiger Prozess für Wolkenbildung aus Gasen entschlüsselt

Beim Entstehen von Wolken spielen Partikel, die sich aus Gasen bilden können, eine große Rolle. An diesem Prozess ist auch eine Gruppe schwerflüchtiger Gase beteiligt, die in der Atmosphäre durch Oxidationsprozesse gebildet werden. Jetzt konnte erstmals ein zusätzlicher Reaktionsweg ausgehend von Reaktionen des Hydroxylradikals nachgewiesen werden, der erklärt, weshalb sich diese Gase vor allem tagsüber unter Sonnenlicht bilden. Zu diesem Ergebnis kommt eine gemeinsame Studie des Leibniz-Instituts für Troposphärenforschung (TROPOS), der Universität Helsinki und der Universität Kopenhagen. Die Ergebnisse tragen zu einem besseren Verständnis der tageszeitabhängigen Partikel- und nachfolgenden Wolkenbildung in der Atmosphäre bei, so die Forschenden im Fachjournal „Nature Communications“.

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So lassen sich emissionsverfälschte Altersmessungen identifizieren

Gute Nachrichten für Archäologen und Naturwissenschaftler! Sie werden auch künftig die Radiokarbonmethode als verlässliches Werkzeug für die Altersbestimmung von Artefakten und Probenmaterial verwenden können. Die durch den Kohlendioxidausstoß des Menschen vorangetriebene Abnahme des Kohlenstoffisotopes 14-C in der Atmosphäre und die damit verbundene Verfälschung des Radiokarbonalters der Materialien lässt sich genau identifizieren – mit Hilfe einer Messung des Kohlenstoffisotopes 13-C. Zu diesem Ergebnis kommt AWI-Geowissenschaftler Dr. Peter Köhler in einer Studie, die heute im Fachmagazin Environmental Research Letters erschienen ist.

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Nährstoffhaushalt einer neuentdeckten “Todeszone” im Indischen Ozean auf der Kippe

In den großen Sauerstoff-freien Bereichen der Ozeane, den so genannten Todeszonen, entweichen aufgrund mikrobieller Prozesse große Mengen an Stickstoff als Gas. Stickstoff ist ein Schlüsselelement für alles Leben auf der Erde. Diese Art von Todeszonen findet man an den Westküsten Nord- und Südamerikas, Namibias und auch an der Westküste Indiens im Arabischen Meer.

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Erste nachtleuchtende Eiswolken über der Antarktis

Aufnahmen des Aeronomy of Ice in the Mesosphere (AIM) der NASA zeigen seit einigen Wochen in elektrischem Blau leuchtende Schemen über der Antarktis, die die Bildung nachtleuchtender Wolken in der südlichen Hemisphäre einläuten. Diese Wolken bilden sich in der Mesosphäre in etwa 80 Kilometern Höhe aus feinen Bruchstücken desintegrierter Meteore und Eiskristallen, die im Schein der Sonne zu strahlen beginnen.

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Sonnenwinde bringen mehr Energie zur Erde als gedacht

Sonnenwinde sind ein permanenter, von der Sonne ausgehender Strom geladener Teilchen – hauptsächlich aus ionisiertem Wasserstoff. Das Erdmagnetfeld hält die Teilchen an der obersten Atmosphäre auf, wo ein Teil der Bewegungsenergie aus dem Teilchenstrom in elektrische Energie umgewandelt wird. Bei starken Sonnenwinden zeigt sich diese Energieumwandlung als Polarlichter. Ein internationales Team aus Wissenschaftlern mit Beteiligung der GFZ-Sektion Erdmagnetfeld zeigt nun in einer neuen Studie, erschienen in Annales Geophysicae, dass die Sonnenwinde deutlich mehr Energie zur Erde transportieren als bisher angenommen.

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Schnee, der auf den Meeresboden fällt

Den Vorgang kennen Wissenschaftler seit langem, er wird durch die Erderwärmung verstärkt: Als würde es schneien, rieselt in den Ozeanen organisches Material von der Meeresoberfläche hinab auf den Boden. In einem neuen Forschungsprojekt wollen Wissenschaftler der Jacobs University diese marine Schneebildung besser verstehen lernen. „Wir hoffen, so konkretere Vorhersagen über die Auswirkungen des Klimawandels auf die Meere machen zu können“, sagt der Mikrobiologe Prof. Dr. Matthias Ullrich.

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Lakkolithe können auch während eines Vulkanausbruchs entstehen

Ein internationales Forscherteam unter Leitung der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) hat entdeckt, dass sogenannte Lakkolithe – dicht unter der Erdoberfläche gelegene Magmakörper – auch während des Ausbruchs eines Vulkans entstehen können. Bisher war lediglich bekannt, dass sich Lakkolithe vor Eruptionen bilden. Die Entdeckung dürfte Auswirkungen auf die künftige Abschätzung der Gefahren durch Vulkanausbrüche haben.

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