Säugetier-Diversität vor und nach dem Massensterben

Massenaussterben haben in den letzten 30 Jahren ein großes Ausmaß an wissenschaftlicher Aufmerksamkeit erhalten. Noch immer sind nicht alle Fragen beantwortet. Ein Aspekt, der immer noch weiterer Erforschung bedarf ist tatsächlich die Auswirkung der Aussterbeereignisse auf die Artendiversität und wie sich die überlebenden Tiergruppen davon erholen. Knackpunkt für das Verständnis der Diversität vor und nach dem Ereignis ist dabei stets die Datenbasis. Ein neues Paper wirft hierauf ein Licht am Beispiel fossiler Säugetiere.

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Das „Melksham Monster“ und die Evolution der großen Meereskrokodile

Während des Mesozoikums haben noch verschiedene Reptilien die Nische der Topräuber in den Meeren eingenommen. Darunter waren auch die Thalattosuchia, Verwandte der heutigen Krokodile. Die neue Beschreibung des sogenannten „Melksham Monsters“ zeigt jetzt, dass sich diese Meereskrokodile früher in dieser Nische etabliert haben als bisher angenommen wurde.

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Pflanzenfressende Dinosaurier ergänzten ihren Speiseplan mit Krebstieren

Direkte Nachweise für das Ernährungsspektrum herbivorer Dinosaurier sind selten. Die anhand der Zahnform aufgestellte Hypothese, dass sich Ornithischier von faserigem Pflanzenmaterial ernährten wird durch einige in den letzten Jahrzehnten gefundene fossile Mageninhalte gestützt, doch die Zahl solcher Funde ist wohl kaum ausreichend, um einen vollständigen Eindruck vom Ernährungsplan dieser Tiere liefern zu können. Neue Funden von Koprolithen (fossilisierten Exkrementen) von Hadrosauriern oder Ceratopsiern aus der Kaiparowits-Formation (74-76 Ma alt, Campanium, Obere Kreide) von Utah enthüllen eine bislang unbekannte Seite im Fressverhalten großer Ornithischier: ähnlich wie manch heutiger Pflanzenfresser, nahmen auch diese Dinosaurier als „Nahrungsergänzungsmittel“ zumindest manchmal tierische Nahrung auf.

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Wasserläufer in Bernstein – Neu entdeckte Wanzenart ist der älteste bekannte Fund weltweit

Senckenberg-Wissenschaftlerin Mónica M. Solórzano Kraemer hat gemeinsam mit einem internationalen Team zwei neue Wanzenarten in einem Bernstein entdeckt. Die zur Familie der Wasserläufer gehörenden Insekten stammen aus der Kreidezeit; der neue Fund ist der bisher älteste bekannte Nachweis dieser Gruppe. Dem Wissenschaftlerteam gelang die Bestimmung der neuen Arten durch den Einsatz eines Infrarotmikroskops.

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Arminisaurus: Neues aus dem Unterjura von Bielefeld

In unseren Breiten werden viele wichtige Funde immer wieder beim laufenden Steinbruchbetrieb gemacht. Ein solche Fund aus der Nähe von Bielefeld erwies sich einmal mehr als Glücksfall: Eine neue Art Plesiosaurier, die neue Einblicke in die Diversität der Gruppe im Unterjura gibt. Sven Sachs und Ben Kear veröffentlichten nun ihre ausführliche Beschreibung des Fundes und stellten ihn einer interessierten Öffentlichkeit vor.

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Vulkanisches CO2 als Ursache globaler Erwärmung vor 56 Millionen Jahren?

Ein in geologischen Maßstäben rasanter globaler Temperaturanstieg zwischen den Erdzeitaltern Paläozän und Eozän wird in der Wissenschaft gern als Vergleichsfall für den aktuellen Klimawandel herangezogen. Seine Ursachen sind aber noch umstritten. Ein internationales Forschungsteam unter Leitung der Universität Southampton (UK) und des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel veröffentlicht jetzt in der Fachzeitschrift Nature neue Ergebnisse, die das Temperaturmaximum auf starken Vulkanismus im Nordatlantik zurückführen.

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Größter Ichthyosaurus war trächtige Mutter

Zu den berühmtesten fossilen Meeresreptilien gehört ohne Zweifel die Gattung Ichthyosaurus. Man findet sie in fast jedem populärwissenschaftlichen Buch über das Mesozoikum und das seit rund 200 Jahren. Dennoch gibt es immer noch neues über diese Tiere zu lernen, wie nicht zuletzt taxonomische Überarbeitungen der bekannten Exemplare in den letzten Jahren gezeigt haben. Nun erregt die Beschreibung eines weiteren Ichthyosaurus-Exemplars Aufmerksamkeit – wegen der guten Erhaltung und seiner Größe.

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Neu entdeckte Dinosaurierfossilien legen nahe, dass sie sich zum Schlafen wie Vögel zusammenrotteten

Die Mongolische Wüste ist seit Jahrzehnten berühmt für ihre ausgedehnten Ansammlungen an Dinosaurierfossilien, die makellos und detailgetreu erhalten sind und durch Vergesellschaftungen, die außerordentlich seltene Aufschlüsse über das Verhalten liefern, bestechen. Neu aufgefundene Überreste aus dieser Region zeigen ein zuvor vollkommen unbekanntes Verhalten vogelartiger Dinosaurier, die vor 70 Millionen Jahren lebten. Zumindest einige dieser Dinosaurier, bei denen es sich möglicherweise um Mitglieder einer Familie handelt, rotteten sich zum Schlafen zusammen, so wie es moderne Vögel tun.
Gregory Funston, Doktorand an der University of Alberta (Kanada), präsentierte die Ergebnisse des Forscherteams am 25. August auf dem jährlichen Treffen der Society of Vertebrate Paleontology im kanadischen Calgary.

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